

18.05.2012
Das kann man natürlich nicht verallgemeinern und es bezieht sich in diesem Fall auch nur auf ein Produkt: Den "Joghurt auf Frucht Erdbeere" unserer regionalen Bio-Molkerei von Paul Söbbeke. Blind verkostet und in einem flott gemachten Filmchen bei WISO im ZDF ausgestrahlt. Hier gehts zum Film und hier zu unserem Shop. Denn selbst verkosten macht doch viel mehr Freude als andere beim schlemmen zuzusehen, oder?
Schöne Sommertage wünscht Ihnen Ihr
Franz- Josef Lesker
11.05.2012
Vor etwa 5 Jahren bekamen wir einen Anruf von der Bild Zeitung. Man hätte gesehen, dass wir Bio- Stielmus anbauen. Ob einmal jemand vorbeikommen könne um ein paar Fotos zu machen und uns zu interviewen. Die Bildzeitung heißt ja nun nicht umsonst "Bild". Und so war die Kamera dann auch das größte Exemplar seiner Art das wir je gesehen hatten. Keine zwei Tage später standen meine Frau und ich auf dem Titelblatt: Stielmus machts möglich.
Dieses nicht ganz alltägliche Gemüse ist schnell zubereitet, lecker und zudem sehr gesund. Und scheinbar auch rar. Neulich erst mussten wir 25 Bund Stielmus bis ins tiefe Bayern verschicken. Es wird dort einfach nicht angebaut. So ist Stielmus immer für eine Geschichte gut. Und natürlich für den Kochtopf.
Bei uns gibt es jetzt wieder frisches Bioland- Stielmus aus dem Freiland. Greifen Sie zu, so lange dieses Frühlingsgemüse verfügbar ist. Rezepte gibt es bei Chefkoch.de oder auf unserer Rezeptseite.
Viel Vergnügen beim zubereiten und wer weiß, welche Geschichte Sie später über Stielmus erzählen können......
Bleiben Sie gesund, Ihr
Franz-Josef Lesker
04.05.2012
Der neueste Stern titelt heute: "Einfach gut essen. Die 26 populärsten Irrtümer über unsere Ernährung - und worauf es beim Essen wirklich ankommt"
Dazu muss ich Stellung beziehen, denn in meinen Augen ist der Bericht außerordentlich flach und taugt so geschrieben keineswegs für die Titelseite. Viel Neues steht aus meiner Sicht nicht drin. Was mich stört sind die 4 Experten. Was in aller Welt ist an diesen vier Gestalten (Sarah Wiener einmal ausgenommen) besser als an den im Bericht zitierten fragwürdigen Studien? Es sind auch nur Meinungen. Und überhaupt: Als Gärtner muss ich mich mit kleinsten Details auseinandersetzen, darf jedoch nie das Ganze aus dem Auge verlieren. Diese Fähigkeit spreche ich vielen "Wissenschaftlern" ab. Spezialisten sind keine Generalisten. Chemisch- synthetische Spritzmittel mögen in der im konventionellen Obst und Gemüse vorkommenden Dosis für Wissenschaftler ungefährlich sein. Aber nur weil es sich nicht beweisen läßt, ist es nicht ungefährlich. Genauso wenig wie die Wirkung der Homöopathie von Wissenschaftlern anerkannt wird, eine so geringe Dosierung kann ja nicht wirken, wird das Risiko der Chemikalien heruntergespielt. Einzelwirkstoffe werden an Tieren getestet. In konventionellen Produkten sind aber oftmals ganze Chemiecocktails nachweisbar. Was sagt der Wissenschaftler denn zu den Wirkungen all dieser Wirkstoffe? Da muss er passen, weil das niemand untersucht.
Natürlich muss ich als Bio-Gärtner meinen End festhalten und so argumentieren. Ich glaube aber auch einfach nicht an die Unschädlichkeit all der vielen Mittelchen die in der sogenannten "modernen Landwirtschaft" eingesetzt werden.
Jeder muss sich seine eigene Meinung bilden. Ein zwei oder dreiseitiger Bericht über die populärsten Irrtümer trägt aus meiner Sicht jedenfalls nicht zur Aufklärung bei. Dazu bedarf es etwas mehr Text. Und was den Geschmack angeht: Was Studien scheinbar nicht herausbringen, gelingt Kindern ganz von selbst. Wir hören bei Führungen von z.B. Kindergärten und Schulen jedenfalls sehr oft, "das schmeckt aber viel besser als zu Hause".
In diesem Sinne, bleiben Sie gesund, Ihr
Franz- Josef Lesker
27.04.2012
Heute gibt es statt Text einmal ein Video. Leider können wir es nicht in unsere Website einbinden. Über den Link kommen Sie zu unserem ersten You Tube Trailer über unsere Gärtnerei. Thema heute: Nützlinge in den Gurken.
Liebe Grüße sagt Ihr
Franz- Josef Lesker
Gerade komme ich mit zwei kleinen Schnappschüssen (durch Klicken auf die Bilder werden diese größer) aus unserem Glashaus 1, dem ältesten unserer Glashäuser. Eigentlich sollten die Paprika schon am Mittwoch in die Erde, aber der Boden war noch zu kalt. 18° in 20 cm Tiefe, dass ist das Optimum. Denn Paprika ist wärmeverliebt.
Nach gründlicher Bodenvorbereitung und Aufdüngung mit Biosol, einem rein pflanzlichen Biodünger, sowie Kali als weiterem Hauptnährstoff, haben wir heute Nachmittag bei schwülen 28° im Gewächshaus, die Paprika gepflanzt.
Auf dem ersten Foto sieht man Alin, wie er mit 25° warmem Wasser jede Paprika einzeln angießt. Das mag aufwändig erscheinen, bringt aber gesicherten Mehrertrag. Denken Sie daran, wie es Ihnen geht, wenn Sie Ihre Füße in die kalte Nordsee oder aber in ein warmes Bad tauchen. Keine Frage was uns in der kalten Jahreszeit lieber ist, oder?
Das zweite Foto zeigt Robi, wie er mit einem leeren Container auf den Rohrschienen, die gleichzeitig Heizungsrohre sind, nach vorne fährt um sich weiteren Kompost zu holen. Wir haben in Glahaus 1 fünf Felder und in jedem Feld läuft in diesem Jahr ein anderer Versuch. In dem Feld mit Kompost, der unten ins Pflanzloch und um die Pflanze herum verteilt wird. Dieser Kompost ist eine Eigenmischung mit Steinmehl, Bentonit, Pflanzenkohle und mit Huminsäure angereichert.
Wir sind gespannt auf die Ergebnisse und Sie sicher schon auf die ersten eigenen Paprika.
Bis bald sagt Ihr
Franz- Josef Lesker
13.04.2012
Landlust, Landliebe, Urban Gardening, Liebes Land und so weiter. Medien aber auch Trends wie Urban Gardening, also das Gärtnern in der Stadt, z.B. auf Hochhausdächern, auf dem Balkon usw. erfreuen sich stark wachsender Beliebtheit. Globalisierung, Technisierung und Gewinnmaximierung sind eben nicht alles.
Der Mensch möchte Heimat und Identität mit seiner direkten Umwelt. Das drückt sich unter anderem in der neuen Vielfalt der Medien aus. Noch mehr aber im Zurück zur Natur. Immer mehr wollen nicht nur konsumieren, sondern selber etwas Sinnvolles, wie (Bio)-Gemüse anzubauen, tun. Auch wenn vielfach der Erfolg bescheiden ist: Entscheidender ist das persönliche Empfinden beim Gärtnern. Mit den Händen in gut riechender Erde arbeiten, pflanzen, säen, die Pflanzen begleiten, den Boden und das Bodenleben ernähren und zusehen, wie schmackhaftes und gesundes heranwächst.
Uns freut dieser Trend total. Zwar sind wir noch nicht so weit, dass wir ob unserer Arbeit beneidet werden. Aber, dass Verständnis für die Herkunft, den enormen Aufwand der mit dem Anbau von Bio-Gurken, Tomaten usw. verbunden ist, wächst.
Sie wollen uns einmal über die Schultern schauen? Sehr gerne! Melden Sie sich einfach im Büro und wir machen einen Termin aus (Mindestgruppengröße 20 Pers.). Wir werden an dieser Stelle aber auch rechtzeitig über Themen- Führungen zu Tomaten, Gurken, Paprika, Salaten usw. durch unsere Bio- Gärtnerei berichten.
Wir wünschen allen Anfängern, allen Hobby- und Profigärtnern, einfach so in der Erde Wühlern und Lustgärtnern einen sonnigen und erfolgreichen Start in die neue Saison.
Allen anderen empfehlen wir wärmstens unseren modernen Hofladen oder noch einfacher, unseren Bio-Lieferservice. Von unserem Acker direkt in Ihre Küche.
Bleiben Sie fit, Ihr
Franz- Josef Lesker
04.04.2012
Vorweg: Es handelt sich um einen EU-Bio-Betrieb aus Minden-Lübbeke, der vorwiegend den LEH, also konventionelle Supermärkte, beliefert. Wir bekommen unsere Eier aus Gescher vom Bioland Betrieb Christoph Dinkler. Also alles ok bei uns! Eine Stellungnahme von Bioland lesen Sie hier
Nachdem es von Seiten Monsantos, des großen und alles bestimmenden Gentech- und Pestizid- Weltkonzerns, zu Ostern nicht mehr pünktlich mit dem gentechnisch veränderten Osterhasen, der farbige Eier, glänzend, gesprenkelt und fertig gekocht legt, geklappt hat (Schade, das hätte doch die Legebatteriehennen entlasten können), müssen wir wohl auf Ostern verzichten.
Denn, so meldete am 1. April der Radiosender 1 Live, Ostereier und Schokoeier mit nicht natürlicher Verpackung, düften aus Umweltschutzgründen nicht mehr versteckt werden. Das hat Logik: Der meiste Süßkram wird so gut versteckt, dass man ihn nicht wiederfindet.
Ich denke aber, dass war eine Ente. Denn sonst müsste man ja zuallererst MCDreck verbieten. Davon liegt sicher mehr in unseren Gräben, oder? Meinen gelegentlichen Sarkasmus verzeihen Sie mir sicher, denn zu Ostern wollen wir uns vertragen.
Wir von bioLesker wünschen Ihnen, dass Sie sich weder von irgendwelchen Enten, noch von Monsanto oder den hohen Spritpreisen (fliegen wird im Vergleich immer billiger), die Osterferien und die Ostertage verderben lassen.
In diesem Sinne "Frohe Ostern"
Ihr
Franz- Josef Lesker
30.03.2012
Derzeit steht bei uns alles voll mit Bio- Jungpflanzen - jeder Platz, jede Ecke ist belegt. So auch unser Anzuchthaus, wie auf dem Bild zu sehen. Vorne links, das sind unsere selbst gesäten und angezogenen Bio-Tomaten für unsere Folientunnel. In diesem Jahr insgesamt 7 verschiedene Sorten - von Cocktail- über Cherry- über San Marzano Mini, bis zur Aromatomate Campari. Da ist sicher für jeden Genießer etwas dabei. Dahinter links, der größte Block, das sind unsere Bio- Paprikapflanzen.
Die machen schon einen ganz schön strammen und wohlerzogenen Eindruck, müssen aber trotzdem noch zwei Wochen im Zuchthaus bleiben. Denn zuerst müssen wir ca. 5.000 Bund Radieschen ernten und verkaufen, den Boden aufbereiten, unsere diesjährigen Versuche zu Bodenstärkungsmitteln usw. anlegen und dann erst geht´s ab ins Beet.
Rechts in den weißen Kisten, das sind die noch sehr, sehr kleinen Selleriepflänzchen für´s Freiland. Die warten noch bis Mitte Mai auf Ihre Freilassung. Freigänger, also Pflanzen mit besonderen Rechten, gibt es in diesem Zuchthaus nicht. Alle haben den gleichen Tagesablauf und warten im Grunde genommen auf den Tag X, den Tag der Pflanzung.
Ihnen viel Freude an unserem Gemüse und all den anderen leckeren Sachen. Bleiben Sie gesund, Ihr
Franz- Josef Lesker
12.03.2012
Nein, ganz so weit ist es noch nicht. Aber im kommenden Jahr werden es 20 Jahre. Eine lange Zeit in der viel passiert ist und sich geändert hat. Warum wir bereits jetzt auf unser Jubiläum hinweisen hat einen wichtigen Grund:
Regulär würde in diesem Jahr im September wieder unser Hoffest stattfinden. Unsere Planung würden wir jetzt starten. Da wir uns aber für einen zweijährigen Turnus entschieden haben, wollen wir dieses Jahr sozusagen sausen lassen um alle Aktivitäten auf 2013 zu bündeln.
Einen genauen Termin haben wir für 2013 noch nicht. Sobald dieser feststeht, werden wir hier darüber informieren.
Seit genau fünf Tagen ernten wir wieder frische, knackige und sowas von leckere Schlangengurken! Nach einer sehr intensiven und für uns teuren Frostperiode zu Beginn der Gurkenkultur, hatten wir zweieinhalb Wochen in denen sich die Sonne fast gar nicht gezeigt hat. Das konnte aber unsere Gurken nur etwas bremsen, nicht stoppen.
Freuen Sie sich! Wo gibt es sonst deutsche Bioland-Gurken um diese Jahreszeit?
Auch die Tomaten sind gepflanzt und werden ab etwa Mitte Mai erntereif sein. Wir freuen uns auf die neue Saison und viel frisches Gemüse für Sie.
Ihr
Franz- Josef Lesker
02.03.2012
Das journalistische Enthüllungen selbst Staatsoberhäupter zu Fall bringen können, durften wir gerade erleben. Auch sonst bin ich sehr dafür, die Journalisten ihre Arbeit machen zu lassen. Aber, auch Journalisten sollten ihr Vorgehen transparent gestalten.
Der Hintergrund meines Ärgers über Stern TV ist nicht, dass diese über ESBL-Keime auch auf Bio-Fleisch berichtet haben. Das ist völlig ok, das ist gut.
Leider verweigert die Redaktion von Stern TV aber bis jetzt wichtige Hintergrundinformationen zu ihren Untersuchungen, insbesondere zu den Bioland-Herkünften. So wissen wir bei Bioland nicht, welche Bioland-Inverkehrbringer untersucht wurden und welche Positivfunde ESBL-Keime aufweisen.
Somit konnte Bioland die eventuell betroffenen Betriebe nicht ansprechen. Zudem legt Stern TV seine Analysemethoden nicht offen. Es ist also nicht bekannt, ob die Untersuchung auf ESBL nur qualitativ oder auch quantitativ (Keimdichte) vorgenommen wurde und ob diese eine Aussagekraft für die Gefährdung der Konsumenten darstellen.
Mit dem Finger auf Missstände zu zeigen ist eine gute Sache. Den Betroffenen nicht die Möglichkeit zu geben, eventuelle Missstände abzustellen, ist unfair.
Mehr zum Thema bzw. eine Stellungnahme von Bioland finden Sie hier
Ich kann nur oft genug wiederholen: Es wird im schnellen Überflug von Informationen zu oft Ursache und Wirkung vertauscht. Bleiben Sie wachsam und hinterfragen! Wir stehen immer für transparente Informationen zur Verfügung.
Ihr
Franz- Josef Lesker
24.02.2012
Uns bei bioLesker und ganz besonders auch mir, geht es nicht besser als vielen Mitbürgern: Es schmeckt einfach immer so gut. All die leckeren Bio-Lebensmittel in unserem bioladen locken täglich. Einfach die Treppe der Wohnung runter, rein in den Laden und losgeschlemmt. Zusätzlich gibt es Proben und Verkostungsware von den Herstellern und vom Großhandel.
Da ist echt eiserne Disziplin gefragt. Das fällt aber sehr schwer. Wenn man dann zusätzlich den Sport herunterfährt, kommt da schnell einiges auf die Hüften. Da hilft nur Fasten.
Das aber dient nicht in erster Linie der Gewichtsreduktion. Es ist einfach ein Cut, eine Auszeit, eine Bedenkzeit. Und so faste ich in diesem Jahr seit langem einmal wieder. Da purzeln die Pfunde und die Haushaltsausgaben gleich mit.
Eine Woche ist Minimum, wenns gut läuft werden es zwei. Und da bin ich ja Purist. Außer Tee, Wasser und Brühe kommt mir nichts in den Körper.
Probieren Sie es doch auch einmal wieder mit fasten. Man fühlt sich herrlich leicht, ist beschwingt, entschlackt und freut sich auf die Zeit danach. Wer unsere leckeren Bio- Säfte oder anderes zur Unterstützung braucht: Im Shop werden Sie sicher fündig.
Viel Spaß bei Ihrer Frühjahrskur wünscht Ihnen ihr
Franz- Josef Lesker
17.02.2012
Gerne erfülle ich Franz-Josef Leskers Wunsch, mich Ihnen heute als neue Teilzeitkraft im Lieferservice vorzustellen.
Ich, Claudia Lambertz, bin 40 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder. Nach dem Fachabitur und einem einjährigen Aufenthalt auf einer Sprachschule in den Niederlanden, war ich 15 Jahre in diversen Unternehmen kaufmännisch tätig, unter anderem in der Edelstahl- und Maschinenbranche.
Eine Beschäftigung in der Bio-Branche ist natürlich eine große Umstellung und bedeutet sowohl eine Herausforderung als auch eine Bereicherung für mich und meine Familie. Denn so kann ich mich jetzt noch intensiver um eine gesunde Ernährung bemühen.
Massentierhaltung und behaftetes Obst und Gemüse sind leider zum Alltag geworden. Da ich aus einem "holländischen Nest" komme - meine Mutter ist Niederländerin - ist es mir ein persönliches Anliegen, die guten Produkte von bioLesker auch in den Niederlanden bekannt zu machen und dort an den Mann bzw. die Frau zu bringen.
Die negativen Einflüsse der stark industriealisierten Landwirtschaft gehören auch in den Niederlanden zum Alltag. Ich wünsche mir, darauf aktiv Einfluss nehmen zu können und bin sehr froh, meinen Teil zum weiteren Gelingen von bioLesker beitragen zu können. Auf eine gute Zusammenarbeit!
Ihre Claudia Lambertz
10.02.2012
Eine Woche stehen sie nun schon wieder, die Schlangengurkenpflanzen. Nach einer Schrecknacht - von Samstag auf Sonntag Nacht ist die Heizung ausgefallen - und einem fast ruinösen Temperaturabfall im Gurkenhaus auf 9,2°C, geben die jungen Bio-Gurken-Pflanzen nun ein schönes Bild in der Wintersonne.
Durch Zufall bekam ich heute zwei Fotos von unseren Tomatenpflänzchen bei unserem Bio-Jungpflanzenproduzenten. Kaum zu glauben, dass diese kleinen und zierlichen Pflanzen in gut drei Wochen in die Erde sollen. Noch weniger ist zu glauben, dass diese Spösslinge bis Ende Oktober zwischen 12 und 15 Metern lang sind und Ihnen und uns hoffentlich viel Freude bereitet haben.
Salate fürs Gewächshaus werden in wenigen Tagen gepflanzt, Radieschen werden im Glashaus gesät. Für das Freiland beginnen wir bereits wieder mit den ersten Aussaaten und der eigenen Jungpflanzenproduktion. Lauchzwiebeln und Wirsing als Frühjahrsboten sind bereits gesät.
In unseren schwach geheizten Glashäusern stehen noch Feldsalat und Radieschen zur Ernte an.Aus dem Lager kommen noc Pastinaken, Kürbis, Rote Bete und Kartoffeln.
Ihnen noch viel Freude mit unserem leckeren, regionalen und Top-frischem Gemüse. Das wünscht Ihnen
Ihr
Franz- Josef Lesker
27.01.2012
Noch ist er nicht da, aber er kommt gewiss: Der Frühling. Ein Zeichen dafür ist, dass am kommenden Mittwoch bereits unsere Schlangengurken gepflanzt werden.
Ein anderes, der Frühjahrsputz. Wir haben es uns, auch um alle Arbeitsabläufe und Strukturen schlank und damit kostengünstig zu halten, zur Gewohnheit gemacht, zu Beginn des Jahres alles auf den Prüfstand zu stellen. Sozusagen einmal die Strukturen durchzuputzen.
Dabei ist in den Fokus gerückt, das auch bei uns die elektronischen Medien wie Mail, Internet usw. immer mehr zunehmen, Papier vielfach nicht gewünscht ist. Wir werden deshalb in Kürze abfragen, wer noch Informationen in Papierform wünscht und wer lieber elektronisch. Das hilft Ressourcen zu sparen.
Immer mal wieder Thema ist auch der Niederländische Markt. Jahrelang haben wir ihn beobachtet. Jetzt naht die Zeit, in der wir ernsthaft prüfen, ob wir zum Grenzgänger werden und unsere Bio-Kisten zusätzlich in Holland anbieten.
Auch dazu haben wir eine neue Mitarbeiterin eingestellt. Frau Claudia Lambertz wird unser Team ab dem 1. Februar auch am Telefon verstärken. Sie stellt sich in der kommenden Woche hier selbst vor.
Und beim Packen der Bio-Kisten hat sich auch etwas getan. Bisher haben wir in Zweier- Teams gepackt. Ab sofort packen wir im Dreier-Team. Das hat arbeitswirtschaftliche Vorteile, freut aber auch die Mitarbeiter, weil die Tage kürzer werden.
Viel Vergnügen und Erfolg bei Ihrem persönlichen Frühjahrsputz wünscht Ihnen Ihr
Franz- Josef Lesker
21.01.2012
Durch den Bau unseres Gewächshauses vor 2 Jahren, in dem übrigens in zehn Tagen schon wieder die ersten Bio-Gurken gepflanzt werden, wurde die Schaffung einer Naturschutzfläche als Ausgleichmaßnahme nötig.
Gesagt bzw. vorgeschrieben, getan. Seit einem halben Jahr laufen drei Aubrac Rinder auf der Naturschutzfläche. Die Aubrac´s kommen ursprünglich aus den Französischen und Schweizer Alpen, sind total robust und haben es lieber kalt als warm.
Auch ihr Gemüt, es sind drei Damen, ist sehr ursprünglich um nicht zu sagen wild. Nun könnten die drei eigentlich den ganzen Winter ohne Dach und Schutz im Freien bleiben. Eigentlich, weil allen Rindern einmal im Jahr Blut entnommen werden muss. Und weil wir die drei Ladys nicht betäuben wollen um ran zu kommen, müssen wir sie an den Winterstall gewöhnen.
Das aber ist alles andere als einfach. Zwei haben wir auf Anhieb bekommen. Die dritte streubt sich hartnäckig. Mehrere Versuche, bei denen die Gute sogar auf uns losgegangen ist, zwei Mitarbeiter sind rücklings auf dem Hosenboden im Matsch gelandet, haben im Desaster, also im Ausbruch aus der Weide geendet.
Das haben wir jetzt verstanden. Seitdem beobachten wir unsere Graslöwendame immer von der Küche aus. Denn das Fell wächst zu imposanten Längen heran, je kälter es wird. Wie wir das Problem mit der Blutprobe allerdings lösen, weiß auch unser Tierarzt noch nicht.
Bio-Graslöwen sind halt mehr als eigensinnig.
Eine gute Woche wünscht Ihnen Ihr
Franz- Josef Lesker
13.01.2012
Schlägt man dieser Tage die Zeitung auf oder surft im Netz, hört oder sieht Nachrichten kommt immer wieder ein Thema auf den Tisch: Antibiotika!
Was einst als Segen daherkam, ist dabei, sich zum Fluch zu wandeln. Multiresistente Keime sind kein Kindergeburtstag und wären sicher auch ohne die massenhafte und fast schon obligatorische Futterbeimischung auf uns zu gekommen. Aber in diesem Tempo? Mit dieser Rasanz?
Wer will denn da noch teure Medikamente kaufen, die Praxisgebühr bezahlen und lange im Wartezimmer sitzen? Besser schnell zum Supermarkt oder Discounter um die Ecke. Da gibt es zum Fleisch den Erkältungshemmer und die Prophylaxe gleich dazu. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Metzger.
Zu sarkastisch? Ich finde nicht. Denn an dieser und an anderen Stellen, habe ich immer auch die unzureichend geklärten Fragen im Ökologischen Landbau thematisiert und angeprangert. Mal eben etwas bio machen, einen Bio Lieferservice anschieben, Bioprodukte ohne Hintergrund verkaufen. Das reicht nicht. Auch unsere Branche muss sich immer weiter ökologisieren, nachhaltiger werden, hinterfragen, verbessern. Im Anbau, bei der Tierhaltung und beim Verkauf.
Und ich werfe keinem Metzger oder Supermarkt etwas vor. Wir bekommen doch nur das, was wir verdienen. Ob beim Fleisch oder der Person des Bundespräsidenten. Solange die Mehrheit weiter so kauft wie heute, solange wird es Antibiotika im Futter geben.
Da verzichte ich doch lieber. Notfalls auch, wenn es der Geldbeutel nicht hergibt, auf Bio-Fleisch. Fleisch wird eh überschätzt. Leckeres Bio-Gemüse, im Online-Shop bestellt, vom Bio-Lieferservice bis an die Haustür oder gar in die Küche gebracht kann, muss nicht, ein Anfang sein. Auf jeden Fall ist es eine Alternative! Guten Appetit.
Ihr
Franz- Josef Lesker
06.01.2012
Haben Sie das auch immer wieder nach Neujahr? Sie müssen etwas ausfüllen bei dem das Datum gefragt ist und schwupps, steht da noch 2011. Dabei ist doch schon 2012. Auch gedanklich und emotional können wir, nur weil jetzt eine andere Jahreszahl gilt, nicht einfach alles hinter uns lassen.
Zwar bietet jedes neue Jahr auch immer wieder die Chance, etwas anders, besser zu machen, die guten Vorsätze gehören zum neuen Jahr ja schon fest dazu. Dennoch ist es nur eine Änderung der Jahreszahl. Sonst bleibt eigentlich alles gleich.
Ob ein Jahr gut wird oder schlecht, haben wir natürlich nur bedingt selbst in der Hand. Das aber ganz sicher mehr als viele von uns meinen.
Denn zu oft verharren wir in Umständen, an die wir uns gewöhnt haben, die vielleicht auch bequem sind, weil wir niemanden verletzen wollen usw., die uns nicht gut tun. Egoismus ist sicher der falsche Weg, aber gesunder Eigenschutz und die aktive Gestaltung des eigenen Lebens haben in der Regel viele gute Auswirkungen.
An das neue Datum gewöhnen wir uns schnell. Für den Rest, für die Wünsche, die Herausforderungen, die Änderungen die anstehen, wünschen wir von bioLesker Ihnen, dass es sich für Sie erfüllt.
Wir haben in 2012 natürlich auch wieder einiges auf der Agenda stehen, denn wir glauben weder an den Maya-Kalender und damit an das Ende der Welt, noch an andere Unkenrufer und Wahrsager.
Wir glauben daran, dass wir neben einem sehr guten Team, den besten Kundenstamm der Welt haben. Und darauf können wir bauen. Egal wie 2012 läuft. Was genau wir in diesem neuen Jahr angehen, lesen Sie in den folgenden Wochen.
Alles, alles Gute für Sie und Ihre Lieben für´s neue Jahr, bleiben Sie gesund.
Ihr
Franz- Josef Lesker
Weihnachten/Silvester 2011
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
in unserer Weihnachtspost habe ich schon über Vieles berichtet.
Da war 2003 unsere wieder begonnene Patenschaft für ein Plan Patenkind. Magret Sigauke ist mittlerweile eine junge Frau. Unser Engagement kommt weiterhin ihr und dem Rest der Familie sowie dem Dorf zu Gute.
2004 gab es einen Pfannenwender als Symbol für eine geistig-moralische Wende in unserem Land. Weg vom Jammertal, hin zu mehr Optimismus.
Ein Jahr später haben wir Bilanz gezogen und den Blick für die Zukunft geschärft. 2008 habe ich über die Freude des Schenkens philosophiert und 2009 haben wir die Ethembeni Special School in Inchanga, Südafrika, unterstützt.
Ende 2010 waren wir so ausgepowert, dass es für wirklich persönliche und ehrliche Worte nicht gereicht hat. Eine Standardkarte wollten wir nicht. So gab es einmal keine Post.
Bisher habe ich an dieser Stelle nie zurück geblickt. Heute möchte ich es einmal tun. Denn in 2011 lagen Glück und Leid bei uns sehr dicht beisammen.
Viele neue Kunden haben unser Herz erfreut. Dafür sind wir sehr dankbar. Wir haben größten Respekt vor Ihrer regelmäßigen Entscheidung für Bio-Lebensmittel. Denn es ist nicht nur unser Team, es sind nicht nur ein paar Bio-Bauern und Gärtner die Sie dadurch unterstützen. Es ist aktiver Umweltschutz, es ist Nachhaltigkeit und das Fördern menschlicher und sozialer Strukturen in dem Haifischbecken Lebensmittelproduktion.
Es ist die aktive Gestaltung einer besseren Zukunft. Dafür sagen wir Ihnen im Namen des ganzen Teams von Herzen Danke.
Gleichzeitig war 2011 aber auch das schwierigste Jahr seit unserem Bestehen 1993. Denn wir mussten lernen mit schweren Krankheiten umzugehen. Mein Dank gilt deshalb in besonderer Weise unserem Team. Denn jeder ist bis an seine Grenzen gegangen um aufzufangen, was andere nicht mehr vermochten.
Unsere Weihnachtsspende geht deshalb in diesem Jahr nicht in die weite Welt, sondern an einen ganz besonderen Menschen, der sich neben all der Kraft die wir ihm geben können, darüber sehr freuen wird.
Ihnen und Ihren Lieben wünschen wir von bioLesker ein gesegnetes, ein ruhiges und schönes Weihnachtsfest sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Ihr
Franz- Josef Lesker
03.12.2011
Traditionell wird Grünkohl mit Wurst, Speck oder Kasseler gekocht. Doch das gesunde Wintergemüse lässt sich nicht nur deftig, sondern auch leicht und lecker zubereiten.
Der krause Kohl schmeckt in der Suppe, im Auflauf, als Wokgemüse und als Beilage zu Fisch, Geflügel oder Wild. Grünkohl kann man auch kurz in Salzwasser blanchieren und im Salat genießen - beispielsweise in Kombination mit Oliven, Nüssen und getrockneten Tomaten. Für eine leckere Beilage wird das Gemüse mit Apfelstückchen gedünstet und mit gerösteten Sonnenblumenkernen garniert; das passt hervorragend zu Spätzle.
Vor der Zubereitung werden die einzelnen Blätter vom Strunk geschnitten und dicke Mittelrippen entfernt. Anschließend wäscht man die Blätter, zupft sie in Streifen oder schneidet sie in Stücke. Grünkohl ist auch unter dem Namen Krauskohl, Blätterkohl, Winterkohl oder Oldenburger Palme bekannt. Noch bis zum März können Verbraucher frischen heimischen Grünkohl genießen, denn das frostharte Gemüse kann den ganzen Winter vom Feld geerntet werden. Je länger der Kohl kalten Temperaturen ausgesetzt ist, desto süßer und aromatischer schmeckt er.
Achten Sie beim Einkauf auf Bio-Qualität. Frischer Grünkohl ist an den dunkelgrünen und knackigen Blättern zu erkennen. Sie sollten nicht angewelkt oder gelblich verfärbt sein. Im Kühlschrank bleibt der Kohl einige Tage frisch.
Wie Sie vielleicht schon am Schreibstil gemerkt haben, kommt dieser Text nicht aus meiner Feder sondern vom aid-Verbraucherdienst aus Bonn.
Übrigens: Wer schon "Grüne Smoothies" macht, kann auch den Grünkohl dafür sehr gut verwenden. Wer sich einmal an den etwas kräftigen Geschmack gewöhnt hat, wird diese grünen Powerdrinks nicht mehr missen wollen.
Bis zur kommenden Woche alles Gute sagt
Ihr
Franz- Josef Lesker
23.11.2011
Bundesweit gibt es mehrere Tausend Bio-Bauern und Gärtner. Wir sind als einer von 200 Betrieben ein sogenannter Demonstrationsbetrieb. Es gibt bei uns also nicht nur für Verbraucher sondern auch für andere, konventionelle und biologisch arbeitende, Betriebe, die Möglichkeit, sich bei uns etwas an- oder abzugucken.
Das ist schon eine kleine Ehre. Diese wird noch größer, wenn unser Betrieb dem Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung bzw. dem Informationsportal Oekolandbau.de eine Sonderberichterstattung wert ist.
Lesen Sie hier, wie alles anfing und wo wir heute stehen.
P.S.:
Übrigens, was unseren Urlaub angeht: Er war sehr erholsam und einfach nur toll. Meine Frau und ich sind in 12 Tagen vom Mittelmeer aus auf der Mein Schiff 1 zum Atlantik geschippert, haben viele Länder und Städte besucht, eine tolle Crew hat uns verwöhnt, viel frische Seeluft geschnuppert und total relaxt. Nur zu empfehlen.
Bis zur kommenden Woche wünscht Ihnen alles Gute Ihr
Franz- Josef Lesker
04.11.2011 - 25.11.2011
Die Ernte ist, bis auf Porree, Grünkohl und Pastinaken, eingebracht und zum Großteil verkauft. Derzeit pflanzen wir wie die Weltmeister Feldsalat, damit nicht nur unser Naturkostgroßhandel Weiling in Coesfeld, sondern auch wir für unsere Kunden zu Weihnachten ausreichend Feldsalat haben. Dank des super Wetters für diese Jahreszeit machen auch die Blattsalate im anderen Gewächshausabteil riesige Wachtumsschritte.
Zeit für die Planungen fürs kommende Jahr, aber auch für unseren Jahresurlaub. Da unsere Kinder mittlerweile in einem Alter sind, in dem wir sie beruhigt den Omas und Opas, den Onkeln und Tanten anvertrauen können, geht es für meine Frau und mich ab Sonntag auf Reise.
Wohin wird noch nicht verraten. Der November ist seit unserer Gewächshauserweiterung in 2009/2010 der einzige Monat in dem wir Urlaub machen können. Denn im November ist das Freiland geräumt, alle frostempfindlichen Gemüse sind reingeholt und eingelagert oder verkauft. Im Gewächshaus wachsen zu dieser Zeit die Salate und anderen Kulturen für die Weihnachtszeit.
Und direkt nach Weihnachten geht es schon wieder los mit der Bodenvorbereitung für die ersten Schlangengurken, mit dem Säen von Zwischenkulturen wie Radieschen oder einem zweiten Satz Salat vor den Paprikas sowie der Vorbereitung des Gewächshauses für die Tomaten, die in diesem Jahr Mitte Februar gepflanzt werden.
Und wenn ich Urlaub habe, heißt das für diese Internetseite, dass es keine Neuigkeiten gibt. Unsere Personaldecke ist derzeit sowas von angespannt, dass wohl keiner Zeit und Muße finden wird ein paar Sätze zu schreiben.
Freuen Sie sich deshalb auf den 25.ten November. Dann bin ich an gewohnter Stelle mit aktuellen Info´s vom Team und aus der Gärtnerei wieder präsent. Bis dahin alles Gute und auch Ihnen eine schöne Zeit wünscht Ihnen Ihr
Franz- Josef Lesker
28.10.2011
Wer uns, wer bioLesker noch aus den Anfängen kennt, der weiß, wie klein wir angefangen sind. Hauptberuflich schlossern, nebenbei ein bisschen Ökolandbau. Von Einigen belächelt, von Anderen verspottet. Die Zeiten sind Gott sei Dank vorbei. Bio ist alltäglich geworden und gewinnt immer mehr Anhänger. Das belegen auch die aktuellsten Zahlen wieder. Das größte Vertrauen haben in den ersten drei Quartalen diesen Jahres die Bio- Hofläden, die Direktvermarkter genossen. Mit über zwanzig Prozent Wachstum, bei uns sogar fast 25 % Wachstum, liegen die Bio-Hofläden weit vor allen anderen Vermarktungsformen im Naturkostbereich.
Vertrauen ist neben einer hohen Qualität für bewußte Verbraucher ein eindeutiges Kaufkriterium. Das zeigt sich in Jahren wie diesen, mit Dioxin zu Beginn und EHEC in der Mitte des Jahres, besonders deutlich.
Und natürlich ist dieses Vertrauen begründet. Unsere hohen Qualitätsanforderungen, die Kontrollen im Bio-Bereich, die Transparenz und auch die Philosophie und der Idealismus mit denen viele Bauern und Gärtner, Bio-Verarbeiter und Hersteller, ihr Ding machen, schaffen dieses Vertrauen.
Das ist ein enormer Vorschuß, den die Bio-Branche genießt und den es zu verteidigen gilt. Der aber nicht immer einfach zu kommunizieren ist. Denn gerade der Bereich Lebensmittel wird immer undurchschaubarer. Es ist schwer, gegen die ständigen Werbeaussagen der Nahrungsmittelgiganten anzustinken. Wir haben das übrigens aufgegeben. Zwar hat Henry Ford einmal gesagt, wer aufhört Werbung zu machen um Geld zu sparen, kann genauso gut seine Uhr anhalten um Zeit zu sparen. Dennoch lassen wir nur noch unsere Produkte und unseren Service sprechen. Abgesehen von ein paar Info-Ständen und unserem zweijährlich stattfindendem Hoffest und den Führungen.
Die gesparten Ressourcen stecken wir lieber in die Produktverbesserung und in die vielen Arbeitsfelder, die auch der ökologische Landbau noch hat um wirklich zukunftsfähig und besonders nachhaltig zu sein. Und auch das ist nötig, denn auch der Ökologische Landbau hat noch offene Flanken, mit denen wir nicht wirklich zufrieden sein können.
Lebhafte Diskussionen bei Bioland und in den anderen Verbänden sorgen aber dafür, dass es in jederlei Hinsicht Verbesserungen gibt. Und so muss es auch sein: Der Ökologische Landbau als Zukunftsmodel und Innovationstreiber.
Was hier mit mickrigen Fördergeldern (wir haben keine Lobby, die durch Produkte viel Geld verdienen kann - Düngerindustrie, Chemiekonzerne etc.) für die Nachhaltigkeit und die Umsetzbarkeit von chemiefreien Lösungen in der Praxis in den letzten Jahren passiert ist, stimmt hoffnungsfroh.
Der Ökolandbau muss mit gutem Beispiel vorangehen.
In diesem Sinne wünscht Ihnen alles Gute Ihr
Franz- Josef Lesker
15.10.2011
Manchmal müssen wir uns bestimmter Dinge bewußt werden, damit wir Zusammenhänge erkennen können. So hat unsere Erdkruste zwar einen oberen und unteren Mantel von insgesamt knapp 2900 km, bevor es flüssig und richtig heiß wird. Aber die 40 km fester Erdkruste oben drauf sind im Vergleich dazu nicht wirklich viel.
Der Unterschied aber von diesen 40 km oder anders, 40.000 m, zu den 10-30 cm, von denen wir alle leben, ist noch viel größer.
30 cm. Von diesen 30 cm hängt Wohl und Wehe der Menschheit und vieler weiterer Lebewesen ab. Von diesen 30 cm muss alle Nahrung die wir uns täglich einverleiben, kommen. 30 cm lebend verbautes, verwittertes Mineralgestein.
Das jährlich weltweit aus Millionen von Hektar einst fruchtbarem Boden, nutzloser Sand wird, bekommen wir kaum mit, es sei denn als Sandsturm. Denn obschon sich im Boden mehr Lebewesen tummeln als auf der Erde, so ist doch keines dabei, dass die Klappe aufmachen und uns wachrütteln könnte.
Der Boden hat keine Lobbyisten und auch kaum wohlwollende Fürsprecher. Boden ist Spekulationsobjekt, wird zugepflastert und alles andere als gut behandelt. Der Verlust der natürlichen Bodenfruchtbarkeit ist ein schleichender Prozess und deshalb nicht in unserem Bewußtsein.
Und selbst wir als ökologisch arbeitende Gärtner und Bauern wissen eigentlich noch viel zu wenig über die Vorgänge und Wirkmechanismen im Boden. Und auch wir kämpfen damit, im Tagesgeschäft diese wichtigste aller Lebensgrundlagen nicht aus den Augen zu verlieren und angemessen zu bedenken.
Und doch, ohne diese 30 cm sieht´s wohl ziemlich düster aus für uns. Natürlich können wir Tomaten, Gurken, Paprika und mittlerweile auch Salate in Rinnen mit Torfsubtrat und einer entsprechend eingestellten Nährlösung ziehen. Die Erträge liegen sogar deutlich über den unsrigen. Aber stellen Sie sich das einmal für Getreide und Reis vor, für Gras, Bäume, Sträucher, Blumen und alles andere an Grün. Undenkbar.
Der Mensch wird niemals in der Lage sein die komplexen Vorgänge im Boden nachzubilden. Wir täten deshalb gut daran, dem Boden mehr Bedeutung zu schenken. Nicht der schnellen Versorgung der Pflanzen mit Mineraldünger, sondern einer wirklichen Gesundung des Bodens, aus der heraus er selbst in der Lage ist, uns wohlschmeckende, gesunde und ausreichende Mengen an Lebensmitteln zur Verfügung zu stellen. Der Vorschlag für eine ökologischere Landwirtschaft von EU- Agrarkommisar Dacian Ciolos in dieser Woche ist ein erster winziger Schritt in die richtige Richtung. Nachhaltige Bodenbewirtschaftung heißt Humusauf- nicht Abbau, heißt Respekt und Ehrfurcht vor dem größten lebenden Organismus auf dieser Erde.
Mit bodenständigen Grüßen aus Stadtlohn wünscht Ihnen alles Gute Ihr
Franz- Josef Lesker
30.09.2011- 14.10.2011
Heißdampf ist, wenn man sich einmal die Mühe macht und etwas recherchiert, ein vielseitig eingesetztes Medium. Viele Produktionsprozesse kämen ohne Heißdampf nicht aus. Selbst im Haushalt wird heute zur Oberflächenreinigung der Dampfreiniger eingesetzt.
Gemüsebau unter Glas ist für den Boden etwas ähnliches wie Hochleistungssport für uns Menschen. Dem Boden werden permanent Höchstleistungen abverlangt. Da kann er schon einmal müde werden. Im konventionellen Unterglasanbau umgeht man diese Bodenmüdigkeit dadurch, dass die Tomaten und Gurken in Rinnen, Torf- und oder Kokos- oder Steinwollsubstraten stehen. Also nicht im natürlichen Boden, sondern quasi in einer Nährlösung, die von einer Düngerunit (Einheit) zusammengemischt wird.
Diesen Weg wollen wir im ökologischen Landbau nicht gehen. Wir glauben, auch wenn die Erträge deutlich niedriger sind, dass es des gesunden Bodens und all seiner Lebewesen und Mikroorganismen bedarf um gesundes und leckeres Gemüse zu kultivieren.
Was aber tun, wenn der Boden müde wird? Hier machen wir uns ein Verfahren zu Nutze, dass bereits die alten Ägypter und Inder vor mehr als 4000 Jahren kannten: Die Dämpfung des Bodens über heiße Temperaturen. Was früher die dünne und durch die Sonne stark erhitzte Wasserschicht auf dem Acker war, ist heute, auch weil wir keine ausreichende Sonneneinstrahlung dafür haben, die Bodendämpfung mittels Heißdampf.
Nach einer tiefen Lockerung des Bodens auf 30 cm, wird dieser mit einer speziellen Isolierfolie abgedeckt. Anschließend wird für mehrere Stunden heißer Dampf unter die Folie geblasen. Durch die Erhitzung des Bodens bis in 30 cm Tiefe, entledigen wir uns aller schädlichen Organismen und Erreger. Anschließend wird der Boden durch Komposttee und andere "gute Bakterien und Organismen" wieder belebt und verlebendigt. Die Regenwürmer wandern während der saunaähnlichen Verhältnisse in tiefere Bodenschichten um später im oberen Bodenbereich wieder ihre wichtige Lockerungs- und Verdauungsfunktion wahrzunehmen.
Da die Erhitzung des Dampfes Energie kostet, ist diese Bodendesinfektion nur nach Absprache mit Bioland und einer ausgestellten Ausnahmegenehmigung erlaubt. In diesem Winter werden wir erstmals seit 1993 unser altes Gewächshaus dämpfen. Zu groß waren die Ertrags- und Geschmacksdepressionen in den letzten zwei Jahren. Im Freiland ist diese Art der Desinfektion bei Bioland übrigens verboten. Hier gibt es genügend Spielraum für ausreichend große Fruchtfolgen, so dass der Boden keine Ermüdungserscheiningen zeigen sollte.
Ich wünsche Ihnen, dass auch Sie ab und an eine Möglichkeit finden, Ihren ganz persönlichen Resetknopf zu drücken, um dann wieder voller Vitalität und Fitness durchzustarten. In diesem Sinne alles Gute wünscht Ihnen Ihr
Franz- Josef Lesker
23.09.2011
Liebe Leserin, lieber Leser,
passend zum Herbstanfang heute möchten wir Sie einstimmen auf die leckeren Herbst- und Wintergemüse die es bald wieder gibt. Dem ein oder anderen wird der Sommer (welcher Sommer?) mit etwas Wehmut abgehen.
Das kann ich verstehen, denn auch wir waren mit dem, was Petrus für uns in diesem Jahr so vorgesehen hatte, nicht immer einverstanden. Aber, es soll ja noch einmal richtig schön werden.
Das wäre gut, denn Knollensellerie, Pastinaken, Möhren und unser Herbstspinat wollen noch wachsen. Auch unser spät gesäter Hokkaido Kürbis muss noch etwas zulegen. Viel zu früh waren wir wieder mit unserem Grünkohl. Bereits seit 4 Wochen versuche ich den in unseren Gemüsekisten unterzubringen, aber die Kistenplanung setzt mir immer ein P davor. Kann ich ja auch verstehen.
Gut tut die Sonne auch den Tomaten und Gurken sowie dem Paprika. Gurken gibt es noch bis etwa 2.te Oktoberwoche, Tomaten bis etwa Ende November, Paprika bis Mitte Oktober.
Gerade die Gurken müssen noch etwas Sonne haben, damit auch die letzten noch bis Ende kommender Woche ausreichend Gewicht zulegen. Dann heißt es ganz schnell alle Pflanzen raus, alle Heizungsrohre nach oben ziehen, den Boden durchdringend wässern, bearbeiten, wässern, bearbeiten, vorbereiten und etwa eine Woche nach der letzten Gurkenernte wird Kopf,- Batavia- und Eichblattsalat gepflanzt, der, mit gutem Wetter und etwas Glück, auf den Punkt zu Weihnachten erntereif ist. Eine gute Alternative zu französischem Salat um die Zeit.
Aus dem Freiland kommen jetzt bzw. in Kürze Zwiebeln, Schalotten, Porree, Blumenkohl und Broccoli, Möhren, Pastinaken, Chinakohl, Grünkohl, Rote Bete und noch etwa eine Woche lang Buschbohnen.
Freuen können Sie sich schon auf einen späten Satz Kohlrabi, den wir direkt nach den Mini-Gurken im Folienhaus gepflanzt haben. Spätestens Anfang November ist der dann erntereif.
Sie sehen, es geht bei uns voll durch. Egal in welcher Jahreszeit, frisches Gemüse gibt´s bei uns immer.
Bis zur kommenden Woche wünscht Ihnen alles Gute Ihr
Franz- Josef Lesker
16.09.2011
Am Wochenende war es wieder soweit: Unser Naturkostgroßhändler Weiling hatte zur diesjährigen Hausmesse geladen. Wir von bioLesker waren in zwei Missionen auf dieser Messe unterwegs. Zum einen galt es für das Laden und Büro-Team neue und interessante Produkte zu entdecken, zu probieren und auszuwählen.
Das ist bei zwei großen Messezelten, gefühlten 40° und Dampfsauna-Luft am Samstag, nicht immer einfach. Dennoch haben wir wieder einen aktuellen Einblick in die Entwicklung der Branche bekommen und viele Produktneuheiten kennen gelernt.
Es lohnt sich also zukünftig etwas öfter die Rubrik "Neue Produkte" im Shop anzuklicken.
Zum anderen war ich persönlich da, um den Weiling Kunden, also den Geschäftsinhabern und Angestellten der von Weiling belieferten bioläden, Rede und Antwort über unsere, an Weiling gelieferten Gemüse, zu stehen.
An unserem Gemeinschaftsstand mit fünf weiteren "exklusiven" Erzeugern aus der Region - das Gemüse der Exklusivlieferanten gibt es nur in den von Weiling belieferten bioläden- ging es denn auch bunt zu: Paprika in allen Farben, Tomaten in Hülle und Fülle, Gurken, Rucola und mehr.
Da kam so manche Frage auf die beantwortet werden musste.
Aber natürlich nutze ich die Weiling Messe auch immer um Kollegen zu treffen, sich über den Anbau, neue Sorten, Probleme mit dem Wetter usw. auszutauschen.
Die Bekannteste von bioLesker ist allerdings unsere 11-jährige Tochter. Sie gehört seit sie laufen kann zur bioLesker Besuchergruppe, kennt alle Weiling Kundenbetreuerinnen und viele der Aussteller. Das wir ihr am Ende der Messe als Packesel dienen müssen, kennen wir ja seit Jahren. Dieses Jahr hat sie aber den Vogel abgeschossen und einen gut 3 kg schweren Käselaib zu all den anderen Dingen ergattert.
Geschäftstüchtigkeit scheint ihr quasi mit in die Wiege gelegt worden zu sein.
Ihnen ein schönes Wochenende, machen Sie´s gut und bleiben Sie gesund, Ihr
Franz- Josef Lesker
03.09.2011
Liebe Leserin, lieber Leser,
wir von bioLesker hoffen, dass Sie eine schöne und unbeschwerte Urlaubszeit genießen konnten und begrüßen Sie zurück. Die Tage werden ja nun schon deutlich kürzer. Der herbstliche Morgennebel kündet vom Ende des Sommers.
Für uns heißt das, es wird entspannter. Auch wenn das vergangene Wochenende mit seinen heißen Temperaturen bei uns noch einmal alles an Manpower und Technik gefordert hat. Aufgrund des vielen Regens in den Wochen zuvor konnten wir die Zwiebeln und Schalotten nicht ernten. Die Fläche war dann auch nur wenige Tage befahrbar. In einer Hauruckaktion haben wir dann mit fast allen Mitarbeitern - eine Vollmaschinelle Ernte war nicht möglich - von knapp 10.000 qm Zwiebeln und Schalotten per Hand aufgelesen, die Fläche direkt wieder bearbeitet und die Lauenauer Aktivhumus-Mischung eingesät. Die ist besonders gut für den Boden, bindet Stickstoff, wurzelt tief und bietet gerade den Regenwürmern einen enorm vielseitigen Speiseplan.
Zeitgleich galt es die Zwiebeln und Schalotten, die in sonnigeren Jahren auf dem Feld vortrocknen, möglichst schnell und schonend zu trocknen. Das gelingt uns mithilfe unseres Hackschnitzellieferanten aus dem Nachbarort. Er hat Trocknungstechnik an verschiedenen Biogasanlagen stehen die wir nun für unsere Zwiebeln und Schalotten nutzen. Nach der Trocknung werden diese dann in Großkisten zu jeweils 400-500kg gelagert und weiter belüftet.
Und auch im Gewächshaus sehen wir die Hauptkulturen Tomaten und Gurken dem Ende entgegen gehen. Die Tomaten sind geköpft, so dass die Pflanze nicht weiter nach oben wächst sondern die bereits angesetzten Früchte zur Abreife kommen können. Ende Oktober kommt dann Feldsalat ins Glashaus, der zu Weihnachten erntereif sein soll.
Die Gurken stehen noch bis Ende September, darauf folgt dann Kopf,- Batavia- und Eichblattsalat, der ebenfalls zu Weihnachten fertig sein soll.
Ersten Feldsalat gibt es übrigens ab sofort aus dem Freiland. Was wir im letzten Jahr als Versuch gestartet haben, nämlich nach den Kartoffeln direkt Feldsalat zu pflanzen, hat sich bewährt und wird in diesem Jahr auf fast 7.000 qm von uns praktiziert.
Soviel aus unserem Gemüsebau als kleines Info-Update nach den Ferien.
Machen Sie es gut, bleiben Sie gesund und uns erhalten, Ihr
Franz- Josef Lesker
19.08.2011
Liebe Leserin, lieber Leser,
wo Sie sonst wöchentlich aktuelle Info´s finden, geht es derzeit etwas ruhiger zu. Viele Kunden und Leser sind im Urlaub. Deshalb gönnen wir uns eine kleine Schreibpause bis zum Ende der Ferien.
Ab dem 02.09. gibt es an dieser Stelle wieder aktuelle Info´s von uns oder aus der Branche.
Ihnen weiterhin erholsame Ferien und gutes Wetter.
Ihr bioLesker Team
29.07.2011
Wer kleinere kinder hat weiss: Die letsten Tage vor die Ferien sind ziemlich aufreibent. Zeugnise stehen befor, leererkonferenzen werden abgehalten, der lernstreß ist raus.
Die Kinder könen den ferienbegin einfach nich abwarten.
Und wenn sie, die Kinder, in der Schule gut aufgepasst haben und nicht ein so schlechtes Deutsch wie oben geschrieben an den Tag legen, haben sie sich die Ferien ja auch verdient.
Ganztagsschule entspricht doch schon fast einem vollen Arbeitstag. Willkommen in der Leistungsgesellschaft bzw. in der Vorbereitung darauf.
Gleichzeit aber sind wir Deutschen auch Reiseweltmeister. Und zu den gerade begonnen Ferien wünschen wir allen, die tatsächlich auch Urlaub haben, erholsame und angenehme Tage. Hier oder wo auch immer. Allen anderen bleibt, wie einem Teil vom bioLesker Team, nur die Gewissheit, dass es auch für uns irgendwann wieder heißt: Ab in den Urlaub.
Übrigens bleibt unser Hofladen während der Sommerferien, wie in den vergangenen Jahren auch, jeweils am Donnerstag geschlossen.
Machen Sie´s gut,
Ihr
Franz- Josef Lesker
15.07.2011
Auch auf die Gefahr hin zu enttäuschen: Nein, auf den "helle"nischen "Wahnsinn" und die Art und Weise wie schwach unsere und der Rest der europäischen Politiker damit umgehen, gehe ich hier nicht ein. Weder bin ich Finanzmarktexperte noch, von der Hochzeitsreise mal abgesehen, Griechenlandkenner. Als Gärtner habe ich mit ganz anderem Wahnsinn zu tun.
Zum Beispiel mit dem Wahnsinnswetter - egal ob Sonne oder Regen. Für uns passt es fast nie. Zum wahnsinnig werden. Will man hacken und Unkraut jäten, regnet es. Will man pflanzen und säen, ist die Erde so trocken wie in der Sahara. Bei Wind ist dann wieder ganz Wennigfeld (unser Ortsteil) unterwegs. Als Sandwolke von uns nach irgendwo....
Oder mit dem wahnsinnigen Läusedruck im Freiland in diesem Jahr. Zum Haare raufen. Gut das sich bei meinen kurzen Haaren wenigstens bei mir die lästigen Gesellen nicht einnisten.
Aber das gehört zum Job und ist im Alltag, kein Problem. Man lernt damit umzugehen und demütig zu werden. Natur und Wetter lassen sich nicht planen.
Es gibt aber auch schönen Wahnsinn. Vor genau drei Wochen und zwei Tagen haben wir unseren zweiten Satz Schlangengurken gepflanzt. Gestern habe ich die erste 300g Gurke geerntet. Das ist der helle Wahnsinn.
Gut das unsere Mitarbeiter so flink sind. Würden sie sich so langsam bewegen wie ein Faultier, würden die Ranken der Gurkenpflanzen sie als Rankhilfe benutzen. Dieses Wachstum, jeden Tag fast 10 cm, die Pflanzen sind jetzt über zwei Meter hoch, kann man nicht beschreiben. Man kann es nur erleben und staunen.
Da frage ich mich manchmal schon ob wir Menschen, analog zu den Pflanzen im Gewächshaus, auch unter optimalsten Bedingungen gedeihen. Aber das würde heißen ein neues Fass aufzumachen. Und da ich mich schon über die Griechen nicht auslassen wollte, werde ich auch zu Bildungspolitik, Kindererziehung, gute Tugenden und mehr nichts sagen.
Mir reichen die Gurken. Ich hoffe Ihnen zumindest für ein gutes Essen auch.
Herzlichst Ihr
Franz- Josef Lesker
08.07.2011



Auch in diesem Jahr haben, bei einer der zahlreichen Führungen, bereits mehrere Hundert Besucher erleben können, was ökologischer Gemüsebau unter Glas in heutiger Zeit bedeutet.
Gerade von den Hobbygärtnern kommen dabei immer viele Fragen. Und auch wenn die Zeit oft nicht reicht Manches bis ins Detail zu diskutieren, fällt doch auf, dass ein Thema immer besonders großes Interese findet: "Was macht ihr gegen Schädlinge?"
Vorweg: Das ist eine echte Herausforderung. Man braucht gute Augen, viel Gefühl für die Sache, für die Verständnisse der natürlichen Vorgänge, auch Erfahrung und vor allem Zeit.
Gute Augen und viel Zeit um zu erkennen, mit welchen Schädlingen man es zu tun hat, Erfahrung um abzuschätzen, wie schnell sie sich entwickeln werden, bei diesem Wetter, bei dem Wetter der kommenden Tage. Und viel Gefühl und Sensibilität in der Beobachtung der Entwicklung der Schädlinge und ihres Umfeldes.
Hört sich hochtrabend an, ist aber Fleißarbeit die, wenn sie zu spät oder nicht mit der nötigen Sorgfalt ausgeführt wird, dazu führt, dass z.B. ein gesunder Gurkenbestand innerhalb von zwei bis drei Wochen verloren geht.
Im ökologischen Anbau machen wir uns das Prinzip der Natur, Fressen und gefressen werden, zu Nutze. Nicht immer ist es der Größere der gewinnt, oftmals auch der Schlauere oder der mit dem besseren Konzept.
In unserem Fall heißt das Schlupfwespen, Florfliegenlarven und Marienkäfer gegen Läuse, Raubmilben gegen Spinnmilben, Raubwanzen gegen Thripse und Weiße Fliege.
Die Schlupfwespen-Arten z.B. haben ein sehr gutes Konzept: Sie stechen eine Laus in Sekundenschnelle an, legen dabei ein Ei in der Laus ab und verduften wieder. In der Laus reift jetzt eine neue Schlupfwespe, frisst diese von innen völlig auf und aus der mumifizierten Laus, siehe Fotos, schlüpft eine neue Schlupfwespe.
Diese Schlupfwespen rechtzeitig eingesetzt, verhindern die massenhafte Ausbreitung der Läuse. Wir tun also nichts anderes als das natürliche Gleichgewicht wieder herstellen. Ähnlich gehen die Raubmilben vor: Sie suchen gezielt die Eier der Spinnmilbe und vertilgen diese als Nahrung.
Unsere Aufgabe als Gärtner ist es, neben den passenden Klima- und Rahmenbedingungen für die Pflanzen, auch für die Nützlinge das passende Klima im Gewächshaus zu schaffen.
Nicht immer so einfach. Wer dieses Thema vertiefen möchte ist auf der Seite eines unserer Nützlings-Lieferanten sehr gut aufgehoben. www.katzbiotech.de
Bis zur kommenden Woche wünscht Ihnen alles Gute Ihr
Franz- Josef Lesker
01.07.2011
Jedes Jahr ist anders und in jedem Jahr sind unsere Frühkartoffeln zu einer anderen Zeit erntereif. In diesem Jahr waren die Lagerkartoffeln fast genauso schnell wie die Frühen, die Ihrem Namen nicht gerecht wurden.
Als Frühsorte haben wir in diesem Jahr die festkochende Kartoffel Annabelle. Sie ist etwas länglich, hat ein schönes gelbes Fleisch und schmeckt uns einfach wunderbar. Diesen guten Geschmack haben scheinbar auch unsere Kunden schnell mitbekommen: Wir verkaufen fast ein Drittel mehr als von den Lagerkartoffeln.
Bei den vorwiegend festkochenden Typen bieten wir in diesem Jahr wieder die bekannten Sorten Marabel und Solara an. Da Marabel sich schlechter lagern läßt als Solara ist jetzt zunächst Marabel im Angebot. Ab etwa Weihnachten steigen wir dann auf Solara um.
Was in früheren Jahren schon einmal zum Problem wurde, nämlich die Kraut- und Knollenfäule, kann uns in diesem Jahr nicht mehr schaden. Alle Sorten haben sehr gut angesetzt und schon fast die passende Knollengröße erreicht.
In diesem Jahr ist uns aber der Kartoffelkäfer mächtig in die Parade gefahren: Aufgrund des so früh so warmen und guten Wetters, hatte er ideale Bedingungen sich zu vermehren. Wir haben unsere Kartoffeln deshalb zweimal mit einem Auszug des Neembaumes behandelt. Diese Behandlung bewirkt bei den kleinen Kartoffelkäferlarven einen Fraßstopp. Die Blätter schmecken ihnen dann einfach nicht mehr.
So haben die Pflanzen Zeit mit ausreichend Blattmasse die Knollen bis zur Erntedicke zu bringen und viele gute Inhalts- und Geschmackstoffe einzulagern.
Viel Vergnügen beim Genuss unserer guten Bio-Lebensmittel wünscht Ihnen Ihr
Franz- Josef Lesker
22.06.2011
35 % mehr Umsatz im Laden
46 % mehr Kunden im Laden
2 % Abbestellungen im Lieferservice
Exakt 24.336 Gurken die wir vernichten mussten
Etwa 24.000 nicht geerntete Gurken, weil wir die Gurkenpflanzen
eine Woche eher als geplant rausgeschmissen haben um für den
zweiten Satz Gurken, der heute, am 22. Juni gepflanzt wird, Platz zu machen.
Das sind nur ein paar ganz spezifische Zahlen unseres Betriebes zur langsam abklingenden EHEC Krise. Völlig wertfrei, nicht anklagend oder sonstwie gemeint. Einfach nüchterne Zahlen, die zeigen, dass wir regional als Erzeuger ein sehr hohes Ansehen und viel Vertrauen genießen.
Die aber auch zeigen, dass unsere Ware, vertrieben über unseren Naturkostgroßhändler Weiling in Coesfeld, die z.B. in Stuttgart im bioladen liegt, genauso kritisch gesehen wird, wie Ware ohne direkten Herkunftsnachweis.
Im Zweifel, in der Krise vertraut man dann doch eher Menschen, Gesichtern und Bekanntem. Das liegt in der Natur und ist sicher nicht ungewöhnlich.
Aus den Medien ist EHEC mehr oder weniger verschwunden. Und auch wenn unser Mitgefühl den Verstorbenen und immer noch nicht wieder völlig Genesenen gilt: Wir ziehen einen Schlußstrich unter diese Krise.
Es liegt jetzt an allen Veratwortlichen die Lehren aus der eigentlichen Krise aber auch aus dem Umgang damit zu ziehen, zu analysieren und da wo es Not tut Verbesserungen herbei zu führen.
Wir tun wieder das was wir immer tun wenn alles normal läuft: Gutes Gemüse produzieren, an der Qualität feilen, Mitarbeiter befähigen immer besser zu werden, Abläufe straffen und uns für die Zukunft weiter fit machen.
Und damit ich persönlich da ab der kommenden Woche wieder aus dem Vollen schöpfen kann, schalte ich ab heute Abend und bis Samstag mal auf eine völlig andere Art und Weise wie sonst immer ein paar Gänge runter und feiere so wie es bei uns in der Bauernschaft Tradition ist ein deftiges Schützenfest mit allem was dazugehört, außer dem Königsschuß.
In diesem Sinne, auch Ihnen ein schönes Wochenende,
Ihr Franz- Josef Lesker
10.06.2011
Stellungnahme des BÖLW, der für alle Bio-Verbände und die gesamte Bio-Branche spricht.
Liebe Leserin, lieber Leser,
uns als Dienstleister, Einzelhändler, Bauer, Gärtner, Produzent obliegt es, die Verbraucher sachlich und fachlich richtig zu informieren. Wir dürfen weder in die eine noch in die andere Richtung übertreiben, müssen objektiv berichten und uns mit unserer eigenen Meinung gerade bei solch heiklen Themen wie EHEC zurück halten.
Das fällt uns jedoch zunehmend schwer. Denn jeder, ob qualifiziert oder nicht, gibt seinen Senf öffentlich ab und hält sich eben nicht an diese Regeln. Journalisten und Zeitungen die Auflage machen wollen, sogenannte Experten, die mit Unwahrheiten gegen den Ökologischen Landbau wettern, Interessensgruppen die die Gunst der Stunde nutzen.
Manche verlangen gar, die organische Düngung einzustellen. Jeder, der mit einem gesunden, fruchtbaren Boden arbeiten will, kann über solche Behauptungen nur den Kopf schütteln. Viele Menschen sind betroffen, etliche schon gestorben.
Die individuelle Tragik ist kaum in Worte zu fassen. Und dann werden in dieser Situation ungeheuerliche Halbwahrheiten und Spekulationen verbreitet.
Und die fallen auf den besten Nährboden den es gibt: Angst. Aber wovor haben wir überhaupt Angst? Ohne Frage ist der EHEC Keim kein spaßiger Vertreter und seine Herkunft und die Behandlung der Erkrankten muss sehr sehr ernst genommen werden. Aber wohin führt uns die öffentliche Panikmache? Sollen wir nur noch Dosenfutter essen? Sterile, abgekochte denaturierte tote Nahrung? Oder besser umstellen auf Atkins- Diät und nur noch Fleisch zu uns nehmen? Das ist schon dem Erfinder der Diät nicht sonderlich bekommen.
Wir alle leben mit Keimen und Bakterien zusammen, benötigen diese sogar zum Überleben. Werbung für Desinfektionsmittel mit roten Keimen auf dem Telefonhörer, auf der Klobrille und anderswo wollen uns weißmachen das alle Bakterien schlimm sind und bekämpft werden müssen. Natur und das wird gleichgesetzt mit Bio, ist dreckig und unsauber, ist gefährlich. Dann doch lieber synthetisierte Lebensmittel mit möglichst vielen E- Nummern, oder?
Das einzige was wir erreichen, ist das wir uns selbst bekämpfen. Es kann auch in unserer zivilisierten und hygenisierten Welt kein Leben gegen die Natur geben. Den Kampf gegen Keime und Bakterien können wir Menschen nicht gewinnen. Nicht durch übertriebene Hygiene und auch nicht durch den Verzehr toter Nahrung.
Die Hysterie hat Ausmaße angenommen die mir mehr Sorgen macht als irgendwelche Coli-Bakterien. Denn die moderne Gesellschaft ist soweit entfernt von den natürlichen Prozessen, dass reelle Gefahren kaum noch eingeschätzt werden können. Was uns bleibt, ist, Ruhe zu bewahren, unsere Überzeugungen weiterzuleben und aufzuklären. Niemand weiß, woher die gefährlichen neuen Keime stammen. Dass sie kommen, ist eine epidemiologische Selbstverständlichkeit, da sich Keime und Bakterien mit ihren
kurzen Lebenszyklen rasant verbreiten und immer neue, manchmal aggressivere Stämme bilden, die Menschen auch krank machen können. Aber wie sieht eine Gesellschaft aus, die einen hoffnungslosen Kampf gegen ihre Umwelt führt?
Wir wollen (und müssen) mit der Natur leben, nicht gegen sie! Wir machen uns selbst krank. Als die innerdeutsche Grenze fiel, hatten die Kinder im Osten, in der ehemaligen DDR so gut wie keine Allergien. Nur zehn Jahre später, hatte sich das Allergienieveau dem Westdeutschen angepasst. Wie das wohl kann? Meister Propper und die Ente im WC und alles ist ok? Wie Studien belegen wohl kaum.
Was ich mir wünsche und da danke ich auch allen Kunden die uns in dieser Hinsicht mit starken Argumenten aus einem gesunden Menschenverstand heraus unterstützt haben, ist, dass wir Dinge, seien sie noch so schlimm, differenziert hinterfragen und nicht pauschal auf alles was in den Medien verbreitet wird hereinfallen.
Einmal mehr mein Wunsch am Schluß für Sie: Bleiben Sie gesund! Auch im Kopf!
Ihr
Franz- Josef Lesker
31.05.2010
Liebe Kunden, liebe Leser,
scheinbar hat mein Statement vom 27.05.2011 (siehe unten) doch einigen Interpretationsspielraum gelassen. Sollte ich in irgendeiner Weise dadurch zur Verunsicherung beigetragen haben, so war es nicht beabsichtigt.
Ich gebe deshalb im Folgenden Auszüge aus der Kommunikation mit Kunden wieder, die sowohl die Zusammenstellung unserer in dieser Woche ausgelieferten und noch anzuliefernden Abokisten, wie auch unsere Stellungnahme etwas irritiert hat:
"Auch wenn es Sie überrascht: Wir sehen nicht den geringsten Grund unsere hochwertigen Produkte nicht weiter zu verkaufen.
Denn alles in den Medien bisher Gesagte, Geschriebene und Behauptete sind, zumindest was den eigentlichen Infektionsherd angeht, Spekulationen. Kontaminationsmöglichkeiten kommen sicher Tausende in Betracht. Es muss sich dabei nicht einmal im weitesten Sinne um Gemüse handeln.
Warum sind wir uns so sicher? Nun, wir tun hier und das nicht nur in Zeiten populistischer Berichterstattung, alles dafür, um Infektionen zu vermeiden. Unsere Mitarbeiter führen alle Pflege- und Kulturarbeiten in den Tomaten, den Gurken, im Salat usw. mit Latex-Handschuhen aus. Auch alle Erntearbeiten und die Sortierung, das Verpacken usw. geschieht mit Latex- oder Baumwollhandschuhen.
Selbstverständlich halten wir die üblichen Hygienevorschriften wie Händewaschen usw. ein. Seit dem ersten Auftreten des EHEC Erregers desinfizieren sich alle Mitarbeiter zusätzlich regelmäßig die Hände.
Der Hinweis auf eine ausstehende Laboruntersuchung auf unserer Homepage, zielte darauf ab, dass wir zusätzlich zu den oben beschriebenen Selbstverständlichkeiten, alles uns Mögliche tun um Ihnen als Verbraucher die größtmögliche Sicherheit zu bieten. Die Untersuchung ist für uns keine Frage von belastet oder unbelastet. Wir sind sicher, dass unsere Produkte völlig ok sind. Ansonsten müssten wir ja selber auf den Genuss unseres Gemüses verzichten. Und das haben wir nicht vor.
Dennoch wissen wir natürlich um die Verunsicherung der Verbraucher. Kaum ein Verbraucher kennt heute noch die Herstellungsprozesse, die Anbaubedingungen von Lebensmitteln. Und die vielen Skandale die als Ursache tatsächlich Gier und Gewinnmaximierung hatten, tun ihr Übriges.
Wir verkaufen unsere Gurken seit Anfang März, unsere Tomaten seit fast 4 Wochen und natürlich essen wir all unsere Gemüse selber täglich und auch unsere Mitarbeiter und Tausende von Menschen.
Wie schon geschrieben: Die Entscheidung ob Sie uns und unseren Produkten vertrauen, müssen Sie, muss jeder Verbraucher selber treffen. Wir haben alles dafür getan hochwertige Lebensmittel anzubauen. Mehr geht sicher nicht."
Ihr Franz- Josef Lesker
27.05.2011
Mit EHEC ist nicht zu spaßen. Auch deshalb hat das Robert-Koch-Institut (RKI) eine Warnung vor Salat, Gurken und Tomaten aus Norddeutschland herausgegeben.
Gestern kam heraus, dass an spanischen Gurken die EHEC Erreger nachgewiesen wurden. Eine Kontamination in der Produktion, im eigentlichen Anbau schließe ich als Gärtner so gut wie aus.
Viel eher stehen für mich andere Fragen im Vordergrund:
Wie und unter welchen Bedingungen kam die Ware nach Deutschland?
Wie und mit welchen anderen Lebensmitteln/Stoffen wurde die Ware gelagert?
Womit wurden die Gurken gereinigt, gewaschen oder worin wurden sie verpackt? Waren die Kisten sauber?
Es gibt viele Möglichkeiten wie die Gurken an den Erreger gekommen sind. Schön wäre, wenn das RKI und andere etwas mehr differenzieren würden.
So haben wir z.B. seit Anfang März über 250.000 Gurken verkauft. Unser Waschwasser ist auch unser Trinkwasser. Ich glaube nicht, dass unsere Kunden hier irgendetwas zu befürchten hätten. Denn alles ist transparent und nachvollziehbar.
Und das ist eben der Unterschied zu anonym auf den Großmärkten gehandelter Ware. Die geht einfach durch viel mehr Hände. Da kann nach der Ernte viel mehr passieren.
Dennoch wollen auch wir uns erst dann freisprechen wenn ein Labor die Unbedenklichkeit unserer Produkte bescheinigt. Wir haben deshalb Gurken, Tomaten und Salat zu einem akkreditierten Labor in unserer Region gebracht und warten nun mit Hochdruck auf die Ergebnisse, die wir für Montag oder Dienstag erwarten.
Wer solange auch unsere Gurken, Tomaten und unseren Salat meiden möchte, soll dies gerne tun. Da kann das Gemüse noch so bio und noch so gut sein: Wird es mit einem schlechten Gefühl oder gar Angst heruntergeschluckt, hat es keinen Wert. Nicht für Sie und auch nicht für uns.
Sobald wir die Ergebnisse vorliegen haben, werden wir sie an dieser Stelle veröffentlichen.
Es grüßt Ihr,
Franz- Josef Lesker
20.05.2011

Bei den oben genannten handelt es sich nicht, wie Sie sich wahrscheinlich schon denken können, um ein Ochsenherz im eigentlichen Sinn, sondern um eine Tomate. Schließlich sind wir Gärtner und keine Metzger.
Den brauchen wir erst wieder, wenn es ans Befüllen der Couer de Bouef geht. Und dafür eignet sich die Ochsenherz sicher besser als jede andere Fleischtomate.
Und wer so aussieht hat natürlich auch keinen anderen Namen verdient. Trifft dieser doch den Nagel auf den Kopf.
In Italien wird die Ochsenherz oftmals sogar grün geerntet und roh gegessen. Ich glaube hierzulande freunden wir uns mehr damit an, sie am Strauch so lange es geht reifen zu lassen um sie dann mit einer leckeren Hackfleisch-Schafskäsemischung zu füllen.
Vegetarisch würden wir zu einer Linsen oder Bohnenfüllung tendieren. Rezepte dazu gibt es im Netz ohne Ende. Wichtig scheint zu sein, dass die Tomate beim Aushöhlen nicht verletzt wird. Denn nur so, unverletzt eben, kann sie den Saft der Füllung halten und zu einem schnell gemachten Gourmetgenuss werden.
Aber auch im Salat und auf dem Brot macht sich die Couer de Bouef gut. Nicht das Sie einen umwerfenden Geschmack hätte - da sind kleinere Tomaten ihr natürlich voraus. Von einer Fleischtomate erwartet man aber ja auch zu Recht anderes. Einer ihrer großen Vorteile liegt sicher darin, dass sie fast kernlos und saftlos ist. Kein Glibber und Saft der vom Tomatenbrot läuft, kein Wasser das den Salat wässrig macht.
Was mir so gut gefällt ist, dass ich mit einer Scheibe Tomate mein ganzes Brot bedeckt habe. Keine Hochstaplerei einzelner Tomatenscheiben, die einem dann gern schon mal von der Stulle rutschen. Auch die fein gehackten Zwiebeln, die für mich, wie frisch gemahlener Pfeffer und Salz auch, auf jedes Tomatenbrot gehören, liegen perfekt.
Probieren Sie´s aus. Fragen Sie auch in Ihrem bioladen vor Ort nach Ochsenherz-Tomaten. Über unseren Naturkostgroßhändler Weiling in Coesfeld bekommen Sie dann unsere neueste Tomatenauslese.
Viel Spaß beim Probieren und zubereiten wünscht Ihnen Ihr
Franz- Josef Lesker
13.05.2011
Am vergangenen Mittwoch war es wieder soweit: Die jährliche Bio-Kontrolle hatte sich angekündigt um unseren Betrieb zu durchleuchten.
Stimmen die Einkaufsbelege, ist nur biologisches Saatgut verwendet worden, findet man im Hofladen nur Bio-Produkte und sind diese richtig gekennzeichnet.
Dabei kommt der Kontrolleur nicht nur um alles augenscheinlich einmal abzunehmen. Nein, die Kontrolle geht viel tiefer: Da werden Warenflusskontrollen gemacht um herauszufinden, ob nicht mehr von einem Produkt verkauft, wie eingekauft wurde. Denn das könnte auf Betrug hindeuten.
Da wird die Kennzeichnung der Produkte genauesten kontrolliert. Egal ob im Laden an der Obst- und Gemüsetheke, in der Fleisch- und Wursttheke oder im Internetshop und auf den Rechnungen. Ohne korrekte Kennzeichnung hagelt es Abmahnungen.
Und natürlich werden die Läger, Kühlhaus, Kartoffellager, Gemüselager usw. inspiziert. Der Zustand des Gemüses, dass Aussehen, der Pflanzenhabitus und der Zustand des Feldes sagen dem geübten Prüferblick oftmals mehr als trockene Rechnungsbelege. Die natürlich auch sehr genau geprüft und kontrolliert werden.
Bis auf ein paar kleine Abweichungen war aber auch im 18.ten Jahr unserer Biolandzugehörigkeit wieder alles in Ordnung so dass in Kürze das neue Bioland- Zertifikat ausgestellt wird.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Bei uns können Sie sich sicher sein.
Alles Gute wünscht Ihnen Ihr
Franz- Josef Lesker
29.04.2011
Sicher könnte man im ersten Moment bei dem Wort Freizügigkeit auf den Gedanken kommen, es handele sich hier um etwas Anstößiges.
Tut es aber nicht. Vielmehr geht es im eigentlichen Wortsinn um das freie ziehen, also Reisen usw. innerhalb der Europäischen Union. Denn ab dem 1.Mai, ironischerweise am Tag der Arbeit, an dem vor vielen Jahren Menschen für bessere Arbeitsbedingungen kämpften, sollen unsere Europäischen Nachbarn auch in Deutschland arbeiten dürfen.
Jetzt überrennen Sie uns also, die Polen und Slowenen, die Tschechen und weitere Landsleute um hier für uns günstig zu arbeiten.
Manch einem wird da gar Angst und Bange. Schließlich sind Arbeitsplätze in Gefahr. Aber ist das wirklich so? Wahrscheinlich wird und die Wirklichkeit wieder eines besseren belehren und alles ist halb so wild. Schließlich muss man ja auch mal die Chancen sehen.
Und bei all dem darf man auch die Tatsachen nicht aus den Augen verlieren. Denn schon seit vielen vielen Jahren arbeiten jedes Jahr mehrere Hunderttausend Saisonarbeitskräfte auf unseren Feldern, am Bau, im Gastgewerbe usw..
Arbeiten die kein Deutscher wirklich machen will. Die pure Not treibt die Genossen über die Grenze. Und das ist doch auch gut so, oder wollen wir wirklich noch mehr für unsere Lebensmittel bezahlen. Ist doch eh alles schon viel zu teuer.
Ganz zu schweigen von den schwarz arbeitenden Pflegekräften in den Haushalten. Oh, oh....!
Wir jedenfalls sind froh darüber, dass Polen, Rumänen und Co. so fleißig im Gemüsebau arbeiten. Ohne diese tatkräftige Hilfe wäre kein Gemüsebau in Deutschland, wahrscheinlich weltweit, mehr denkbar. Zumindest nicht bei den Gemüsepreisen.
Warten wir einfach einmal ab wie´s läuft. Ich glaube the german Desease, die deutsche Krankheit, macht uns hier wieder mehr zu schaffen als die Wirklichkeit später.
In diesem Sinne, bleiben Sie gesund, Ihr
15.04.2011
Damit Sie auch in diesem Jahr Ihre Ware rechtzeiztig zu Ostern bekommen, beachten Sie bitte unsere Bestell- und Auslieferungshinweise, die wir hier für Sie zusammengefasst haben.
Wir alle, das gesamte bioLesker Team sowie Familie Lesker wünschen Ihnen ein frohes Osterfest bei hoffentlich gutem Wetter.
Machen Sie´s gut!
08.04.2011
Gerade jetzt, wo Sie dies lesen, werden irgendwo auf der Welt wieder jede Menge Bäume gepflanzt. Und so unglaublich es klingen mag, verantwortlich dafür ist nicht Greenpeace oder eine andere große Organisation sondern ein 13 Jähriger aus einem kleinen Ort in Bayern am Ammersee. 2007 hatte der damals 9 jährige Felix Finkbeiner ein Referat über die Klimakrise geschrieben.
Bei den Recherchen dazu stößt er auf die kenianische Umweltaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai die in 30 Jahren 30 Millionen Bäume gepflanzt hat.
So entsteht "Plant-for-the-Planet". Eine mittlerweile weltweite Offensive. Das ursprüngliche Ziel, 1 Million Bäume zu pflanzen war bereits nach zwei Jahren erreicht. Heute ist das Ziel 131 Millionen. Aber eigentlich will Felix noch mehr.
Vor der UN Vollversammlung, ein 13-jähriger spricht vor der UN Vollversammlung, dass muss man sich einfach einmal vorstellen, hat er die 1 Billion Bäume als erklärtes Ziel gesetzt.
Was bedeutet das? Es bedeutet viel mehr als die 3 Tonnen CO², die jeder Baum im Laufe seines Lebens speichert und so der Atmosphäre entzieht. Es bedeutet auch, dass Kinder und Jugendliche weltweit über die neuen Medien eine Möglichkeit gefunden haben, aktiv zu werden, etwas zu bewegen, Dinge ins Rollen zu bringen.
Da werden Jugendparlamente im Netz gebildet, da vernetzen sich die Kids weltweit zu solch einflussreichen Größen, dass wir Erwachsenen erst einmal nur staunen können und im zweiten unsere Handlungen an den geschaffenen Tatsachen der Kinder ausrichten müssen.
Ich finde das so toll, dass wir ab sofort z.B. von jedem Besucher, der an einer unserer zahlreichen Führungen teilnimmt, 2 € verlangen. Das Geld werden wir an Plant-for-the-Planet spenden, die damit wiederum Bäume pflanzen.
Und was ich ebenfalls einfach nur super finde ist, dass es für keinen kein Argument mehr gibt, man könne alleine doch eh nichts bewegen und verändern.
Ich glaube immer mehr daran, dass wir in der Welt leben, die wir selbst geschaffen haben. Gedanken erschaffen Wirklichkeit. Fangen wir endlich an besser und nachhaltiger zu denken. Dann wird auch unsere Welt eine bessere werden.
Und wer wenn nicht wir, die wir uns nicht mit Hunger, Krieg und dem täglichen Überlebenskampf auseinandersetzen müssen, hat Zeit und Muße über solche Dinge nachzudenken? Denken Sie mal drüber nach.......
Liebe Grüße sagt
02.04.2011
Die "Neuen" liegen schon in der Erde bzw. werden in Kürze gelegt, die "Alten" liegen dunkel und gekühlt bei 2°C im Kühlhaus.
Die Rede ist von unseren Kartoffeln. Und davon, dass wir jedes Jahr auf´s Neue im Frühling abschätzen müssen, wie lange die Lagerkartoffeln noch reichen und wann wohl, aufgrund des Wetters, mit den ersten Frühkartoffeln zu rechnen ist.
Eine nicht immer leichte Entscheidung, hat sich doch gezeigt, dass die ersten Frühkartoffeln aus Ägypten und später aus Spanien und Italien durchaus mal gekauft werden, die meisten Kunden aber eher unsere Lagerkartoffeln so lange kaufen, bis die eigenen Frühkartoffeln so weit sind.
Das hat zwei Gründe: Der eine ist die Qualität und der Geschmack, der andere der Preis. Ausländische Frühkartoffeln sind einfach deutlich teurer bei eher schlechtem Geschmack als unsere Lagerkartoffeln.
In den letzten Jahren konnten wir aufgrund guter Erträge immer bis zu den "Neuen" auch "Alte" anbieten. Anders herum wollen wir aber wenn die Neuen da sind, auch keine Alten mehr im Lager haben.
Wir haben deshalb ab sofort unsere Kartoffelpreise deutlich gesenkt!
Das heißt, es ist jetzt der richtige Zeitpunkt um mit einem Kartoffelabo wieder einzusteigen. Egal ob 1,5 kg, 2,5 kg oder 5 kg und mehr. Wir liefern die von Ihnen gewünschte Menge im von Ihnen gewünschten Rhythmus. Automatisch. So haben Sie immer leckere Kartoffeln im Haus. Übrigens liefern wir als vorwiegend festkochende Sorte ab sofort nicht mehr die Kartoffel Marabel, sondern die Sorte Solara. Marabel hat zum Schluß geschmacklich nicht mehr überzeugt.
Ein Abo für die Kartoffeln können Sie telefonisch, per Mail aber noch bequemer auch über unseren Onlineshop starten.
25.03.2011
Die jüngsten Nachrichten zeigen einmal mehr, dass wir uns auf unsere Politiker besser nicht verlassen. Heißt es doch immer, wichtige Entscheidungen sollten die Politiker, nicht aber die Bevölkerung in Volksentscheiden treffen.
Mittlerweile könnte man auf den Trichter kommen und denken, dass es genau anders herum wohl besser wäre. Selbst übelste Ausrutscher wie der unseres Wirtschaftsministers außen vor: Die Handlungen unserer sogenannten Volksvertreter zeigen uns dieser Tage doch klar und deutlich, dass Machterhalt an erster Stelle steht.
Als Unternehmer habe ich gelernt mich nicht zu sehr auf andere zu verlassen. Ich habe gelernt, dass wenn man etwas erreichen will, man selber viel dafür tun muss.
Jetzt sind wir alle gefragt. Ohne persönliches Tun werden wir den Dreck des "billigen" Atomstroms nicht los.
Ein Beispiel dazu: Vor drei Tagen rief mich eine Kundin an. Auch Sie hatte bereits mehrmals darüber nachgedacht auf Ökostrom zu wechseln, meinen Artikel der letzten Woche gelesen, sich aber vor dem Anbieterwechsel gescheut. Ein paar erklärende Worte später und ein Telefonat mit ihrem bisherigen Anbieter und nach weniger als 30 Minuten war der Deal perfekt. Ökostrom aus Wasserkraft aus dem heimischen Flüsschen. Vom gleichen Anbieter. Für nicht einmal 30 € mehr/Jahr. Weniger als 3 €/Monat oder 10 Cent pro Tag. Wirtschaftliche Gründe kommend da nur noch für die wenigsten Mitbürger in Frage.
Glauben Sie mir, es ist einfacher als Sie denken. Und, zumindest aus meiner Sicht, gibt es jetzt absolut überhaupt keinen Grund mehr einen Energiemix zu beziehen, der oftmals zu einem Drittel und mehr aus Atomstrom besteht.
Die Verantwortung für unsere Umwelt und diese einzigartige Erde auf der wir dieses Leben leben dürfen fängt bei jedem selbst an.
Vielleicht denkt manch einer von ihnen: Warum schreibt der Lesker nicht etwas übers Gemüse, über die Vorteile des Bio-Anbaus, über erfreuliche Dinge.
Nun, www.biolesker.de ist eben mehr als eine Verkaufsplattform. Es ist auch ein Informationsangebot. Über uns, unsere Arbeit, unsere Produkte. Aber eben auch über Dinge die uns, die mich berühren, interessieren und von denen ich meine, dass Sie gesagt werden sollten.
Sie können dieses Angebot annehmen oder auch nicht. Ich persönlich komme immer mehr zu dem Schluss, dass es genügend Entscheider ohne Rückgrat gibt. Ich möchte, auch im Hinblick auf unsere Kinder und deren mögliche zukünftige Anschuldigungen, nicht dazu gehören.
Denken Sie mal drüber nach, Ihr
18.03.2011
Man braucht kein Internet und auch kein Fernsehen dieser Tage. Sogar ohne Zeitung würde es gehen. Zu allgegenwärtig und von jedem thematisiert wird dieser Tage die unvorstellbare Tragödie und das Ausmaß einer Katastrophe, die wenige für möglich hielten.
Dennoch ist es geschehen und vielleicht beginnt nun endlich ein wirklicher Denkprozess über Dinge die "Mensch" nicht tun sollte und auch nicht wirklich beherrschen kann. Weil es natürliche Kräfte gibt, die unsere Vorstellungskraft übersteigen. Weil Restrisiken nicht auf Basis unserer Vorstellungskraft und Technikgläubigkeit ausgekungelt werden sollten. Weil bei solchen Dingen einfach die individuelle Freiheit des Einzelnen, auch des einzelnen Unternehmens, aufhört.
Wo mit dem Leid und dem Tod vieler gerechnet werden muss haben Turbo-Kapitalismus und Gewinnmaximierung nichts verloren.
Ich kann nur hoffen, dass unsere Politiker nun endlich Rückgrad beweisen, einen geordneten aber zeitnahen Ausstieg aus der Kernkraft beschließen und diesen bestenfalls im Grundgesetz verankern. Damit nicht in der nächsten Wahlperiode die Spielchen von neuem beginnen.
Das Argument, dass ein Ausstieg Deutschlands alleine nichts nützt, zählt für mich nicht. Jedes AKW weniger zählt. Und warum können wir nicht auch hier Vorbild sein? Ich bin sicher andere würden folgen. Wie viel Macht wir Bürger eigentlich haben, auch über einen Stromwechsel, unsere Einkaufsgewohnheiten, zeigen die nordafrikanischen Menschen. Eine Lunte die einmal brennt ist nur schwer zu löschen.
Setzen wir uns an die Spitze. Wir werden schneller und mehr Erfolg ernten als wir uns jetzt ausmalen können. Zumal dann, wenn die Erneuerbaren soviel Fördergelder bekommen wie die Kernkraft in den letzten Jahrzehnten eingesackt hat und aufgrund der sozialisierten Kosten der Zwischen- und Endlagerung noch kosten wird.
Den Menschen in Japan wünschen wir viel Kraft für diese schwere Zeit, schnell steigende Temperaturen, Glück im Unglück mit den havarierten Atommeilern und fähige Politiker, die die Bedürfnisse der Menschen erkennen und danach handeln.
Bis bald sagt ihr
11.03.2011
Schief angeguckt wird man ja von so manchem, wenn man erzählt dass man sich zu einem großen Teil von abgelaufenen Lebensmitteln ernährt.
Groß gestört hat uns das bisher nicht. Zumal nicht nur wir sondern auch unsere Kinder eher gesund als häufig krank sind.
Und es macht eben einen Unterschied, ob ich eine Frischwurst noch in die Pfanne haue oder mir den abgelaufenen, aber noch gut riechenden und schmeckenden Joghurt einverleibe. Das es zwischen dem auf Fleisch und Fischgerichten aufgedruckten Verfallsdatum und dem Mindesthaltbarkeitsdatum durchaus einen Unterschied gibt, sollte man nicht nur bei der Wahl seiner Lebensmittel im Geschäft sondern auch bei dessen Verzehr beachten.
Denn nicht jeder hat die Möglichkeit und das Glück, direkt vor der Haustür einen gut ausgestatteten bioladen zu haben, der es ermöglicht gezielt und öfter einzukaufen, so wie wir. Und auch wenn das MHD überschritten ist, gibt es in den meisten Fällen keinen Grund das jeweilige Lebensmittel zu entsorgen, ohne durch Magen und Darm vorher Nährstoffe und Vitamine zu entnehmen.
Das es aber 10 Millionen Tonnen allein in Deustchland sind, die jedes Jahr weggeworfen werden, teilweise vorm MHD, große Mengen auch an Brot, war auch mir so nicht bewusst.
In England und Österreich beschäftigen sich Wissenschaftler schon länger mit der Vermeidung dieser riesigen Mengen an eigentlich noch guten Lebensmitteln. In Deutschland hat das jetzt der Dokumentarfilmer Valentin Thurn getan.
Übrigens wandert bei uns kaum etwas in die Tonne. Denn alle Mitarbeiter greifen fleißig auf den sogenannten "Nimm-mit-Platz". Hier landen Äpfel mit einer kleinen Macke, kurz vorm MHD stehende Joghurts und Milch, auch mal Brot und andere Lebensmittel. Sicher ein Grund mit, warum alle Mitarbeiter gerne bei uns arbeiten.
Bis bald sagt Ihr
28.02.2011
Medizin und Ökolandwirtschaft haben auf den ersten Blick nicht viel gemein. Doch immer wenn uns etwas außergewöhnliches passiert haben wir wieder die Chance etwas zu lernen.
Der Grund dafür, dass dieser Artikel nicht bereits am Freitag online war ist in einer kleinen Ansammlung von Kalk in meiner rechten Schulter zu finden. Die sogenannte Kalkschulter hat mir doch einige Tage und vor allen Dingen Nächte ziemliche Schmerzen bereitet. Der zur Fixierung der Schulter und des Armes angelegte Gilchrist- Verband hat denn auch wirkungsvoll seinen Zweck erfüllt. Weder Schreiben noch sonst etwas war möglich.
Was aber hat das mit Bio zu tun? Nun, ein Röntgenbild sagt natürlich etwas aus. Zumal wenn deutlich Kalkablagerungen zu sehen sind. Ob aber auch jeder Arzt der ein solches Bild sieht den nötigen Gesamtdurchblick für die eigentlich schmerzverursachenden Gründe hat habe ich, und wie sich herausstellt zu Recht, bezweifelt.
Der in der Auflösung befindliche Kalk, der im Übrigen nichts mit Arterienverkalkung zu tun hat (ich bleibe Ihnen zumindest geistig noch länger erhalten), bewirkt eine Entzündung des Schleimbeutels in der Schulter. Diese ist dann wieder für die starken Schmerzen verantwortlich.
Nachdem also die Amputation, nein die Operation, meiner Schulter vorgeschlagen wurde, habe ich etwas getan, zwar sehr langsam und nur mit links, was ich immer und für jede unbekannte Situation nur empfehlen kann: Sich vernünftig informieren.
Und da sind wir dann bei der ökologischen Landwirtschaft. Auch hier gilt: Besser einmal öfter gucken. Zwar ist überall wo bio drauf steht auch bio drin. Aber es gibt eben doch die feinen Unterschiede die auf den ersten Blick nicht zu erkennen sind. Und die auch nicht in zwei Sätzen erklärt sind.
Das Informationen viel Gutes bewirken aber auch Sprengstoff sein können sehen wir gerade in Nordafrika. Dennoch gibt es keine Alternative dazu. Zwar macht ein Zuviel an Informationen unser Leben auch undurchstichtig und kompliziert. Dennoch, ohne die richtigen Informationen sind wir im wahrsten Sinne des Wortes aufgeschmissen.
Bis bald sagt Ihr
18.02.2011
Es ist kaum zu glauben, aber bereits in zwei bis drei Wochen werden wir wieder eigene Schlangengurken ernten können. Unser Wärmekonzept mit Abwärmenutzung und Restholzverwertung erlaubt uns einen relativ frühen Pflanztermin.
Und so haben wir in diesem Jahr unsere 8.000 Schlangengurken-Jungpflanzen bereits am 2. Februar ganz zart in die Gewächshauserde gedrückt. Die Gurkenpflanzen reagieren auf Kälte sehr empfindlich. 21-22 °C Tagsüber, nicht unter 17 °C in der Nacht.
Weil der Boden um diese Zeit noch sehr kalt ist, muss auch das Giesswasser temperiert sein. So werden die jungen Gurken 2-3 mal mit etwa 25°C warmem Wasser angegossen.
Jetzt, zwei Wochen nach der Pflanzung haben die Gurken bereits eine Höhe von gut einem Meter erreicht.
Zur biologischen Schädlingsabwehr hängen wir in der kommenden Woche an jede dritte Gurkenpflanze ein kleines Papiertütchen. Darin enthalten sind Buchweizenflocken und hunderte kleiner Raubmilben. Amblyseius swirskii ernärt sich von Pollen und anderem Staub, lieber aber von Spinnmilben, Thripslarven und weiteren möglichen Schädlingen und stellt so eine effektive Abwehr dar.
Im Laufe des Jahres kommen weitere Nützlinge hinzu. Jeweils für einen speziellen Schädling, ein spezieller Nützling.
Freuen Sie sich also auf die ersten eigenen Schlangengurken ab Anfang März.
Bis bald sagt
11.02.2011
Der ein oder andere hat es sicher schon gemerkt: Da waren 10 oder 20 Eier bestellt und von uns geliefert wurden gerade einmal 6 Eier. Verdrieslich, in der Tat. Oder am Freitag im Laden heißt es dann: "Eier? alles ausverkauft"!
Der Dioxin-Skandal zieht zumindest was Eier betrifft noch immer seine Kreise.
Und anders als die Eier zu rationieren, wissen wir uns auch nicht zu helfen. Wahrscheinlich müssten die Bio-Legehennen derzeit zwei oder drei Eier pro Tag legen um alle Verbraucherwünsche erfüllen zu können.
Noch können wir die Eierpreise halten, auch wenn rings um uns herum schon viele Ladner um 2-5 Cent/Ei erhöhen. Denn in die Zeit der Verknappung durch die erhöhte Nachfrage fallen weitere Preistreiber:
Die Futtermittelpreise ziehen weltweit an, auch bei uns, auch für Bio-Futter. Viele Legehennenhalter schlachten gerade jetzt die alten Hennen, damit zu Ostern möglichst viele Eier in ansprechender Größe auf dem Markt sind. Das verschärft die Lage zusätzlich.
Wir bitten deshalb um Ihr Verständnis, wenn Sie weniger Eier bekommen als bstellt oder vor einem leeren Regal stehen. Der Bio-Eiermarkt ist echt wie leer gefegt.
28.01.2011
Was, Sie kennen die beiden nicht? Bis vor wenigen Klicks hatte ich auch keine Ahnung wie die aktuellen Hochdruckgebiete heißen. Dank des Deutschen Wetterdienstes und eines Internetzugangs bin ich aber nun informiert.
Das Beste an den beiden ist, dass sie sich vereinen und uns eine stabile Hochdruckwetterlage bis weit in die kommende Woche bescheren.
Glauben Sie jetzt nicht, ich wolle Sie mit Gebrabbel übers aktuelle Wetter von diversen schlechten Nachrichten abbringen. Nein, ich denke einfach, nach all den dunklen Tagen haben wir echt Grund uns zu freuen.
Sonne braucht doch jeder. Sie genauso wie wir und unsere Pflanzen. Dank Barbara und Christl wächst nämlich unser Salat schneller. Und sichert unsere Existenz. Kaum zu glauben, aber wir haben uns auf ein 100.000 € Experiment eingelassen. Wie das?
Nun, knapp 6000 qm neue Gewächshausfläche, vollgepflanzt mit Salat, keine Erfahrung mit Salatanbau über die dunkelsten Monate des Jahres hinweg, nicht bei uns und anderen Kollegen. Was soll das anderes sein als ein Experiment.
Und glauben Sie mir: Wir haben so manchen Tag geschwitzt, trotz eisiger Temperaturen. Technik ist gut und schön. Kann aber auch nervös machen. Unsere Wettermessstation am Gewächshaus zeigt uns alles an. Und wenn Sie wissen würden, das Salat erst ab 5 KiloLux Einstrahlung zu wachsen beginnt, es aber Tagelang nicht heller als 0,2 oder 0,9 klux ist, da würden Sie auch nervös werden. Zumal am 23. Februar die neuen Tomtenpflanzen kommen. Dann muss der Salat weg sein.
Da ist kein Platz für dunkle Tage mehr. Denn gut 100.000 Salatköpfe sind ja auch nicht von heute auf morgen verkauft.
Der Kopfsalat ist ab sofort in Laden und Lieferservice zu haben. Die anderen Sorten brauchen noch ein bis zwei Wochen.
Nach dem frühen Wintereinbruch, vielen langen und dunklen Tagen wünsche ich Ihnen und uns, dass der Sonnenschein noch lange anhält.
Bis bald sagt Ihr
14.01.2011
Wir können schon sagen, dass der häufig Bio kaufende Kunde, ein informierteres Verhältnis zu Lebensmitteln hat als der Durchschnittskäufer. Warum? Nun, der bio-affine Kunde, wie es so schön im Fachjargon heisst, weiß das ein Huhn, dass mit viel Mühe und Anstrengung zu 80-85% jeden Tag ein Ei legt, seinen Eierausstoß nicht einfach erhöhen kann. Einige die jetzt auf einmal Bio kaufen scheinen mit dieser Tatsache gedanklich nicht immer klar zu kommen.
Tiere sind nunmal keine Produktionsbänder die man mal eben etwas schneller drehen kann. Auch mit noch soviel Anstrengung, gutem Zureden vom Bauern, bestem Futter und artgerechten Haltungsbedingungen ist die Quote von 85% nicht von heute auf morgen zu erhöhen. Bei Bio-Hühnern schon gar nicht.
Und auch Bio-Masthähnchen wachsen nicht an Bäumen sondern brauchen eine gewisse Zeit bis zum Schlachtgewicht. Und anders als im konventionellen kann man nicht mal eben auf andere Lieferanten oder gar andere Länder ausweichen. Denn wer weiß was es da gibt.
Solche Skandalzeiten sind natürlich toll und gefundenes Fressen für Scharlatane. Vorsätzliche, kriminelle Machenschaften können also gerade im Bio-Bereich schhnell mal vorsätzliche, kriminelle Machenschaften nach sich ziehen. Denn welcher Verarbeiter wünscht sich nicht, seine konventionellen Produkte zum doppelten Preis als normal verkaufen zu können.
Achten Sie deshalb jetzt und in naher Zukunft besonders auf die Herkunft der Bio-Lebensmittel. Kennen Sie den Erzeuger, genießt der Händler Ihr Vertrauen, kommt die Ware aus Deutschland, ist es Verbandsware oder nur EG-Bio und kann das zu diesem Preis Bio-Ware sein?
Wir jedenfalls und das gilt sicher für viele bioläden, Hofläden und Naturkostfachgeschäfte sind zeitweise ausverkauft. Eier kommen nur rationiert bei uns an. Geflügelfleisch war in dieser Woche noch zu bekommen, scheint aber auch bald knapp zu werden. Jetzt rächt sich, dass die Gentechnikmultis Spritzmittelresistente Superpflanzen gezüchtet haben, nicht aber den Eierlegenden Bauern!
Wissen Sie was: Wir haben damit gar kein Problem. Mit der Gentechnik schon, nicht aber damit, dass es jetzt einfach bestimmte Dinge nicht mehr gibt. Ein gesundes Zeichen dafür, dass wir die richtigen Lieferanten haben.
Ich hoffe Sie haben auch kein Problem damit. Es gibt schließlich noch anderes wie Eier und Fleisch. Tofu zum Beispiel. Oder Obst und Gemüse. Ist eh gesünder.
Der Hype wird sich legen, die jetzt in die bioläden neu zugewanderten werden ihre alten Einkaufsgewohnheiten wieder übernehmen und alles bleibt beim Alten. Und dann, ja dann können auch Sie und wir wieder beste Bio-Eier und leckeres Geflügel- und Schweinefleisch essen.
Vorfreude hat doch auch was, oder?
Herzlichst Ihr
Wieder einmal wurde ins Tierfutter gemischt was wahrscheinlich auf die Sondermülldeponie gehört hätte.
Aber da bereits alle Medien darüber berichten und das Kind eh in den Brunnen gefallen ist bleibt nur die Schadensbegrenzung und unser transparenter Umgang damit.
Die bei bioLesker angebotenen Eier stammen nach wie vor uns seit vielen Jahren von unserem regionalen Bioland Kollegen Christoph Dinkler in Gescher.
Christoph bezieht sein Futter von einer Bioland Futtermühle. Sie haben hier also 100%tige Sicherheit da bei Bioland keine konventionellen Futterzusätze erlaubt sind.
Lesen Sie hier dazu die Stellungnahme von Bioland.
Der im Vergleich zu konventionellen Lebensmittel oftmals höhere Preis bei unseren Produkten hat einen Grund. Sicherheit und Qualität gibt es nunmal nicht umsonst.
31.12.2010
Bei uns in der Bauernschaft ist es von früher her Brauch, dass sich alle Kinder, ab Schuleintritt und bis ungefähr fünfzehn, am Neujahrstag an einer zentralen Stelle im "Hook" (Nachbarschaft) treffen.
Vor Jahren noch ging es nach reichlich Knallerei und wahrscheinlich auch Prahlerei, wie viele und wie dicke Böller man doch schon bis wie kurz vorm Knall in der Hand hatte, gemeinsam auf die etwa 4-5 Kilometer lange Strecke von Haus zu Haus. Je nachdem ob die Felder matschig oder gefroren sind ist es in einem Jahr mal mehr oder weniger. Bei Matsch und besonders faulen Kindern freuen sich auch die Häuser ganz besonders. Wenn 30 "Blagen" mit matschbeladenen Schuhen mal eben durch die Küche tapern kommt Freude auf.
Nicht weniger Freude erfuhr derjenige, dessen Briefkasten oder Zeitungsrohr nach dem Überfall in Fetzen auf dem Hof lag. Auch das explodieren lassen von Orangen macht in dem Alter scheinbar tierisch viel Spaß. Das und ein paar andere Vorfälle haben dazu geführt, dass keine Böller mehr zum Neujahrsrundgang mitgebracht werden dürfen. Der Apell hat gefruchtet, weil natürlich kein Haus sich nachher sagen lassen will, deine Kinder haben doch geböllert.
So geht es nun, übrigens seit Jahren schon, wieder so zu wie früher. Die Mädchen fühlen sich sicher und brauchen keine Ohrstöpsel mehr. Die Jungen flaxen sonstwie albern rum, waschen sich gegenseitig und auch den Mädels den Kopf mit Schnee und treiben wahrscheinlich den gleichen Schabernack den unsere Väter schon vor 50 Jahren trieben.
Alles wieder im Lot. Alles gut! Oder doch nicht? Was leider immer weniger wird ist der auf Plattdeutsch gesprochene Neujahrsgruß. Beim Eintreten ins Haus, Glück sei´s neije Joar, beim gehen, Ful Glück in´t neije Joar. Schade eigentlich, aber auch ich muss gestehen, das ich mir nicht sicher bin, ob meine Schreibweise richtig ist. Sprechen 100%, verstehen fast 100%, schreiben......
Heute wird Englisch gesprochen. Und ich denke, mein Wunsch, mehr zum Erhalt des Plattdeutschen beizutragen, darf sich einreihen bei den guten Vorsätzen für 2011. Da stehen schon Niederländisch lernen, Englisch aufbessern, wieder regelmäßig joggen und mehr Zeit für die Familie.
Ich denke da geht es jedem von uns gleich. Wie heißt es doch so schön: Einsicht ist der erste Schrtt zur Besserung.
Wir von bioLesker wünschen Ihnen einen guten Rutsch ins und viel Glück und Erfolg für´s kommende Jahr. Auf das sich Ihre Wünsche und Hoffnungen erfüllen.
Ihr
21.12.2010
In den vergangenen Jahren hatten wir oft die Situation, das draußen alles grün und das Themometer zu Weihnachten auf 10-12°C geklettert war. Da fiel es einem manchmal schwer zu glauben, dass jetzt doch schon wieder Weihnachten sein soll.
In diesem Jahr ist das anders: Durch den frühen Wintereinbruch ist alles in weihnachtliches Weiß getaucht und auch die Temperaturen sagen eindeutig, es ist Winter.
Die Straßenverhältnisse aber auch der Bahn- und Flugverkehr sind alles andere als normal. Ärgerlich, wenn man mehrere Stunden auf zugeeisten Straßen oder die Nächte am Flughafen verbringen muss.
In solchen Situationen zeigt sich immer, wie sehr wir alle uns an das Funktionieren des ganzen Systems gewöhnt haben, wie sehr unser Leben beschleunigt ist und wie sehr es doch auch mal gut täte runter zu kommen. Nur vor Weihnachten geht das schon mal gar nicht.
Der Handwerker und seine Leute müssen noch die Küchen, Hallen, Badezimmer, Abwasserleitungen und was sonst noch fertig haben. Wer will Weihnachten schon in einer Baustelle verbringen? Die Verkäuferinnen und Verkäufer haben Hochkonjunktur weil das Geld des Aufschwungs gleich wieder unter die Leute muss und die Werkstätten reparieren was das Zeug hält um alle Unfallschäden zu beseitigen und auch den Letzten Schlafmützen noch einen Satz Winterreifen aufzuziehen.
Für Weihnachten und runter kommen ist da keine Zeit.
Uns geht es leider nicht anders. Dennoch sollten wir versuchen, Weihnachten 2.0 etwas zu entschleunigen um die nötige Ruhe und Gelassenheit zu haben, ein schönes Fest wirklich geniessen zu können.
Das und alles Gute für einen guten Rutsch ins neue Jahr wünscht Ihnen das gesamte bioLesker Team aus Stadtlohn.
26.11.2010
Das, wer gentechnisch veränderte Pflanzen anbaut, auch dafür haften sollte, verlangen die Bio-Anbauverbände und engagierte Verbraucher seit Langem. Diesem Ziel sind wir nun ein kleines Stück näher gekommen. Denn das Bundesverfassungsgericht bestätigte jüngst die unter Rot-Grün in 2004 durchgesetzte Verschärfung des Gentechnikgesetzes.
Denn, so urteilten die Richter, sowohl das Standortregister für Gentechnikfelder wie auch die weitreichende Haftungsregelung seien mit dem Grundgesetz vereinbar.
Konkret heisst das, dass ein Landwirt, der GVO anbaut, voll haftbar ist, wenn durch Pollenflug benachbarte Felder verunreinigt werden. Und das auch dann, wenn der Verursacher nicht konkret feststellbar ist. Da wird sich so mancher Bauer dreimal überlegen ob er dieses Risiko eingehen will.
Wir freuen uns über dieses richtungsweisende Urteil. Kommt es doch nicht nur dem Wunsch der Mehrzahl der Verbraucher nach sondern auch dem Wunsch vieler Landwirte, die in der Gentechnik absolut keinen Nutzen sehen.
Die von der jetzigen Bundesregierung gewollte "Koexistenz" von GVO-freien und GVO-Lebensmitteln ist damit gescheitert. Scheinbar haben die Richter des Bundesverfassungsgerichts mehr technischen Sachverstand als unsere Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin. Denn eine Koexistenz ist nicht möglich. Natur lässt sich nunmal nicht begrenzen und folgt anderen Gesetzen als wir Menschen mit unserem scheinbar so hoch entwickelten Verstand.
12.11.2010
Es ist immer schwer bei Produkten, die auf den ersten Blick scheinbar vergleichbar sind, sich jedoch im Preis erheblich unterscheiden, den Mehrnutzen so herauszustellen, das die Preisargumente in den Hintergrund rücken.
Fleisch und sein Preis ist so ein Produkt. Spiegelt der Ladenpreis wirklich alle Kosten dieses Produkts wider? Wir alle wissen heute, das die Massentierhaltung gravierende Umweltschäden und damit Allgemeinkosten nach sich zieht.
Aber warum soll gerade ich durch den Kauf von Bio-Fleisch doppelt zahlen: Einmal einen höheren Produktpreis, zum zweiten auch noch die höheren Umweltkosten, verursacht durch die, die eben kein Bio-Fleisch kaufen?
Die Betrachtung von der Kostenseite her ist immer schwierig. Betrachten wir das Thema jedoch von der anderen Seite, der Seite des persönlichen Gewinns, stellen wir fest, das es aus gesundheitlicher und geschmacklicher Sicht durchaus Gründe gibt, über seinen eigenen Fleischkonsum nachzudenken.
Es ist unbestritten, das ein langsam gewachsenes Tier, das Auslauf und Bewegung zur Ausbildung seiner Muskeln hatte, festeres und qualitativ besseres Fleisch liefert. Qualität heißt nicht nur das es so groß bleibt wie es in die Pfanne hineinkommt, Qualität heißt auch Zartheit und Geschmack.
Und natürlich kommt es auch auf die inneren Werte an: Oder sind sie wirklich der Meinung, das ein Tier, das Zeit seines Lebens kein Tageslicht gesehen hat, kaum Bewegung hatte und in stickiger Luft sein Dasein fristen musste, hochwertiges Fleisch im Sinne von wertvollen Inhaltsstoffen liefert? Wir nicht!
Und ist es nicht ein persönlicher Gewinn durch maßvollen Fleischgenuss und hierbei liegt die Betonung auf Genuss, etwas zu seiner persönlichen Zufriedenheit beizutragen? Oder kann etwas, das es x-beliebig oft und billig gibt uns noch Glück verschaffen? Das wird schwierig!
Gewohnheiten stellen uns in den seltensten Fällen so zufrieden das wir sie als Glück bezeichnen können. Wir finden, etwas Besonderes sollte Fleisch schon noch bleiben, zumal ein anderes Lebewesen dafür sterben musste.
Unsere Besonderheiten zum Weihnachtsfest finden sie ab sofort auch im Shop. Wer´s lieber auf Papier hat, kann ganz einfach per Mail, Fax oder Telefon unsere Angebote zum Weihnachtsfest in Schriftform bestellen.
22.10.2010
Das und mehr sind zentrale Aussagen von Hannes Jaenicke, gelesen in einem Interview, das Utopia mit ihm anlässlich der Utopia-Konferenz 2010 geführt hat. Darin geht es um die Macht, die wir Verbraucher haben und die wir, so seine These, deutlich unterschätzen.
Das viele Dinge die uns und unserer Umwelt nicht gut tun, immer noch nicht abgestellt sind, liegt nicht an mangelnder Erkenntnis.
Ich denke, mittlerweile ist der Erkenntnisgewinn sogar so groß, dass die Meisten von uns wissen, dass eine Veränderung der Umstände im Außen, also in unserer Umwelt, von jedem selbst aus dem Innen, also von Herzen und aus Überzeugung, kommen muss.
Nur, und auch das spricht Hannes Jaenicke an, sind wir mit steigendem Wohlstand auch immer bequemer geworden. Gewohnheiten und fehlende Überzeugung tun ihr übriges.
Glauben Sie jetzt nicht, dass ich Ihnen ein Patentrezept verrate. Ich habe genauso wenig Eines wie sie. Ich denke nur, dass auch wir, über unsere Website und andere Medien daran mitwirken sollten, dass aus Erkenntnis immer mehr Handeln wird.
Und glauben sie mir, wenn ich ein saftiges Roggenvollkornbrot mit leckerem Bio-Gouda und knackfrischen Gurken belegt genießen kann, dann denke ich, schöner kann Umweltschutz und Gesundheitsvorsorge gar nicht sein.
Es sind die kleinen Dinge, die uns und unsere Gesellschaft voranbringen. Denn die kleinen Dinge kann jeder für sich ändern. Fangen wir an!
Ihr
Franz- Josef Lesker
15.10.2010

Bio ist, wie es jüngst immer so schön heißt, in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das hat nicht nur dazu geführt, das sich die Vielfalt der Produkte deutlich erhöht hat, weil eben alles nachgefragt wird, nein, auch die Art der Produkte hat sich massiv verändert.
Wie im konventionellen auch gibt es einen starken Trend zu Convenience. Schaut man bei Wikipedia nach was sich hinter diesem Begriff verbirgt, erfährt man, der Begriff kommt aus dem Englischen und meint übersetzt Komfort, Bequemlichkeit.
Auf Bio-Lebensmittel bezogen heißt das, das die Produkte neben den grundsätzlichen Eigenschaften wie lecker, gesund, nahrhaft etc. auch schnell zubereitet sein sollen.
Wenn Sie jetzt glauben wir listen all unsere Convenience Produkte hier auf, muss ich Sie enttäuschen. Uns geht es heute nur um ein Convenience Produkt. Und das ist schon uralt, vereinbart alle genannten Eigenschaften auf sich in wunderbarer Weise und ist im Vergleich zu den neueren C-Produkten auch noch verhältnismßig günstig.
Wir reden vom Apfel! Äpfel sind damit so etwas wie das gesunde ‚Fast-Food’ für Pausen am Arbeitsplatz und in der Schule, zu Hause, bei Sport und Freizeit und das in vielen unterschiedlichen Geschmacksnuancen (weltweit schätzt man ca. 20.000 Apfelsorten, von denen es in Europa ungefähr 4.000 gibt). Die gute Nachricht für Kalorienzähler: ein mittelgroßer Apfel wiegt ca. 150 g und hat damit ungefähr 75 Kalorien.
Mit jedem Tag, den ein Apfel länger am Baum hängenbleiben darf, um auszureifen, erhöht sich sein Gehalt an gesunden Bioaktivstoffen. Hier hat regionale, heimische Ware also deutliche Vorteile und die finden Sie in unserem Laden oder im Onlineshop.
Erste Äpfel von Dierk und Katrin Augustin sind jetzt wieder zu haben und wer die Qualität der Augustin Äpfel in den letzten Jahren kennen gelernt hat, weiß wovon wir sprechen.
Gehören Sie dazu?
22.09.2010
So titelte die regionale Zeitung auf zwei Doppelseiten und kündigte damit das diesjährige Hoffest an. Da blieb als Unsicherheitsfaktor eigentlich nur noch das Wetter.
Man kann es Glück nennen oder einen guten Draht zu Petrus. Wie auch immer: Das Wetter hielt und unsere Bioland Gemüsegärtnerei wurde förmlich überrannt.
Trotz zahlreicher Veranstaltungen in unmittelbarer Nähe tummelten sich zur besten Zeit zwischen 1000 und 1500 Menschen in unserer neuen Halle, den neuen Gewächshäusern, auf dem Betriebsgelände an den Info- und Verkaufsständen sowie auf dem Rasen, in der Hüpf- und Strohburg.
Wir sind freudig erschlagen von so viel Interesse und schätzen, das etwa 3000 Besucher den Tag über bei uns waren. Cirka 400-500 Menschen nahmen an den insgesamt 8 Führungen teil.
Leider war trotz sorgfältiger Planung der Kuchen bereits zur besten Kaffeezeit um kurz nach drei aus. Dank des konsequenten Bäckers konnten wir eine Stunde später aber noch einmal etwas Trockengebäck anbieten.
Was für den Kuchen kurz nach drei war, galt für den Parkplatz bereits um kurz vor zwölf: Nichts geht mehr! Aufgrund der massiven Regenfälle in den Wochen und Tagen zuvor stand uns nur dank eines hilfsbereiten Nachbarn, der zum Hoffest kurzerhand ein Stück seines Maisfeldes häckselte, überhaupt eine Parkfläche zur Verfügung.
Es war ein tolles Fest, auch ohne die kurz vorher abgesagte Musik. Das Bio in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, das darüber und über uns geredet wird, das so eindrucksvoll honoriert wird was wir seit 1993 hier am Heideweg machen, nämlich Bio aus Überzeugung und zu 100%, das freut uns sehr und gibt uns Kraft für die weitere Entwicklung und die alltägliche Arbeit.
Vielen, vielen Dank all denen die durch ihr Kommen unser Hoffest so sehr bereichert haben.
Ihre Familie Lesker und das gesamte bioLesker Team
Am kommenden Sonntag, dem 19.September ab 11.00 Uhr ist es wieder soweit - das Team von bioLesker lädt Sie herzlich zum Hoffest ein.
In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass das Hoffest für viele ein fester Termin im Jahr ist. Nicht nur Kunden nutzen den Tag der offenen Tür, um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, sondern auch viele interessierte „Neulinge“.

Natürlich ist auch der bioladen am Sonntag für Sie geöffnet. Ebenso werden zahlreiche Partner mit Infoständen vor Ort sein.
Neben dem konsequenten Bäcker, der Molkerei Söbbeke und unserem Naturkostgroßhändler Weiling gibt es einen Stand mit Heilsteinen, sowie Aroma Ölen und einen Stand vom Eine Welt Laden.
Stündliche Führungen durch unsere neuen Gewächshausanlagen geben tiefe Einblicke in die moderne Bio-Gemüseproduktion.
Wie oft konnte man in Stadtlohn hören: „Hast du schon gesehen, was die bei bioLesker großes gebaut haben?“ Für alle Interessierten, die gern wissen möchten, was sich hinter der Fassade verbirgt gibt es während des Hoffestes genügend Gelegenheit dazu.
Und wie in den vergangenen Jahren auch, gibt es für unsere kleinen Besucher wieder eine Stroh- und Hüpfburg, Treckerrundfahrten, Kinderschminken und mehr.
So viel Schauen, Informieren, Quatschen und Spielen macht natürlich hungrig. Aber keine Sorge- auch in diesem Jahr hat sich unser Team wieder einige Leckereien einfallen lassen, die zum Schlemmen einladen.
Wir freuen uns auf Sie am Sonntag, den 19.September ab 11 Uhr bei bioLesker in Stadtlohn!

Heinz-Josef Thuneke (NRW Landesvorsitzender Bioland), Maria und Franz-Josef Lesker und Dr. Peter Meyer (Weiling) freuen sich auf eine gemeinsame Zukunft
Am Freitag wurde die betriebliche Erweiterung von bioLesker auch offiziell eröffnet. Seit 17 Jahren gehört bioLesker nun schon der Verbandsgemeinschaft von Bioland an. In dieser Zeit hat sich einiges getan. Ein selbst gebautes Folienhaus mit 50m² Anbaufläche war 1993 der erste Schritt. Heute baut bioLesker inklusive der neuen Gewächshäuser auf einer Fläche von insgesamt 14.200m² Gemüse unter Glas an. Zu einem solchen Vorhaben gehört nicht nur wirtschaftlicher Weitblick, sondern auch eine große Portion Mut und Zuversicht. Herr Dr. Peter Meyer, Geschäftsführer des Naturkostgroßhandels Weiling hob in seiner Ansprache hervor, wie wichtig diese Entwicklungen seien: „Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit dass etwas Sinn hat“. Die Entwicklung von bioLesker sei für die gesamte Region ein großer Schritt. Und ermöglicht damit gleichzeitig eine intensivere Zusammenarbeit und damit auch mehr Regionalität bei den angebotenen Produkten. Während einer Führung durch die neuen Gewächshäuser bekamen die Gäste einen Einblick in den ökologischen Anbau und die Arbeit von bioLesker. Beim anschließenden biologischen Imbiss gab es die Gelegenheit das angebaute Gemüse direkt zu probieren und sich untereinander auszutauschen.
Mit so zuverlässigen Partnern an seiner Seite blickt das Team von bioLesker optimistisch in die Zukunft und freut sich auf die kommenden Herausforderungen.
In dieser Woche starteten 15.500 Kinder im Münsterland in den „Ernst des Lebens“. Ein fester Tagesablauf und das Lernen stehen für sie nun im Mittelpunkt. Zum meistern der neuen Herausforderungen ist ein richtiges Frühstück das A und O. Oft fehlt morgens jedoch die Zeit, um in Ruhe zu frühstücken und es gibt nur etwas für unterwegs. Wie bei einem Auto, das nicht ohne Treibstoff fährt, arbeitet auch der Kopf nicht, ohne die nötige Grundlage. Die Barmer GEK in Stadtlohn und Vreden hat ihre Schulneulinge deshalb aufgefordert ein Bild von einem gesunden Frühstück zu malen. Mit diesem Wettbewerb sollte die Aufmerksamkeit noch einmal verstärkt auf das gesunde Frühstück gerichtet werden. Als Belohnung bekamen die kleinen Künstler eine gesunde Schultüte. Zusammen mit der Barmer und weiteren Partner aus der Region hat bioLesker diese Schultüte zusammen gestellt. Ein Vollkornbrötchen vom konsequenten Bäcker, ein Fruchtaufstrich von Allos, ein Fruchtjoghurt von Söbbeke und eine Obst- und Gemüseportion von bioLesker hat Eltern und Kindern exemplarisch gezeigt, wie und womit sie richtig in den Tag starten.
Wir von bioLesker haben diese Aktion gerne unterstützt. Denn vielfach bestimmen Halbwissen und Bequemlichkeit den Start in den Tag. Umso wichtiger ist es, bereits bei den kleinsten anzufangen., Mit einem gesunden Frühstück im Bauch fühlt man sich nicht nur besser sondern ist nachgewiesenermaßen auch leistungsfähiger.
Finden Sie Ihre ganz gesundes Frühstück in unserem Onlineshop. Profitieren Sie unserem Lieferservice direkt zu Ihnen nach Hause.
Durch die betriebliche Erweiterung von bioLesker haben wir eine Größe erlangt, bei der starke und zuverlässige Partner noch mehr an Bedeutung gewonnen haben. In diesem Zusammenhang hat „Transparenz“ die höchste Priorität. Dem Team von bioLesker ist es sehr wichtig Arbeitsschritte offen zu legen. Wir wollen unseren Kunden kein X für ein U verkaufen. Wir stehen hinter dem, was wir machen und haben keine Geheimnisse. Und all das ist uns auch bei unseren Partnern sehr wichtig. Ein sehr gutes Beispiel für einen transparenten und zuverlässigen Partner ist die Weißenhorner Milch Manufaktur. Der aktualisierte Internetauftritt gibt dem interessierten Kunden einen guten und vor allem transparenten Überblick nicht nur über die Produkte, sondern auch über die Köpfe dahinter. Sind Sie neugierig geworden? Dann schauen Sie doch bei Ihrem nächsten Einkauf bei bioLesker einmal an unserem Kühlregal vorbei und machen sich selbst ein Bild von unserem Partner und seinen Produkten.
Der erste Gedanke: Steven Spielbergs Dinosaurier Film-Klassiker „In einem Land vor unserer Zeit“ wird war. Doch hinter „Flexitariern“ verbirgt sich keine bisher unbekannte Dinosaurier Art, sondern ein „Teilzeit-Vegetarier“. Eine Umfrage des Fachmagazins Küche hat eine Umfrage unter 200 Küchenchefs gemacht, um den Ess-Trend 2010 heraus zu finden. Dabei stellte sich heraus, dass vegetarisch „in“ ist. In Deutschland leben mittlerweile zwischen sieben und neun Millionen Vegetarier. Berlin ist sogar die vegetarischste Stadt Deutschlands. Untersuchungen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) haben gezeigt, dass sich 1983 knapp 0,6 % der Bevölkerung vegetarisch ernährt haben. Mit einem Anteil, der heute bei über sieben Prozent liegt, hat sich die Zahl der Vegetarier mehr als verzehnfacht. Neben der Gruppe der konsequenten Vegetarier gewinnen auch immer mehr die „Teilzeit-Vegetarier“ oder „Flexitarier“ an Bedeutung. Sie essen gelegentlich Fleisch, ernähren sich aber hauptsächlich vegetarisch.
Umfragen des Vegetarierbundes Deutschland (VEBU) haben gezeigt, dass Bio bei dem vegetarischen Küchentrend eine nicht unerhebliche Rolle spielt. Eine vegetarische Ernährung hört nicht bei der Tofu-Wurst auf. Im Gegenteil- für uns von bioLesker fängt sie hier erst an! Sie möchten auch ein Vegetarier oder Flexitarier werden? Unser Team von bioLesker steht Ihnen gern mit Rat und Tat sowie einer Vielzahl an leckeren und vegetarischen Produkten in unserer Kühltheke zur Seite.
30.07.2010
Vor einigen Wochen trat das neue EU-Biosiegel in Kraft. Doch anstatt die bisherigen Unklarheiten zu beseitigen verunsicherte es die Verbraucher zusätzlich, da damit ein weiteres Siegel auf den Markt kam. Ähnlich ist es bei der Naturkosmetik. Der Markt für Naturkosmetik verzeichnete in den vergangenen Jahren großes Wachstum. Viele große Hersteller wollten an diesem Erfolg teilhaben. Das geht verhältnismäßig einfach, da der Begriff „Naturkosmetik“ nicht geschützt ist. Es geht sogar soweit, dass sich quasi jede Creme „Bio“ nennen darf, da die EU weite Ökoverordnung nur für Lebensmittel gilt. Um dem Kunden dennoch etwas an die Hand zu geben haben seriöse Naturkosmetikhersteller eigene Kriterien und Siegel entwickelt. Doch auch hier gibt es nicht nur ein Siegel, sondern verschiedene, was wiederum den Verbraucher verwirrt. Die aktuelle Ausgabe der Schrot und Korn erklärt die Unterschiede zwischen den verschiedenen Siegeln und zeigt sehr anschaulich, was Naturkosmetik von konventioneller Kosmetik abgrenzt. Den Artikel finden Sie hier oder die gesamte Ausgabe der Schrot und Korn bei uns im Laden. Bei Fragen steht Ihnen das Team von bioLesker gern mit Rat und Tat zur Seite.
16.07.2010
Urlaubszeit bedeutet endlich mal wieder Zeit für ein gutes Buch. Wir von bioLesker möchten Ihnen einen Buchtipp mit in die Ferien geben:
Durch unser Land geht eine regelrechte „Grüne-Welle“: Die großen Unternehmen in unserem Land legen sich ein grünes Firmenimage zu. Selbst eine große Fastfoodkette dachte für einen Moment darüber nach, „grün“ zu werden. Experten sprechen hierbei von dem sogenannten Greenwashing. In Zeiten von Naturkatastrophen und dem Klimawandel sind wir alle auf diese Themen sensibilisiert. Als engagierter Bürger sehen wir uns in der Pflicht auch einen Teil dazu beizutragen: Man müsste mal…man sollte doch…warum macht man nicht…Doch oft bleibt es bei dem bloßen Vorhaben etwas verändern zu wollen. Die Journalistin und Autorin Kathrin Hartmann räumt in ihrem Buch „Ende der Märchenstunde – Wie die Industrie die Lohas und Lifestyle-Ökos vereinnahmt“ schonungslos mit dieser Scheinwelt auf.
Das bioLesker Team wünscht Ihnen an dieser Stelle sonnige und erholsame Ferien!
02.07.2010

Es hat zwölf weiße Sterne auf grünem Grund in Form eines stilisierten Blattes. Am 1.Juli hat das neue EU Bio-Siegel das Licht der Biowelt erblickt. Initiiert wurde das neue Siegel von der EU-Kommission, um dem Verbraucher mehr Orientierung beim Einkaufen zu bieten.
Mit dem Logo müssen nun alle vorverpackten Ökolebensmittel gekennzeichnet werden. Neu an dem Siegel ist der zusätzliche Kontrollcode, der angibt von welcher Ökokontrollstelle das Produkt zertifiziert wurde.
Für Deutschland sieht das beispielsweise so aus: DE-ÖKO-000 „DE“ steht für Deutschland, „ÖKO“ für ökologisch und „000“ ist hier nur ein Platzhalter und gibt sonst die Nummer der Ökokontrollstelle an.
Doch nach wie vor gibt es kein einheitliches Bio-Siegel. Neben dem neuen EU Bio-Siegel gibt es weiterhin das deutsche sechseckige Bio-Siegel, ebenso wie die Zeichen der ökologischen Anbauverbände beispielsweise von Demeter oder Bioland.
Auf den ersten Blick also nur ein weiteres Siegel im „Siegelwald“? Viele Verbraucher fragen sich an dieser Stelle worin sich die einzelnen Siegel unterscheiden oder ob sie sich überhaupt unterscheiden.
Mit dem EU-Biosiegel gekennzeichnete Produkte müssen mindestens die Anforderungen der EU-Öko-Verordnung erfüllen. Demnach müssen 95 Prozent der Inhaltsstoffe ökologisch produziert sein.
Darüber hinaus gibt es private Siegel, wie Demeter, Bioland und Naturland, die erweiterte und strengere Anforderungen stellen. Jedoch müssen auch die Produkte der Verbände zunächst die EU-Verordnungen und zusätzlich die Standards der Verbände erfüllen.
Die Zertifizierung nach EU-Verordnung ist also immer die Grundlage. Was der Verbraucher zusätzlich wissen sollte- der Begriff „Bio“ ist durch EU-Recht europaweit geschützt. Produkte, die den Begriff „Bio“ tragen müssen den Anforderungen der EU-Öko-Verordnung entsprechen.
Für uns von bioLesker ist „Bio“ nicht gleich „Bio“. Die EU-Öko Verordnung ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Doch gerade die erweiterten und strengeren Verordnungen der Verbände machen den Unterschied. Die Verbände fordern, dass der gesamte Betrieb ökologisch wirtschaften muss, während beim EU-Siegel eine Teilbewirtschaftung ausreicht.
Wir von bioLesker gehören der Anbaugemeinschaft Bioland an. Unsere Anbauweise basiert auf einer Kreislaufwirtschaft, die ohne synthetische Pestizide auskommt. Durch eine abwechslungsreiche Fruchtfolge wird der Boden mit den nötigen Nährstoffen versorgt.
Einen direkten Vergleich zwischen Bioland und EU Bio finden Sie in tabellarischer Form hier
Sie als Verbraucher können also sicher sein, dass bei unseren Produkten von bioLesker, wirklich alles Bio ist. Und wenn Sie mal „den Wald vor lauter Siegeln“ nicht mehr sehen, steht Ihnen unser Team von bioLesker gerne mit Rat und Tat zur Seite.
25.06.2010


Ganz nach diesem Motto hat eine Gruppe von Fahrradfreunden zum dritten Mal für den guten Zweck in die Pedale getreten. An nur einem Tag wurden 230km mit dem Fahrrad zurück gelegt. Das Ziel der Tour: Noderney.
Entstanden war die Idee vor drei Jahren aus einer „Bierlaune“ heraus, so Teilnehmer Christian Rothering. Nach einer Fahrradtour nach Düsseldorf wurde nach einer neuen Herausforderung gesucht. So entstand die Idee an einem Tag bis nach Norderney zu fahren und gleichzeitig Spenden zu sammeln. Eine Gruppe von anfangs 13-14 Radlern suchte sich einen Paten, der pro gefahrenem Kilometer 50ct spendete. Der Erlös kam am Ende dem Stadtlohner Hospiz und der Tafel zugute. Christian Rothering betont: „Wir sind keine Profifahrer. Im Gegenteil, bei uns ist von der klassischen Gazelle bis zum Rennrad alles vertreten. Jeder fährt mit dem, was bei ihm in der Garage zu finden ist.“ In diesem Jahr ging es also zum dritten Mal nach Norderney. Die Teilnehmerzahl ist mittlerweile auf beachtliche 23 angestiegen. Dieses Mal wurden auch für die Trikots Sponsoren gesucht. So kam es, dass auch wir von bioLesker von der Aktion erfahren haben. Wir haben uns gedacht, dass so viel Einsatz unterstützt werden muss und waren gerne bereit die Trikots mit zu sponsern. Aber wer so sportlich unterwegs ist muss auch zwischendurch mal die Energiereserven wieder auffüllen, so dass wir noch eine Kiste Bananen als Reiseproviant mit auf den Weg gegeben haben.
Christian Rothering erklärt, dass es einen genauen Streckenplan gab. Morgens um fünf Uhr ging es los. Das Tagesziel, die 230km bis nach Norderney, mussten bis spätestens um 20:30h erreicht sein, weil da die letzte Fähre fuhr. Während der Fahrt gab es feste Pausenzeiten, bei denen die Energiespeicher zum Beispiel mit einer Banane wieder aufgefüllt werden konnten. In diesem Jahr musste das Team Wind und Regen trotzen. „Da kann es schon mal sein, dass es am Ende etwas knapp wird und eine Pause auch mal etwas kürzer ausfallen muss“, so Christian Rothering. Doch noch rechtzeitig um 20 Uhr fanden sich die Radler an der Fähre ein.
In diesem Jahr sind knapp 4000 Euro zusammen gekommen. Der Erlös soll zur Hälfte an das Stadtlohner Hospiz und die Dieter Bauer Stiftung gehen.
Uns von bioLesker haben die Idee und der Einsatz beeindruckt. Es ist ein gutes Beispiel zu zeigen, dass jeder von uns etwas machen kann. Vielleicht haben Sie auch schon seit langem eine ähnliche Idee, es fehlte aber bisher immer die Zeit und die Muse sie umzusetzen? Wir würden uns freuen, wenn Sie jetzt beim Lesen einen kleinen Anstoß bekommen haben und mit Ihrer Idee durchstarten.

18.06.2010


Auf den ersten Blick klingt es nach einem Besuch auf dem politischen Regierungsspielfeld in NRW. Doch darum geht es uns heute einmal nicht. Wir von bioLesker möchten Ihnen heute unser neustes Teammitglied vorstellen. Seit gut einem Monat freuen wir uns Andre Schmitz als Gärtnermeister in unserem Team zu haben.
Wenn man seinen neuen Arbeitsplatz einmal nicht in Worten, sondern in Farben beschreiben möchte, so passt rot-grün sehr gut.
Seit September des letzten Jahres hat sich der Biolandhof Lesker in eine große Baustelle verwandelt. Die Anbaufläche des Betriebes wurde durch ein Gewächshaus mit zwei Abteilen und einer Anbaufläche von insgesamt 12.200m² erweitert. Außen gibt es noch einiges zu tun, doch Innen haben schon im März die ersten Tomaten und Gurken Einzug gehalten.
„Es macht großen Spaß von Anfang an dabei zu sein“, so Gärtnermeister Andre Schmitz. Bei einem Gang mit ihm durch die neuen Gewächshäuser sieht man rot und grün soweit das Auge reicht.
Man merkt schnell, dass hier eine Menge Arbeit wartet: „Ich habe hier bei bioLesker die Gelegenheit mit der neusten und modernsten Technik zu arbeiten, das macht sehr viel Spaß“.
Seine Ausbildung zum Gemüsegärtner hat Andre Schmitz 1998 in einem konventionellen Betrieb gemacht. 2002 hat er dann in die Biobranche gewechselt. „Es ist mir sehr wichtig die Natürlichkeit zu bewahren.“ Im Vordergrund seiner Arbeit stehen für ihn der Verzicht auf giftige Pflanzenschutzmittel und die gesundheitlichen Aspekte.
Bis 2007 hat Andre Schmitz in Schleswig Holstein gearbeitet und ist danach nach Heidelberg gezogen, um dort seinen Gärtnermeister zu machen. Im November 2009 hat er sich zusammen mit seiner Frau eine viereinhalb monatige Auszeit in Neuseeland genommen. Während dieser Zeit haben sie viel von dem Land und der fremden Kultur kennen gelernt: „Wir haben einmalige Landschaften gesehen“.
Doch ganz da bleiben wollte er nicht. Sein Weg zu bioLesker war etwas ungewöhnlich: Nicht er hat sich um den Job beworben, sondern der Job hat quasi bei ihm an der Tür geklopft. „Auf der Seite der Landwirtschaftskammer stand, dass ich Gärtnermeister bin und eine neue Tätigkeit suche. Und so kam es, dass sich Franz-Josef Lesker sozusagen bei mir beworben hat.“
Wir von bioLesker freuen uns über so tatkräftige Unterstützung im Team und hoffen auf viele weitere gemeinsame rot-grüne Tomaten und Gurken Zeiten.
11.06.2010
Alle Welt schaute in den letzten Tagen nach Südafrika und wird es auch in den kommenden so machen. Die Fußballweltmeisterschaft steht unmittelbar vor der Tür. Südafrika ist so oft Thema in den Medien wie schon lange nicht mehr. Auch wir von bioLesker möchten das als Anlass nehmen einmal genauer hinzuschauen. Aber nicht auf die Fußballweltmeisterschaft, sondern auf die dortige Biobranche.
Auf der BioFach 2010, der Weltleitmesse für Bioprodukte, waren in diesem Jahr 55 Aussteller aus Afrika vertreten. In den meisten Ländern Afrikas gelten die Märkte als ein Motor für Nachhaltigkeit. Doch wie sieht der Markt genau aus? Der Markt zeichnet sich durch seine große Zahl an Kleinbauern aus. Politisch sind die Regionen sehr instabil, was die Situation der Kleinbauern nicht gerade verbessert. Die Etablierung des Fairen Handels sichert für viele ihre Existenz. Im Biosektor gibt es bisher noch einige Probleme, wie Zahlungsschwierigkeiten der Supermarktketten, Transportschwierigkeiten und Lieferengpässe seitens der Landwirte. Auf der Messe wurde in diesem Zusammenhang auch das neue Handbuch „The Organic Business Guide“ vorgestellt, was als Leitfaden für den Aufbau von Kleinunternehmen dienen soll.
In den vergangenen Jahren konnten erste Erfolge im Anbau der Bio-Baumwolle verzeichnet werden. In vielen Ländern Afrikas hat Baumwolle als wirtschaftliches Exportgut einen sehr hohen Stellenwert. Um einen Eindruck zu bekommen: In Burkina Faso beispielsweise werden jährlich 440.000 Tonnen Baumwollfasern produziert. Mit dem Anbau sind aber gleichzeitig auch einige Gefahren verbunden. In vielen Gewässern sind Pestizidrückstände zu finden, was sich nicht nur auf die Menschen, sondern auch auf die Pflanzen- und Tierwelt auswirkt. Der Anbau von Bio-Baumwolle bringt viele verschiedene Vorteile mit sich. Ein Projektbeispiel aus Benin: Dort ist Baumwolle mit 64 % das Hauptexportgut. Ein Projekt zum Schutz der Bäuerinnen und Bauern zeigte erste Erfolge. Neben den gesundheitlichen Vorteilen sprechen auch die Abnahmegarantie und die „Bio-Prämie“ für einen Umstieg. Viele Eltern haben durch das Mehreinkommen die Möglichkeit ihre Kinder in die Schule zu schicken.
Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, dass einiges im Wandel ist. Doch nach wie vor gibt es viele Baustellen, die es noch zu bearbeiten gibt. In dieser Woche einmal eine etwas andere Sicht von uns auf ein Land, das durch die Fußball Weltmeisterschaft zu einem bisher nicht gekannten Interesse von Seiten der Medien gekommen ist. Angesichts des sportlichen Großereignissen wünschen wir, von bioLesker, Ihnen eine spannende WM und sagen dazu nur: „Yebo“.
05.06.2010
Mit einer erneuten Untersuchung der Biolebensmittel sorgt Stiftung Warentest für Unsicherheit und Verwirrung unter den Konsumenten:
Bei einer Auswertung von 52 Lebensmitteltests ist die Stiftung Warentest zu dem Fazit gekommen: „Biolebensmittel sind nach den Qualitätsurteilen unserer Tests nicht besser als herkömmliche Produkte.“ Im Jahr 2007 war die Stiftung bereits zu einem ähnlichen Urteil gekommen. Die Ergebnisse führten damals zu einer regelrechten „Schlagzeilen-Welle“ in den Medien. Dass damals die Zeitschrift Test dann belegen konnte, dass Bio doch sehr oft besser ist, wurde kaum wahrgenommen. Schlechte Nachrichten verkaufen sich ja bekanntlich besser.
Doch was ist an der erneuten Untersuchung dran? Besteht wirklich kein Unterschied zwischen biologisch und konventionell hergestellten Lebensmitteln? Stiftung Warentest gesteht Biolebensmitteln zwei Vorteile zu: „Pestizide kommen in der Bioware selbst in geringen Mengen selten vor. Außerdem können Käufer von Biolebensmitteln Unternehmen unterstützen, die soziale, ethische und ökologische Verantwortung übernehmen. Unsere Untersuchungen zeigen, dass dabei auf die Biobranche Verlass ist.“
Der Bund Ökologischer Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) kritisiert das Testergebniss, dass Bio-Produkte im Durchschnitt keine höheren Gehalte an gesundheitsfördernden Inhaltstoffen aufweisen. Dieses Ergebniss stehe jedoch im Widerspruch zu europaweiten Vergleichsstudien. Stiftung Warentest weist der Bewirtschaftungsweise, sprich der Art und Weise, wie der Anabu erfolgt, eine untergeordnete Rolle zu. Doch das sei der entscheidende Punkt. Bei Erzeugung unter gleichen Bedingungen schneiden Bio-Produkte bei ihren Inhaltsstoffen deutlich besser ab als konventionelle, so der BÖLW.
Experten kritisieren nach wie vor die Testverfahren der Stiftung Warentest. In diesem Jahr wurde bereits ein besonderes Augenmerk auf den Aspekt der Nachhaltigkeit gelegt. Doch: „Dieser Weg muss konsequent weitergegangen werden: Die Sensorik-Prüfer sollten speziell für den Test von Bio-Lebensmitteln geschult und Nachhaltigkeitsaspekte bei jedem Test geprüft und in die Benotung einbezogen werden.“ Die Schlagzeilen in den Medien lassen die Art und Weise, wie die Testergebnisse zu Stande gekommen sind, außen vor. Doch das ist unserer Meinung nach der entscheidende Punkt.
Was wir, von bioLesker, Ihnen an dieser Stelle noch mit auf den Weg geben möchten ist folgendes: Hinterfragen Sie die Schlagzeilen kritisch und bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil. Für uns ist bio nicht gleich konventionell. Und danach Handeln wir auch. Diese Thematik lebt davon, dass man über sie redet und diskutiert. Scheuen Sie sich also nicht, uns Ihre Fragen zu stellen.
07.05.2010
Aus aktuellem Anlass und zur Information unserer Kunden geben wir hier eine Pressemitteilung unseres Anbauverbandes Bioland zum Dioxin Fund in Eiern wieder.
20.04.2010
Wir freuen uns sehr, Ihnen schon jetzt Schlangengurken aus eigenem Anbau anbieten zu können.
Die deutsche Schlangengurkenproduktion startete in den letzten Jahren (im Gegensatz zur holländischen und belgischen Gurkensaison ) frühestens Anfang Juni. Einer der Hauptgründe für diesen Wettbewerbsvorteil unserer Nachbarländer war, dass sie aufgrund niedrigerer Energiekosten ihre Gewächshäuser beheizen konnten - was laut den Bio-Richtlinien dieser Länder auch erlaubt war.
Uns Bioland-Betrieben dagegen war das Beheizen der Gewächshäuser bis auf wenige Ausnahmen bisher untersagt, sodass das Pflanzen der Gurkensetzlinge in ungeheizte Häuser auf Grund der noch bestehenden Frostgefahr frühestens nach den Eisheiligen Mitte Mai möglich war.
Durch enorme Fortschritte in der Gewächshaustechnik und die mittlerweile deutlich ausgeweitete Nutzung erneuerbarer Energien ist es jetzt aber auch für Bioland Betriebe richtliniengemäß möglich, ihre Gewächshäuser durch Nutzung der Abwärme von z.B. Biogasanlagen oder Blockheizkraftwerken zu heizen. Diese Gelegenheit nutzten wir, als ein Nachbarbetrieb eine Biogasanlage baute.
Wir entschlossen uns, noch rund 12 000m2 Hochglasgewächshäuser zusätzlich zu unseren bestehenden 2000m2 zu bauen. Alle Häuser werden nun durch die Abwärme der Anlage in Kombination mit einer Hackschnitzelheizung beheizt.
So ist es bereits jetzt möglich, die ersten eigenen Gurken, und bald auch Tomaten und Paprika, anzubieten.
Die jungen Gurkenpflänzchen werden in mit Kompost aufgedüngten Boden gepflanzt und von Hand mit warmem Wasser angegossen. Direkt an den Pflanzen sind auch die Bewässerungsschläuche verlegt, da eine gleichmäßige Bewässerung dieser stark Wasser zehrenden Pflanzen (eine Gurkenfrucht besteht zu gut 96 % aus Wasser) nach der Anwachsphase gewährleistet sein muss.
Damit die einzelnen Gurken ausreichend groß und schwer werden, müssen einige der konkurrierenden Blüten- und Fruchtansätze per Handarbeit entfernt werden. Während der Ernteperiode muss täglich geerntet werden, besonders bei warmem Wetter wachsen die Früchte enorm schnell.
Im biologischen Anbau spielt der Pflanzenschutz während der Kulturperiode eine besonders große Rolle. Das fängt schon bei der Sortenwahl an. Die heutigen Sorten bringen häufig schon Resistenzen gegen Krankheiten mit. Schädlinge werden mit Nützlingen wie Raubmilben oder Schlupfwespen bekämpft.
Gegen Krankheiten und Schädlinge, die vom Boden aus die Pflanze befallen, hilft eine Veredlung der Gurkenpflänzchen auf krankheitsresistente Kürbisunterlagen.
Gurken werden in ihrem ernährungs-physiologischen Wert besonders hoch eingeschätzt. Trotz des hohen Wasseranteils und des niedrigen Kalorienwertes (8kcal/100g) gehören Gurken aufgrund ihrer Gehalte an Kalium, Calcium, Phosphor, Eisen, Kohlenhydraten und Vitaminen zu unseren gesündesten Gemüsearten.
Durch ein dem Insulin verwandten Ferment besitzen sie auch einen hohen diätetischen Wert für die Ernährung von Diabetikern. Ein durchblutungsfördernder Wirkstoff sorgt dafür, dass Gurken auch in der Kosmetik, z.B. für die berühmte Gurkenmaske, Verwendung findet. Zudem unterstützen harnsäurelösende und wassertreibende Stoffe die Entschlackung bei der Frühjahrskur.
Die Gurke – eine erfrischende, wohlschmeckende Bereicherung des Speiseplans und ein Allround-Gemüse für das Wohlbefinden.
18.02.2010
Woraus trinken Sie? Wovon essen Sie? Womit umgeben Sie sich? Was gleuben Sie, wie viel Plastik es in Ihrem Haushalt gibt?
Plastik ist leicht. Plastik ist praktisch. Plastik ist stabil. Plastik ist mittlerweile überall und wird in allen nur denkbaren Bereichen eingesetzt.
Wie zu allem, so gibt es auch zum Thema Plastik viele verschiedene Betrachtungsweisen. Es hat unbestritten Vorteile. Die Krux ist, das es aber eben auch große Nachteile hat. Plastik hat sich wie vieles andere auch langsam aber sicher immer mehr in unser Leben eingeschlichen.
Schnelle und abrupte Wechsel und Veränderungen nimmt jeder war. Langsame und schleichende werden meist nicht erkannt.
Darum kann man dankbar sein für Filme wie "Plastic Planet" von Werner Boote.
Boote will mit seiner Doku nicht dazu aufrufen, überhaupt kein Plastik mehr zu kaufen. Dies würde wenig Wirkung zeigen. Vielmehr gehe es ihm darum, „die Menschen zum Nachdenken zu bringen, sich zu überlegen, nicht mehr so viel Plastikramsch zu kaufen.“ Das fände er schon großartig. „Dann haben wir alle schon viel gewonnen“, fügt er hinzu.
Das sehen wir ähnlich und freuen uns auf seinen Film, der ab dem 25. Februar in den Kinos anläuft.
Mehr Info´s dazu finden Sie auch unter utopia.de
07.02.2010
Sehr geehrte Shop- Kundin, sehr geehrter Shop- Kunde
Lieferservicebetriebe gibt es nicht an jeder Ecke. Softwarelösungen für diesen speziellen Bereich auch nicht.
Wohl auch deshalb haben wir erst jetzt, nach 13 Jahren unserer Tätigkeit, den Schritt gewagt und in eine neue Software investiert.
Eine Investition von der wir uns viel versprechen. Auch und vor allem für unsere Kunden.
Zusammen mit dem neuen Warenwirtschafts- und Lieferserviceprogramm haben wir auch den Onlineshop gewechselt.
Das neue Erscheinungsbild ist unserer Meinung nach ganz gut geworden.
Interessanter sind jedoch die Funktionen. Hier haben Sie erstmals die Möglichkeit, ihre Bestellungen, egal ob online, per Mail, Fax oder Telefon aufgegeben, einzusehen und zu ändern.
Ebenfalls neu ist die Funktion den Urlaub über eine Kalenderfunktion selber eintragen zu können.
Aber testen Sie selbst. Doch bevor wir Sie auf den neuen Shop loslassen haben wir noch eine kleine Bitte:
Trotz der unermüdlichen Arbeit aller Büromitarbeiter in den letzten Tagen gibt es noch ein paar "optische" (verzerrte Bilder) und "strukturelle" (nicht alle Artikel sind da wo sie sein sollten) Unzulänglichkeiten. Diese bitten wir nachzusehen. Wir arbeiten daran und werden sie schnellstmöglich abstellen.
Hier der Tipp, bitte die Suche im Shop sowie den Kontakt zu uns zu nutzen.
Weiterhin bitten wir Sie, Ihre Bestellungen, die Bestätigung ihrer Bestellungen per Mail und die Einträge auf Ihrer Rechnung ( Vorlieben, Ausschlußwünsche usw.) genauer zu prüfen.
Der Shop und seine Bedienung sind sehr einfach und selbsterklärend. Der zentrale Unterschied zum alten Shop ist sicher der, das Sie vor dem eigentlichen Bestellvorgang, einen Liefertag auswählen müssen. Danach erscheint das Auswahlmenü auf der linken Seite in gewohnter Form und Aufteilung.
Nun aber viel Spaß beim shoppen unter oekobox-online.de/v3/shop/biolesker/index.html
P.S.: Als Benutzernamen geben Sie bitte Ihre Kundennummer oder Ihre E-Mailadresse ein. Als Passwort Ihre Postleitzahl. Bitte ändern Sie diese Zugangsdaten nach erfolgreichem LogIn.
26.01.2010
Liebe Kundin, lieber Kunde,
am 5. Februar werden wir unsere bisherige und mittlerweile 13 Jahre alte Softwarelösung durch eine neue ersetzen. An diesem Tag sind wir nur über Anrufbeantworter oder per Mail, nicht jedoch direkt zu erreichen.
In der darauf folgenden Woche vom 8. - 12. Februar sind wir morgens von 8 - 12.00 Uhr telefonisch erreichbar.
Ab dem 15. Februar läuft dann alles wieder normal und Sie erreichen uns von 8 - 16.00 Uhr.
Mit der alten Software geht leider auch der Internetshop und wird durch einen neuen ersetzt. Alle Kunden die einen Shopzugang haben werden in einer gesonderten Mail über den Zugang zum neuen Shop informiert.
Wir freuen uns auf das neue Programm und sind sicher, das es neben einigen Vorteilen für uns, auch für unsere Kunden viele Verbesserungen mit sich bringt.
Umstellungen und Neues bedeuten immer, egal wie gut man sich vorbereitet, Änderung der Abläufe und Gewohnheiten. Bitte haben Sie Verständnis, wenn am Anfang nicht alles ganz so schnell geht wie bisher gewohnt.
Ihr bioLesker Team
10.01.2010
Vor gut zwei Jahren haben wir mit der eigenen Gemüse-Jungpflanzenproduktion begonnen. Eine Betriebserweiterung die sich gut und schnell integriert hat. Warum also nicht mehr Jungpflanzen produzieren. Für Kollegen oder gar für ganz NRW?
Mehr als ein Jahr Recherche war nötig um festzustellen, dass das Risiko und die Investitionen zu hoch sind. Aber im Laufe dieses Prozesses hat sich eine andere Erweiterungsmöglichkeit aufgetan.
Und da wir nicht nur Gärtner und Händler sondern auch Unternehmer sind, lassen wir Chancen und günstige Gelegenheiten nicht verfliegen sondern nutzen sie.
Aus den Jungpflanzen sind so Strauchtomaten, Schlangengurken, Paprika und jede Menge Feldsalat für fast ganz Deutschland geworden.
Die Investitionen sind hoch geblieben, das Risiko nicht. Wir haben deshalb am 23. November, nach einer sehr intensiven Planungs- und Antragsphase die im Oktober 2008 begann, den Spatenstich gewagt.
In Zahlen heißt das: Es entstehen derzeit 12.300qm neue Gewächshausfläche mit einer 1.600qm großen Arbeits- und Kommissionierhalle, mit Büros, Gemüsewaschhalle und Sozialwohnungen für unsere Saisonarbeitskräfte.
Neben einer Hackschnitzelheizung die mit Strauch und Baumschnitt aus der Heckenpflege sowie Abfallholz betrieben wird, versorgt ein Biogasbetriebenes Blockheizkraftwerk nicht nur das Neue sondern auch Teile der älteren Gewächshäuser sowie alle Wohn-, Verkaufs- und Arbeitsräume mit CO² neutraler Heizenegie.
Im Gewächshaus selber werden wir Strauchtomaten und Schlangengurken von Anfang März bis Ende Oktober anbauen. Danach folgen Feldsalat, Rucola und Salate.
Sämtliche Ware ist für unsere Kunden und exklusiv für unseren Großhandelspartner Weiling in Coesfeld bestimmt. Durch unsere Investition werden viele Straßenkilometer gespart da die von uns zukünftig produzierte Ware bisher aus dem Europäischen Ausland kommt.
In Kürze werden wir auch Bilder online stellen sowie an dieser Stelle über den Baufortschritt berichten. Sie möchten schon sehen wie es fertig aussehen soll? Dann klicken Sie hier
15.12.2009
Wir, das gesamte bioLesker-Team, möchten Danke sagen. Danke all denen, die uns auch in 2009 ermöglicht haben das zu tun was wir am Besten können:
Bio- Gemüse produzieren und Naturkost verkaufen.
Neben dem Engagement für unser Patenkind Margret Sigauke in Namibia wollen wir so ein weiteres Zeichen setzen.
Die wichtigsten Änderungen der Bestell- und Auslieferzeiten für die Weihnachts- und die Silvesterwoche haben wir Ihnen hier online gestellt.
Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien das, was Sie sich zu Weihnachten wünschen. Möge es in Erfüllung gehen.
Ihr bioLesker Team
09.11.2009
Sechs Wochen vor Beginn der Weltklimakonferenz in Kopenhagen gerät auch die Landwirtschaft verstärkt ins Visier, ihren Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemissionen zu leisten. Denn Deutschland muss bis 2050 die Emissionen um mindestens 80 Prozent senken. Der Biolandbau könnte dabei eine zentrale Rolle als Problemlöser einnehmen. Wissenschaftliche Studien bestätigen dem Biolandbau eine bessere Klimabilanz als der konventionellen Landwirtschaft. Dies ist eine Kernbotschaft des heute von Bioland veröffentlichten Hintergrundpapiers „Klimaschutz und Biolandbau in Deutschland“.
„Flächendeckender Biolandbau ist in Deutschland möglich und aus Sicht des Klimaschutzes auch dringend notwendig“, so Thomas Dosch, Präsident von Bioland. Das Hintergrundpapier zeigt Wege auf, wie eine Gesamtumstellung der Landwirtschaft auf Biolandbau in Deutschland möglich ist und entkräftet den verbreiteten Vorwurf, der Biolandbau verbrauche zu viel Fläche. So würde eine Reduzierung des Fleischkonsum gemäß den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung das Klima stark entlasten und 4,2 Mio. ha Nutzfläche für den Biolandbau mobilisieren. Die konkrete Empfehlung an klimabewusste Verbraucher lautet daher: „Weniger Fleisch und dafür Bio“. Zusätzlich gut für das Klima wäre es, die Menge der weggeworfenen Lebensmittel drastisch zu reduzieren. In Deutschland landen mehr als 20 % der genießbaren Lebensmittel im Müll. Diese Verluste sind nicht nur ethisch bedenklich, sie stellen auch eine Verschwendung von Energie und Fläche dar. Durch Halbieren der Wegwerfrate von Lebensmitteln könnten 1,7 Mio. ha auf Biolandbau umgestellt werden.
Neben einem veränderten Konsumverhalten müssen auch in der Agrarpolitik andere Weichenstellungen vorgenommen werden. „Die für den Klimaschutz kontraproduktive Förderung bestehender Agroenergieverfahren muss beendet werden. In Zukunft muss die Priorität ‚Teller statt Tank’ gelten“, so Dosch. Durch einen entsprechenden Ausstieg könnten 1,7 Mio. ha für den ökologischen und klimaschonenden Anbau von Lebensmitteln mobilisiert werden. Eine weitere Forderung an die Politik ist die Beendigung der offensiven Exportstrategie Deutschlands bei Fleisch und Milchprodukten. Allein eine ausgeglichene Exportbilanz könnte 900.000 ha für eine ökologische Landnutzung mobilisieren.
Die Agrarpolitik verfügt bereits heute über effiziente Steuerungsinstrumente, den Beitrag der Landwirtschaft zum Klimaschutz wesentlich zu erhöhen. Sei es über eine zielgerichtete Verteilung der jährlich fast 7 Mrd. Euro europäischer Agrarzahlungen an deutsche Landwirte oder neue Lenkungsinstrumente wie die Einführung einer Abgabe auf mineralische Stickstoffdünger.
Quelle: Bioland
29.10.2009
Aus der jetzt veröffentlichten – insgesamt unappetitlichen – Bilanz der Lebensmittelkontrolleure für das Jahr 2008 heben sich die Ergebnisse für Bio-Produkte wohltuend ab. „Öko-Lebensmittel schmecken nicht nur besser, sie sind auch wesentlich schadstoffärmer“, unterstreicht Wolfgang Gutberlet, Vorstand von tegut und Vorstand der Assoziation ökologischer Lebensmittel-Hersteller (AoeL).
Lob gab es vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) jetzt insbesondere bei Obst und Gemüse aus der heimischen Bio-Landwirtschaft. In den 350 geprüften Proben aus Deutschland konnten demnach kaum Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und keine bedenklichen Schwermetallgehalte festgestellt werden. Während sich beispielsweise bei Birnen, Reis, Gurken, grünen Bohnen, Karotten und Pfefferminztee aus konventionellem Landbau teils erhebliche Schadstoffe fanden, zeigte sich das untersuchte ökologisch angebaute Obst und Gemüse als durchweg einwandfrei.
Das Land Baden-Württemberg, das seit 2002 jährlich eine breite Palette an Bio-Produkten auf Reinheit kontrolliert, stellte ebenfalls wieder Bestnoten aus. „Wie in den Vorjahren unterscheiden sich sowohl Häufigkeit von Rückstandsbefunden als auch Rückstandsgehalte von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittelwirkstoffen bei ökologischem Obst und Gemüse sehr deutlich im Vergleich zu konventionell erzeugter Ware“, heißt es in dem Bericht des Öko-Monitorings 2008.
Quelle: AoeL
09.10.2009
Sicher kennen auch Sie die Werbespots der GEZ mit dem Slogan "Natürlich zahl ich". Sie tun´s wie wir und viele viele andere wahrscheinlich auch. Unser Motto war auch immer und ist es nach wie vor, das wir für unabhängiges Fernsehen gerne bezahlen.
Wenn jedoch eine ganze Branche in Verruf gebracht wird, wenn ein Öffentlich-Rechtlicher Sender wie der NDR meint mit angeblichen Skandalmeldungen über eine Branche die sicher wie keine andere, dem Umweltschutz und der artgerechten Tierhaltung verpflichtet ist, Quote machen zu müssen, dann muss man das auch einmal in Frage stellen dürfen.
Erst nach Medienberichten sind wir auf den Beitrag "Geheimsache Bio" , der am 7.10. in der Sendung Panorama - Die Reporter lief, aufmerksam geworden.
Lesen Sie deshalb hier dazu auch die Stellungnahme von Bioland sowie eine Gegenüberstellung von Fakten aus früheren "Skandal"-Veröffentlichungen angeblich kritischer Journalisten. Ebenfalls sehr informativ ist dieser Beitrag über Pflanzenschutz im biologischen Apfelanbau.
Gerade im Bereich Lebensmittel tut Verbraucheraufklärung und nicht Quotenmacherei Not. Dennoch haben die Journalisten von Panorama ihre Story als große Enthüllungsgeschichte aufgemacht – und das handwerklich sehr gut. Kräftig schwarz-weiß gemalt, ordentlich auf Skandal gebürstet und die Branchenvertreter, die ein differenziertes Bild darstellen wollten, schlecht aussehen lassen. Kein Laie merkt, dass da aus den längeren Interviews genau die Passagen genommen wurden, die in das Schwarz-Weiß-Gemälde passten.
Wer uns und unsere Art zu arbeiten kennt wird eh nur mit den Schultern gezuckt oder dem Kopf geschüttelt haben. Wer sich aber nicht so gut mit diesem Thema auskennt oder biologisch hergestellten Lebensmitteln gegenüber kritisch eingestellt ist, wird sich bestätigt fühlen.
Natürlich gilt es auch innerhalb der Bio-Branche zu differenzieren. Niemand hat jemals behauptet, das bei uns alles ok ist. Auch wir müssen mit Mängeln und Missständen leben und unter diesen Bedingungen produzieren. Anders als viele andere haben wir dabei aber immer die Verhältnismäßigkeit und den Nutzen bzw. die mögliche Gefährdung der Umwelt im Blick und arbeiten aktiv daran, auch in der Forschung, vorhandene Risiken oder dauerhaft nicht tragbare oder gewollte Praktiken zu ersetzen.
Wenn alle Branchen so transparent arbeiten würden wie es die Bio-Betriebe tun wäre für die Verbraucheraufklärung schon sehr viel getan.
01.10.2009
Als Gemüsegärtner mit Direktvermarktung hat man eines meistens nicht: Zeit. Dennoch wollen wir gerne unseren Beitrag zu einer Atomenergiefreien Zukunft leisten und rufen deshalb über unsere Website immer wieder zu Aktionen auf oder informieren an dieser Stelle darüber.
Unsere Meinung wird sicher nicht von allen geteilt. Trotzdem muss dieses Thema gerade jetzt in den Medien und in den Köpfen der Politiker bleiben.
Oppositionell ist ein Ausstieg aus dem Ausstieg nicht mehr zu verhindern. Wir glauben aber das die Anti- Atomkraftbewegung auch so stark genug ist einen Wiedereinstieg in diese gefährliche, überflüssige Steinzeittechnologie zu verhindern.
Im Internetzeitalter ist das leichter denn je. Wenn auch Sie etwas gegen den Wiedereinstieg tun wollen gibt es viele Möglichkeiten. Zum Beispiel online den "offenen Brief an Merkel, Seehofer und Westerwelle" unterzeichnen. Das geht mit wenigen Klicks in 2 Minuten.
Und eines können Sie auch tun: Sagen Sie weiter, wie einfach es ist, online Flagge zu zeigen. Bereits 38.000 Menschen haben in den ersten 48 Stunden nach Auflegen des Briefes online unterzeichnet. Und je mehr es isnd, desto eher werden die Politiker einlenken.
Für seine Bürgerrechte muss jeder selber etwas tun. Die Politik ist schon zu oft den Einflüsterungen der Lobbyisten erlegen. Werden Sie aktiv.
14.09.2009
In Deutschland bahnt sich ein Lebensmittelskandal an, der die gesamte EU betreffen könnte.
In Brot und Müsli wurde illegale Gen-Leinsaat entdeckt, die nur in einer einzigen Saison in Kanada angebaut wurde - vor neun Jahren! Die Behörden erfuhren über das Europäische Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel von dem Fund.
Bei der Gen-Leinsaat handelt es sich um die Linie FP967, Handelsname CDC Triffid. Sie ist herbizidtolerant und antibiotikaresistent. Die Saat hat keine Sicherheitsüberprüfung der europäischen Behörden durchlaufen und darf somit nicht in die EU eingeführt werden - schon gar nicht als Lebensmittel.
Die alarmierten Behörden stellten ihrerseits Untersuchungen an. Dabei fand das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg in 16 von 41 Proben Spuren der illegalen Gen-Leinsaat - fast 40 Prozent und durchweg aus konventionellem Anbau. Die 14 Proben aus Öko-Anbau waren sauber.
Die verunreinigten Proben enthielten bis zu einem Prozent CDC Triffid. Das klingt harmlos, ist aber viel. Gentechnikbefürworter versuchen schon seit längerem, die scharfen Richtlinien der EU für Saatgut aufzuweichen. Doch selbst die Gentechnikindustrie geht dabei von einem sehr viel niedrigeren Grenzwert aus: von maximal 0,1 Prozent Verunreinigung mit nicht zugelassenen Gen-Pflanzen.
Kanada ist das weltweit wichtigste Anbauland für Leinsaat. Der größte Teil wird in die EU exportiert. 2006 waren das 407.000 Tonnen, zwei Drittel des gesamten EU-Leinsamenimports. Die Saat wird für Brot und Brötchen, Müsli und Leinöl verwendet oder kommt als Leinsamen direkt in den Handel.
Die enge Handelsverflechtung zwischen Kanada und der EU könnte dazu beigetragen haben, dass Kanada die Zulassung von CDC Triffid 2001 zurückzog. Seitdem ist der Anbau dort verboten. Wie die illegale Saat neun Jahre später in deutschen Brötchen auftauchen konnte, ist eine von vielen Fragen, die der Fall aufwirft.
Auf jeden Fall bestätigt er, dass Kritiker wie der Gentechnikexperte Alexander Hissting von Greenpeace zu Recht warnen: "Die Gentechnikindustrie hat ihre künstlichen Geschöpfe nicht im Griff. Werden sie in die Natur freigesetzt, sind sie nicht mehr rückholbar und verbreiten sich unkontrolliert."
Hissting fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, ihre Pro-Gentechnik-Politik aufzugeben. Alle Parteien sollten Farbe bekennen und sagen, wie sie die deutsche Bevölkerung vor illegaler Gentechnik schützen wollen. Auch die deutschen Behörden müssen jetzt Ross und Reiter nennen: Welche Hersteller und welche Marken sind von dem Skandal betroffen?
"Die Haltung der Parteien zur Gentechnik könnte auch bei der Bundestagswahl eine Rolle spielen. Ein großer Teil der Bundesbürger lehnt Gentechnik im Essen ab. Dass sie, ohne es zu wissen, bereits zu Versuchskaninchen geworden seien, dürfte sie wohl kaum erfreuen," so Hissting.
Quelle: Greenpeace
07.09.2009

Aus zeitlichen Gründen geben wir hier den Originaltext einer Newsmail von Campact weiter ohne ihn zu kommentieren:
Was für ein Tag, was für eine Woche liegt hinter uns! Noch nie hat Berlin eine so mächtige Anti-Atom-Demonstration gesehen: Über 50.000 Menschen und 400 Traktoren zogen am Samstag durch die Stadt. Veteranen der Bewegung neben Menschen, die das erste Mal auf einer Demo waren. Bunt geschmückte Traktoren, dazwischen viele junge Menschen in kreativen Kostümen. Gemeinsam haben wir der Politik gezeigt: Wer auf die Renaissance der Atomkraft setzt, erlebt eine Renaissance der Anti-Atom-Bewegung.
Einen unerwartet großen Zuspruch erlebten wir schon in den Tagen zuvor bei den ersten Stopps unserer bundesweiten Aktionstour. Wohin wir auch kamen, überall gingen Hunderte mit uns auf Endlagersuche. Die ungelöste Atommüllfrage wird zum Stadtgespräch. Das Brandenburger Tor, die Hamburger Binnenalster, den Bremer Marktplatz und den Hannoveraner Opernplatz untersuchten wir bereits mit Lupen, Geigerzählern und Probebohrung. Jedes mal erwies sich der Ort als ungeeignet für ein Atommüll-Endlager und unsere Forderung umso dringender: Atomkraft jetzt abschalten!
Sehen Sie unseren Film zur Tour & Demo!
Verfolgen Sie unsere Tour auch im Tour-Blog...
Sowohl die Großdemonstration als auch die Tourstopps vor Ort waren nur möglich, weil wir gemeinsam mit vielen anderen Organisationen an einem Strang zogen. Und zudem auf die Unterstützung von vielen Menschen vor Ort bauen konnten. Die Demonstration wurde von Campact gemeinsam mit der Kampagne .ausgestrahlt, dem BUND, Robin Wood, IPPNW, der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, der Bäuerlichen Notgemeinschaft und der AG Schacht Konrad vorbereitet.
Bis zur Bundestagswahl werden wir weiter Druck machen für den Atomausstieg. In Köln, Mainz, Frankfurt, Stuttgart, München, Nürnberg und Münster gehen wir auf Endlagersuche. Mit über 100.000 Unterzeichner/innen im Rücken werden wir den Appell "Atomkraft abschalten!" in bundesweiten Zeitungen veröffentlichen. Mit einer kreativen Flash-Mob-Aktion wollen wir bei Wahlkampfveranstaltungen von CDU, CSU und FDP die Atompolitik zum Thema machen. Und über Ideen für die Zeit nach der Bundestagswahl brüten wir schon. Bitte denken auch Sie über die Wahl hinaus und lassen Sie uns gemeinsam auch während der Koalitionsverhandlungen dafür sorgen, dass der Ruf nach dem Atomausstieg unüberhörbar bleibt.
31.01.2009
Wenn Sie 10 Minuten Ihrer Zeit erübrigen können, ist das Kurzvideo über den Imker und Gentechnikkritiker Michael Grolm sicher sehenswert.
Erster Feldbefreier hinter Gittern [ www.cinerebelde.org ]
29.08.2009

Wenn der Frühnebel kommt und die Tage länger werden fangen wir in der Gärtnerei mit der Haupternte unserer Lagerprodukte an. Dazu zählt auch der Hokkaido- Kürbis.
Der Korken, so wird der Fruchtstiel genannt, fängt nun an hart und trocken zu werden, eben wie ein Korken. Für uns das Signal die orangefarbenen Leckerbissen vom Feld zu holen.
Ganz wichtig dabei, bei der Ernte so vorsichtig wie möglich mit den Kürbissen umzugehen. Anders als zum Beispiel Knollensellerie oder Möhren ist der Kürbis sehr druckempfindlich. Auch wenn seine harte Schale das zunächst nicht vermuten lassen würde.
Daher werden die Kürbisse nur einlagig in Kisten gelegt, die ganzen Paletten dann in eines unserer Gewächshäuser oder in einen anderen warmen Raum gestellt. Idealerweise lagern sie so drei Wochen lang bei bis zu 30°C. Diese Phase ist nötig damit eventuelle Verletzungen ausheilen und trocknen können.
Ohne diese Wundheilungsphase wird es sehr schwierig den Kürbis länger als November ohne größere Verluste zu lagern.
Und gerade in den Wintermonaten schmeckt doch ein warmes Kürbissüppchen besonders gut.
21.08.2009
Am 20. August war es wieder soweit: Die jährliche Betriebsprüfung stand an. Kurzfristig hatte sich der Prüfer der Kontrollorganisation ABCert angekündigt um alle Bereiche des Betriebes zu durchleuchten.
Anders als sich so mancher vielleicht vorstellt, verbringen der jeweilige Prüfer und Herr Lesker dabei nicht den halben Tag auf dem Feld oder in den Gewächshäusern. Zwar gehört eine ausführliche Kontrolle der Freiland- und Gewächshauskulturen dazu, denn auch da gibt es im Betrugsfall sicher etwas zu sehen.
Viel wichtiger als die Momentaufnahme auf dem Feld ist aber die Kontrolle der Buchhaltung und der Betriebsaufzeichnungen zu der jeder Bioland Betrieb verpflichtet ist. Da werden Aktenordner gewälzt, Saatguteinkaufsbelege mit den Vorschriften abgeglichen und die komplette Anbaudokumentation, also wann was wo und in welcher Menge gepflanzt und gesät wurde, auseinandergepflückt.
Ein sehr wichtiges Thema ist auch die Kennzeichnung der Produkte. Und die wird nicht nur anhand der Ladenetiketten kontrolliert. Auch die Auszeichnung in den Preislisten, in den Geschäftspapieren, in den Werbematerialien und natürlich im Internetshop werden unter die Lupe genommen.
Seit zwei Jahren wird die Gärtnerei sogar gesondert vom Vermarktungsbetrieb (bioladen und Lieferservice) kontrolliert damit es nicht zu Verflechtungen kommt und die Transparenz der einzelnen Betriebsabläufe besser zu kontrollieren ist.
Bis auf ein paar Kleinigkeiten wie die fehlende Angabe der Kontrollstellennummer DE-006-Öko-Kontrollstelle auf einem Etikett, die fehlende Angabe der Kontrollstelle im Shop und die Verwendung des falschen Schadnagerköders war aber wie immer alles ok.
In wenigen Tagen kommt das neue Zertifikat das dann wieder für ein Jahr Gültigkeit hat und das wir dann auch auf der Website und im Shop veröffentlichen werden.
15.08.2009
Bioland begrüßt die Vorstellung des neuen Logos „Ohne Gentechnik“ durch Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner. „Die Kennzeichnung ‚ohne Gentechnik’ ist ein wichtiger Beitrag für die Wahlfreiheit der Verbraucher. Sie können sich jetzt bewusst für oder gegen den Einsatz gentechnisch veränderter Futtermittel entscheiden“, begrüßte Thomas Dosch, Präsident von Bioland die Entscheidung. Mit dem einheitlichen Logo können Hersteller und Handel nun eine klare Gentechnik-Kennzeichnung tierischer Lebensmittel vornehmen und sich entsprechend am Markt profilieren.
„Da Biolebensmittel per se ohne Gentechnik hergestellt werden, benötigt die Bio-Branche kein zusätzliches Label“, erklärt Dosch. Trotzdem hat die gesamte Bio-Branche ein großes Interesse daran, dass die konventionelle Ernährungsbranche das Logo breit nutzt. „Jeder konventionell wirtschaftende Bauer, der auf dem Acker aber auch beim Zukauffutter ohne Gentechnik wirtschaftet, verringert das Risiko der Kontamination von Biolebensmitteln, so Dosch und ergänzt: „Das entschärft die Koexistenzproblematik auf unseren Feldern und erleichtert die Kooperation der Betriebe in den Dörfern - egal ob sie bio oder konventionell wirtschaften.“
Die meisten Verbraucher lehnen gentechnisch veränderte Futter- und Lebensmittel ab. Aufgrund einer unzureichenden Kennzeichnungspflicht tierischer Lebensmittel auf EU-Ebene konsumieren jedoch viele von ihnen gegen ihren Willen tierische Grundnahrungsmittel wie Milch, Eier und Fleisch, bei deren Erzeugung gentechnisch veränderte Futterpflanzen verwendet werden. Das jetzt vorgeschlagene Logo bietet Herstellern und Handel auf freiwilliger Ebene die Möglichkeit, die Lebensmittel einheitlich zu kennzeichnen, wenn gentechnisch unveränderte Futterpflanzen eingesetzt wurden.
18.07.2009
"... Wir, die heute am Leben sind, besitzen das schwindelerregende Privileg, an die Spitze der moralischen Verantwortung gelangt zu sein. Die Generationen vor uns wussten nicht, was sie taten. Die nachkommenden werden wahrscheinlich gegen die Folgen unserer Handlungen nichts mehr tun können. Wir allein wissen und können zugleich. Oder zumindest wissen wir, dass wir können sollten."
Ein beeindruckendes Zitat von Guillaume Paoli mit dem er die Situation unserer Zeit auf den Punkt bringt.
Anders als vielleicht mancher glauben mag, wollen wir durch gebrachte Zitate, Meldungen, Kommentare aber nicht schwarzmalen oder Pessimismus verbreiten. Nur ist der Grad, für wichtige Dinge zu mobilisieren und zu motivieren und der Demotivation und augenscheinlichem Pessimismus nicht gerade breit. Dazu kommt, das jeder Nachrichten und Informationen anders auffasst und begreift.
Und Vieles lässt sich heute, aufgrund der komplexen Zusammenhänge, mit einfachem Hinsehen oder Hinhören, gar nicht mehr begreifen und verstehen.
Immer öfter schwillt die Datenflut im Kopf auf gefühlte unerträgliche Maße an. Aber entbindet uns das davon unser Wissen in Handlungen umzusetzen? Auch dann noch, wenn es persönliche Einbußen bedeutet?
Die wachsende Bevölkerung dieser Erde wird uns mittel- und langfristig zwangsläufig die Grenzen unseres Wohlstandes ziehen. Durch Nachhaltiges Handeln sind wir aber in der Lage mitzubestimmen wie der Wohlstand der Zukunft und damit der unserer Kinder aussehen wird.
Und mal ganz ehrlich: Stellt sich sogenannter Verzicht nicht im Nachhinein sogar oftmals als Gewinn heraus?
Einen Gewinn für unsere Gesellschaft stellt in unseren Augen auf jeden Fall auch utopia.de dar, auf die wir an dieser Stelle gerne noch einmal verweisen.
Ebenfalls auf utopia.de zu sehen, ein toll gemachter Kurzfilm zum Thema mit Benno Fürmann und weiteren. Der Titel: Die Rechnung

Ich weiß liebe Leser, liebe Besucher unserer Homepage: Vor allen Dingen die, die regelmäßig her kommen, nervt es vielleicht an, das wir hier oft über Gentechnik, Atomkraft und andere Negative Dinge berichten.
Aber glauben Sie mir, das macht Sinn. Denn je öfter Sie darüber lesen oder davon hören, desto mehr brennt es sich in Ihr Hirn ein.
Als Unternehmer muss ich natürlich aufpassen das ich mir meine Kunden nicht vergraule. Bei diesen Themen kenne ich aber kein Halten mehr. Denn wenn sich die Gentechnik flächendeckend durchsetzt können wir Bio´s eh einpacken. Und wenn uns ein Atom- Meiler um die Ohren fliegt sieht es nicht nur wirtschaftlich sondern auch gesundheitlich ganz düster aus.
Klar bin auch ich, wie fast alle Menschen in irgendwelchen Situationen, Meister im Verdrängen. Aber gerade deshalb müssen wir immer wieder daran erinnern und erinnert werden, das es Entwicklungen in unserem Land, auf dieser Erde gibt, die einfach nicht gut sind.
Jedenfalls nicht für uns und unsere Kinder.
Wie das Banner oben ankündigt, findet am 5. September in Berlin eine große Demo statt. Um möglichst viele Menschen zu aktivieren hat "ausgestrahlt" viele Tipps zum mitmachen online gestellt. Sicher ist auch für Sie etwas dabei.
Denn es geht um viel: Der Ausstieg aus der Kernkraft darf nicht rückgängig gemacht werden. Im Gegenteil, wenn man hört mit welcher Unbekümmertheit Konzerne wie Vattenfall ihre Atommeiler, Beispiel Krümmel, betreiben, kann einem doch nur Angst und Bange werden. Und, auch das ist sicher, würden Laufzeitverlängerungen nicht nur den Ausbau der Erneuerbaren Energien behindern, sondern zudem den Status der alten Risikotechnologie Atomkraft weiter festschreiben.
Machen Sie mit! Es lohnt sich, nicht nur für uns jetzt!
Ihr Franz- Josef Lesker
03.07.2009
Die Auswertung einer großen europäischen Langzeitstudie durch das Deutsche Institut für Ernährungsforschung in Potsdam hat ergeben, das ein hoher Obst- und Gemüseverzehr einer kontinuierlichen Gewichtszunahme entgegenwirkt.
Gerade bei Menschen ab 40, die sich doch des öfteren mit Gewichtszunahmen plagen, bringt die Pflanzenkost viel, da sie viele lebensnotwendige Vitamine und Mineralien, aber nur relativ wenig Kalorien enthält, die zu einem Gewichtsanstieg beitragen würden.
Da dieser Zusammenhang bisher schwer nachzuweisen war, überprüften die Forscher nun europaweit und über 6,5 Jahre die Essgewohnheiten von fast 90.000 Probanden.
Demnach profitierten dabei die Personen am meisten, die während der Studiendauer mit dem Rauchen aufgehört hatten. Das Argument wegen der Gewichtszunahme nicht mit dem Rauchen aufhören zu wollen, zählt also nur noch bedingt.
Alles in allem glauben wir, das es keiner groß angelegten Studien bedarf um zu beweisen, das wer viel Obst- und Gemüse zu sich nimmt, meistens besser drauf ist. Gesundheitlich und wohl auch mental.
Wer seine Nahrung so natürlich wie möglich läßt, viel Rohkost ist, sich bei Fleisch, Zucker und Weißmehl zurückhält hat schon viel für sich und seine Gesundheit getan.
26.06.2009
Für den Lebensmitteleinzelhandel haben sich die massiven Preissenkungen für Milch und Molkereiprodukte scheinbar nicht ausgezahlt. Der Konsum ist nach Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in den ersten vier Monaten dieses Jahres sogar zurückgegangen, so die Lebensmittel Zeitung.
In diesem Zeitraum kostete beispielsweise ein Liter Trinkmilch bei Aldi fast ein Viertel weniger als im Vergleichszeitraum 2008. Dennoch war der Milchabsatz 2009 rückläufig. Nach GfK-Erhebungen haben Aldi, die SB-Warenhäuser und die Vollsortimenter wie Edeka, Rewe usw. zwischen 2 und 6,5 Prozent weniger Milch und Molkereiprodukte verkauft. Lediglich Lidl und die restlichen Discounter haben mehr Menge verkauft, konnten damit aber laut LZ die massiven Preissenkungen in keinem Fall kompensieren. Das heißt, das in allen großen Vertriebslinien in den ersten vier Monaten in diesem Bereich deutlich weniger Geld verdient worden ist.
Der Bio-Milchabsatz dagegen ist gestiegen. Ein Zeichen dafür das immer mehr Verbraucher erkennen, das alles seinen Preis hat und Nachhaltigkeit einfach mehr kostet?
Bleibt die Frage warum die Discounter trotz geringerer Einnahmen weiterhin diese Strategie verfolgen und damit viele landwirtschaftliche Betriebe, die ja zugleich auch Erhalter unserer schönen Kulturlandschaft sind, in den Ruin treiben.
16.06.2009
Fragt man die deutschen Verbraucher sagen fast 80% sie wollen keine Gentechnik im Essen.
Daher bietet zum Beispiel kein deutscher Lebensmittelhersteller genmanipulierten Mais in Dosen an. Der Mais müsste als Gen-Food gekennzeichnet werden und die meisten Verbraucher würden ihn nicht kaufen.
Da Kühe, Schweine, Hühner und sonstige Tiere weder lesen können, noch sich mit der Gentechnik auskennen, können wir ihnen doch einfach den Gendreck ins Futter mischen, oder? Denn verboten ist das nicht. Milch, Eier oder Fleisch das so produziert wurde muss nirgendwo auf der Welt gekennzeichnet werden.
Verbraucher müssen die Risiken der grünen Gentechnik gleich mit kaufen. Schön versteckt natürlich. Es sei denn Sie informieren sich in der rundum aktualisierten Neuauflage des Greenpeace-Ratgebers "Essen ohne Gentechnik" darüber, wo überall Gentechnik im Essen versteckt wird.
Für die Broschüre im handlichen Postkartenformat wurden über 350 Unternehmen der Lebensmittelbranche zum Einsatz von gentechnisch veränderten Futtermitteln befragt. Mit einem einfachen Bewertungssystem erfährt der Verbraucher, welche Unternehmen und Marken auf Gen-Futter verzichten. Zudem stellt Greenpeace eine Auswahl an Lebensmittelherstellern heraus, die besonders hartnäckig am Einsatz von genmanipulierten Futtermitteln festhalten.
Der Ratgeber kann auch kostenlos bei Greenpeace bestellt werden, telefonisch unter 040-30618 120, per Fax unter
040-30618 100 oder sie laden sich die Broschüre als PDF Datei hier herunter.
26.05.2009
Jeden Tag hört und liest man von neuen Rufen nach staatlicher Unterstützung. Nun also die Bauern. Das es so kommen musste war klar, denn schon als auf dem Hof aufwachsendes Kind bekommt man zu hören, das wer nicht jammern kann, kein Bauer ist.
Was soll also aus solchen Jungbauern werden? Natürlich Bauern die jammern. Übers Wetter, über die viele Arbeit oder über die schlechte Politik.
Das diese bewusst niedrige Lebensmittelpreise will damit Geld für andere Konsumgüter da ist, ist heute kein Geheimnis mehr. Aber ist das alles wirklich so einfach: Ich schiebe dir und du schiebst mir den Schwarzen Peter zu, garniert mit ein paar Klischees und fertig ist unsere Agrarpolitik?
Ja und nein. Wie überall geht es um Geld, um Stellungen und Macht. Bauernverteter machen nicht zwangsläufig die für Bauern beste Politik. Eigeninteressen und Lobbyismus sind auch im Agrarbereich stark ausgeprägt. Und neben all der gewollten Regulierung durch den Staat spielen auch Angebot und Nachfrage eine Rolle. Auch wenn sie das eigentlich gar nicht sollen. Der Markt lässt sich halt nur begrenzt steuern und regulieren.
Das Thema ist sehr komplex und wird durch die Politik und die EU-Subventionierung nicht einfacher. Ganz im Gegenteil. Der Versuch der Politik es allen Recht zu machen, die Ausgleichszahlungen um im Weltmarkt bestehen zu können. All das überblicken doch viele Verantwortliche schon lange nicht mehr.
Krisen bereinigen. So soll und so muss das auch sein. Wenn es zu viel Milch gibt, muss weniger gemolken werden. Exportsubventionen sind jedenfalls keine Lösung. Schon gar keine, die den Menschen in der Dritten Welt gerecht wird.
Wir denken, das auch ein Industrieland wie Deutschland nicht ohne eine leistungsstarke und bäuerliche Landwirtschaft auskommt. Dazu gehört, das die Bauern sich besser organisieren, Produktionsmengen anpassen, ihre Leistungen für die Allgemeinheit und für den Erhalt der Kulturlandschaft besser herausstellen und aufhören sich auf die falschen "Vertreter" zu verlassen.
Diese Veränderungsprozesse sehen wir leider nicht. Gute Chancen also für die Verbraucher, auch weiterhin billig Milch kaufen zu können.
12.05.2009

Wussten Sie, das die Gesetze, die unsere gewählten Volksvertreter mitunter absegnen, teilweise von Lobbyverbänden geschrieben und fast eins zu eins übernommen werden?
Ob das auch im Falle der CO² Speicherung unter der Erde so ist vermögen wir nicht zu sagen. Wohl aber möchten wir sagen, das es keine Lösung sein kann, Probleme oder Altlasten zu verbuddeln.
Warum die Abscheidung und Endlagerung von CO2 aus Kohlekraftwerken (kurz CCS) auf Kosten der Allgemeinheit vermieden werden muss und was Carbon Capture Storage genau ist, können Sie auf der BUND-Website erfahren.
Engagieren Sie sich. Nur ein paar Klicks gegen eine dauerhaft unsinnige CO²- Lagerung, die zudem Wegbereiter sein kann für neue Kohlekraftwerke.
Die Zukunft kann nur grün und nachhaltig sein. Kämpfen auch Sie dafür.
Die Zeit drängt, denn die erste und einzige Lesung im Bundesrat ist am 15. Mai.
Ihr Franz- Josef Lesker
22.04.2009

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner hat heute morgen einen längst überfälligen Schritt in die richtige Richtung getan und den einzigen derzeit in der EU zugelassenen Genmais MON 810 für Deutschland verboten.
Eile war geboten, denn die Landwirte stehen kurz vor der Maisaussaat.
Das Verbot sei fachlich begründet so Aigner, da Umweltschädigungen und negative Einflüsse nicht ausgeschlossen werden könnten.
Ein großer Erfolg für alle die sich in den letzten Jahren für ein Verbot stark gemacht haben. Was passieren kann wenn Technologiegläubige Forscher und Ingenieure Risiken ausblenden kann man ja eindrucksvoll am Beispiel Asse sehen.
Gentechnik einmal freigelassen ist nicht wieder in den Zauberkäfig zu sperren aus dem sie kommt.
Aus Umwelt- und Verbraucherschutzsicht ist Frau Aigner damit zunächst einmal nur dem nachgekommen was ihr Amt ihr sowieso gebietet.
Jetzt ist es an vielen mündigen und aufgeklärten Verbrauchern über Online-Aktionen und Unterschriftenlisten ein EU-weites Anbauverbot durchzusetzen.
Die Chancen dafür stehen besser als mancher glauben mag.
Werden Sie aktiv, z.B. bei www.campact.de
Wir sind alle nur kleine Rädchen, gemeinsam können wir aber viel bewegen.
Liebe Grüße vom bioLesker Team aus Stadtlohn
24.03.2009
Nur noch wenige Tage und der Osterhase hoppelt wieder durch die Landschaft.
Höchste Zeit für uns, Sie über wichtige Änderungen rund um die Bestellung und Auslieferung zu informieren.
Das gesamte biolesker team wünscht Ihnen frohe Osterfeiertage bei hoffentlich gutem Wetter und viel Erfolg beim Eiersuchen.
13.02.2009
Sicher kennen Sie das auch: Beim Haushaltsputz ist der grobe Dreck schnell ausgemacht und beseitigt. Schwierig wird es an den Stellen, an die man schlecht herankommt. Aber auch hier sammelt sich meist etwas an. Mit der zeit nimmt man diesen Schmutz gar nicht mehr so wahr. Auch weil die Veränderungen langsam vor sich gehen.
In einem Unternehmen ist das nicht anders. Die offensichtlichen Schwachstellen sind schnell abgestellt. Aber der Schmutz und der Müll in den Tiefen der Organisation sind schwierig zu finden. Abläufe die, oft zu Recht, irgendwann einmal begonnen wurden um etwas positiv zu verändern, Angebote die nicht mehr zeitgemäß sind und andere Dinge die sich durch den Wandel der Zeit überholt haben, sind mitunter schwer zu finden.
Wir haben die für uns etwas ruhigeren Wintermonate genutzt und einiges auf den Prüfstand gestellt. Denn nur wenn wir als Unternehmen ständig und systematisch "Müll" abführen, bleiben wir in Organisation und Kostenstruktur so schlank, das wir unseren Kunden neben attraktiver Ware auch attraktive Preise bieten können.
Was sich genau ab dem 1. März ändert erfahren Sie hier.
31.01.2009
23.01.2009
02.01.2009
Wir hoffen das Sie gut rein gekommen sind, in´s neue Jahr. Bei uns im Hook ist es am Neujahrstag Brauch, das die Kinder, die zwischen 6 und etwa 15 Jahre alt sind, von Haus zu Haus ziehen um den Nachbarn ein frohes neues Jahr zu wünschen. Natürlich auf Plattdeutsch. Als Dank für den Neujahrsgruß bekommen die Kinder eine Tüte mit Süßigkeiten. Die Strecken, die zu laufen sind, sind mitunter ganz schön lang. Da kommen schon ein paar Kilometer zusammen. Komischerweise wird beim Laufen kaum gemault, was bei sonstigen Spaziergängen ja eigentlich immer der Fall ist. Auch der immer schwerer werdende Rucksack ist da kein Problem.
Ein schöner Brauch, gerade für die älteren Menschen, die nicht mehr aus dem Haus kommen können. Für den Neujahrstag gibt es sicher so viele verschiedene Bräuche wie es Menschen und Regionen gibt.
Allen gemein ist die Freude daran, das ein neues Jahr beginnt. Mit neuen Chancen und Möglichkeiten. Wir wünschen Ihnen für 2009 vor allem Gesundheit und Zufriedenheit. Denn ohne Gesundheit und Zufriedenheit verliert auch vieles Andere an Wert.
Ihr bioLesker Team
13.12.2008
Schön, das Sie sich auf www.biolesker.de geklickt haben. Ob Sie aus Versehen oder ganz gezielt hier gelandet sind spielt für uns keine Rolle.
Wir, das ist das gesamte bioLesker Team nutzen die Gelegenheit und Möglichkeit und wünschen ihnen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in´s neue Jahr.
Klicken Sie auch in 2009 wieder rein. Wir würden uns sehr freuen.

Seit 2006 unterstützen wir, die Bioland Hof Lesker KG, nach kurzer Unterbrechung wieder ein Patenkind. Diesmal in Simbabwe. An dieser Stelle werden wir in Zukunft über die Entwicklung im Dorf unseres Patenkindes Margret Sigauke berichten. Auch ihre Briefe an uns wollen wir online stellen, weil wir diese Art der dauerhaften Unterstüzung für sehr sinnvoll halten. Lesen Sie hier einen Bericht zur aktuellen Situation in Simbabwe.
Familie Lesker und Team
18.11.2008
Noch ein kleines Weihnachtsgeschenk gesucht? Hier wäre eines - oder auch zum selber lesen: "Bio-Lebensmittel" - ein neuer Ratgeber aus dem Humboldt-Verlag.
Sind Bio-Lebensmittel tatsächlich gesünder als konventionell erzeugte? Das beweist eine Langzeitstudie der EU. Doch was ist eigentlich Bio, und wie erkenne ich diese Produkte zweifelsfrei?
Ein neuer Ratgeber, der jetzt im Humboldt-Verlag erschienen ist, stellt das Angebot auf den Prüfstand und erklärt, worauf man achten sollte.
Das Buch hat 192 Seiten, Broschur und die ISBN 978-3-89994-180-7.
Aber was ist dran an diesem Boom? Ist Bio wirklich besser? Welche Schadstoffe erspare ich mir, wenn ich zu Bio-Lebensmitteln greife? Welche unerwünschten Technologien umgehe ich, wenn ich Bio kaufe? Warum sind Bio-Produkte teurer? Ist das berechtigt oder werde ich einfach nur „abgezockt“?
Diese Fragen beantwortet die Autorin in ihrem Ratgeber. Sie stellt das gesamte Umfeld der Bio-Lebensmittel auf den Prüfstand. Das Buch zeigt, ob und inwieweit Bio-Lebensmittel wirklich gesünder sind.
06.11.2008
Im Ökologischen Landbau wird Kupfer als Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Da es sich um ein Schwermetall handelt, das im Boden nicht abgebaut wird, steht seine Anwendung in aktuellen Medienberichten in der Kritik.
Dazu wollen wir hier sachlich informieren und Stellung beziehen.
Kupfer wird im Ökologischen Landbau zur Bekämpfung des falschen Mehltaus im Hopfen-, Wein-, Obst- und zum Teil im Gemüseanbau eingesetzt. Vor allem bei Hopfen, Wein und einigen Obstkulturen ist seine Anwendung derzeit alternativlos, sollen totale Ernteausfällen vermieden werden.
Kupfer ist nicht nur ein Schwermetall, sondern auch für Pflanzen und Menschen ein notwendiger Mikronährstoff. Es kommt daher auch natürlich in der Umwelt vor und ist anders als andere Schwermetalle nicht per se ein unerwünschtes Gift.
In Mangelsituationen muss Kupfer sogar gedüngt werden. Für den Menschen besteht durch die Anwendung im Pflanzenbau keinerlei Nachteil. Dennoch gibt es den Verdacht, dass sich Kupfer im Boden anreichern kann und in zu hoher Konzentration auf bestimmte Organismen giftig wirkt.
Diese Annahmen beruhen bislang jedoch auf Modellen. Bioland und andere Verbände fordern daher Studien, die die Kupferwirkung auf den Feldern erfassen.
Ziel des Ökologischen Landbaus ist es, negative Wirkungen der Kupferanwendung zu vermeiden. Deshalb wird in Forschung und Praxis seit Jahren mit Erfolg daran gearbeitet, die Aufwandmengen drastisch zu reduzieren.
Ideales Ziel wäre eine Aufwandmenge zu erreichen, die dem Entzug durch die Pflanzen entspricht. Bei Hopfen, der dem Boden viel Kupfer entzieht und bei Kartoffeln, die sich mit anderen Kulturen abwechseln, ist dieses Ziel realistisch.
Unser Anbauverband Bioland erlaubt derzeit eine Aufwandmenge von 3 kg pro Hektar und Jahr. Das bedeutet eine Verringerung um bis zum Zwanzigfachen im Vergleich zu anfänglichen Aufwandmengen. Gleichzeitig wird an Alternativen zur Kupferanwendung geforscht.
Allerdings wäre für einen schnelleren Erfolg eine deutlich höhere Forschungsförderung notwendig. Kern des Pflanzenschutzes im Ökologischen Landbau ist der vorbeugende Pflanzenschutz. Nur in unabwendbaren Schadensfällen arbeiten wir mit Pflanzenschutzmitteln.
Dabei handelt es sich aber um keine chemisch-synthetischen Präparate, sondern um natürlich vorkommende Stoffe oder Pflanzenextrakte. Als natürlich vorkommender Mikronährstoff und Pflanzenschutzstoff wird Kupfer seit über hundert Jahren eingesetzt.
Der Verzicht auf Kupfer würde derzeit für viele ökologische Kulturen und Öko-Betriebe das Aus bedeuten und die Rückumstellung auf konventionellen Landbau – der im Übrigen ebenfalls Kupfer einsetzt – herbeiführen. Mögliche negative Wirkungen des Kupfereinsatzes müssen daher in Zusammenhang einer Gesamtbilanz der Umweltwirkungen beider Systeme betrachtet werden.
Diese Bilanz fällt nach wie vor eindeutig positiv für den Ökologischen Landbau aus. Sie machen daher alles richtig, wenn sie nicht nur ihrer Gesundheit, sondern auch der Umwelt zuliebe weiterhin Bio-Produkte kaufen.
Quelle: In Teilen übernommen aus einer Pressemitteilung des BÖLW
25.09.08
Nach einjähriger Pause und mit neuem Organisationsteam verwöhnte bioLesker am vergangenen Sonntag dem 21. September wieder mit einem rundum gelungenen Fest seine Besucher.
Das der Wettergott mit Sonne etwas geizig war, nahm ihm zwar der Unternehmensleiter Franz- Josef Lesker, der Besucherzahl nach aber sonst wohl keiner übel. Denn mit gut 2000 Besuchern brachte bioLesker trotz vieler Veranstaltungen in und um Stadtlohn herum, wieder jede Menge Volk auf die Beine.
Groß und Klein kamen voll auf ihre Kosten. Der Renner bei den Kids waren wie immer die Strohburg aus Großballen und die Treckerrundfahrten. Wer den Köstlichkeiten in der Cafeteria, am Grill oder am Getränkestand zu sehr zugesprochen hatte, dem brachte eine Betriebsführung nicht nur die nötige Entspannung im wohlgefüllten Bauch sondern zusätzlich Einiges an wertvollen Informationen über die vielen Neuerungen im Unternehmen.
Besonders ausführlich ging der Bio-Gärtner auf die im letzten Herbst neu begonnene Gemüsejungpflanzen- Produktion für den eigenen Gemüseanbau ein: „Als Direktvermarkter müssen wir die Transparenz und gesicherte Herkunft unseres Angebotes immer wieder überprüfen und bei allen Betriebsmittel laufend anpassen“, resümiert Lesker auf die Frage eines Besuchers, warum er sich diese zusätzliche Arbeit ans Bein binde. „Wir arbeiten nur mit Lieferanten und Kollegen zusammen die absolut vertrauenswürdig sind. Das hat dann mitunter zur Folge, das wir bestimmte Prozesse wieder in den Betrieb zurückholen um die Sicherheit der Produkte zu gewährleisten“ so Lesker.
Zwar hatte gegen 18 Uhr noch so mancher Knirps den Eindruck, der Tag könne doch noch gar nicht um sein. Dennoch klang das Fest um diese Zeit gewohnt harmonisch aus und machte Vorfreude auf nächste Hoffest im September 2010.
01.09.2008
Am 21. September ist es nach einjähriger Pause endlich wieder soweit:
Auf dem Bioland Hof Lesker wird kräftig gefeiert, getrascht, geguckt und geschlemmt. Denn neben köstlichem Grillfleisch vom Bio-Schwein, leckeren Salaten und vegetarischen Beilagen gibt es natürlich auch wieder Kuchen der Saison, Kaffee und erfrischende Getränke.
Die Kleinen freuen sich über Popcorn bis zum Abwinken, Kindercola, ein erweitertes Spieleangebot und die schon nicht mehr wegzudenkende Strohburg.
Nach 729 Tagen Pause haben sich denn auch die Ponys vom letzten Hoffest mehr als gut erholt und stehen fürs neuerliche Reitvergnügen ebenso Gewehr bei Fuß wie der Trecker nebst Hänger für die wilde Fahrt über die Felder.
Neben Informationen zum Lieferservice und Laden, zu Produkten und Entwicklungen gibt es am Infostand wie bisher auch vorgepackte Obst & Gemüsetüten und in diesem Jahr erstmalig vorgepackte Kartoffeltüten mit den drei leckersten Kartoffelsorten vom Hof.
Bei den zahlreichen Führungen über Hof und Felder gibt es sicher einiges an Neuem zu sehen. Haben wir doch die Zeit seit dem letzten Hoffest für ausgiebige Baumassnahmen genutzt.
Los gehts wie immer um 10 Uhr, Schluss ist um 18 Uhr. Bringen Sie gutes Wetter, gute Laune und viele Bekannte mit. Wir freuen uns auf Sie!
Ihr biolesker Team
11.08.2008

Was vor zwei Jahren als Versuch begann, hat sich bei biolesker mittlerweile zu einem fest etablierten Angebot entwickelt: Die Tomaten- Selbstpflücke.
Im vergangenen Jahr haben unsere Kunden über 1100 kg von den jetzt schon gut 2,5 Meter hohen Pflanzen gepflückt. Neben dem guten Gefühl, biologisch einwandfrei produzierte Tomaten selbst aussuchen zu können, trägt wohl auch der günstige Preis und der Erlebnisfaktor dazu bei, das die Selbstpflücke sich innerhalb so kurzer Zeit zum Renner entwickelt hat.
In diesem Jahr stehen neben der Cocktailtomate Sakura noch die eher kleinfrüchtige Züchtung Annelise, ein Campari-Typ, und die mit 100-120g doch deutlich größere Tomate Rougella zur Verfügung.
Es ist also für jeden Geschmack etwas dabei. Pflücken kann jeder der mag zu unseren Ladenöffnungszeiten von:
Dienstag bis Freitag von 9-12.30 Uhr und von 14.30-18.00 Uhr sowie am
Samstag von 9-13 Uhr.
Natürlich müssen bei der Selbstpflücke auch ein paar Tomaten direkt in den Bauch. Ohne gutes Bauchgefühl geht so etwas ja gar nicht. Also, auf geht´s. Reichhaltiger als jetzt wird der Tisch nicht mehr gedeckt werden.
Übrigens geht die Selbstpflücke bis etwa Ende September.
Wir freuen uns auf Sie!
06.06.2008
Das erste zarte Hellgrün des Frühlings an Bäumen und Sträuchern ist einem satten Tiefgrün gewichen. Ein untrügliches Zeichen dafür, das der Frühlingsstress bei uns etwas nachlässt und wir wieder Zeit finden Sie über Aktuelles zu informieren.
Heute möchten wir ein wenig über unseren eigenen Gemüsebau plaudern: Was es aktuell an Produkten vom eigenen Feld gibt, was noch kommt und was wir sonst so planen.
Zunächst einmal: Die im Winter begonnene eigene Jungpflanzenanzucht klappt sehr gut. Wir haben kräftige und gesunde Pflanzen herangezogen, die zur Ernte bestes Gemüse versprechen.
Zwar war das Frühjahr zu Beginn zu kalt und zu nass, dann zu heiß und zu trocken, aber trotz alledem gibt es bereits seit Wochen leckere Salate, Kohlrabi, Radieschen, Rucola, Spinat und Mangold.
Aktuell stoßen feinster Broccoli, wir hatten ihn gestern zu Mittag, mmmhhh, sehr zart und mild, knackiger Blumenkohl, Spitzkohl, Wirsing, Lauchzwiebeln und ab der kommenden Woche auch Cocktailtomaten hinzu.
Auch die kleinfrüchtigen Tomaten "Annelise", ein Campari-Typ, beginnen von grün auf rot zu wechseln. Bei gutem Wetter können wir auch hier in etwa zwei Wochen mit nennenswerten Mengen aufwarten. Dazu noch einen Topf Basilikum aus eigener Anzucht, ein paar Scheiben Mozzarella und der Sommer kann kommen.
Ganz besonders freuen wir uns auch auf die ersten Bundmöhren, mit denen wir in zwei Wochen rechnen.
In unserem neuen 340 qm großen Folienhaus wachsen neben den auch bisher angebauten blockigen Paprikatypen in diesem Jahr erstmals gelbe, rote und orangefarbene Spitzpaprika, auch bekannt als Ramiros.
Schauen Sie doch auch einfach einmal in unserem Shop in die Rubriken "Neue Artikel" und "Regionale Produkte". Dort haben Sie schnell einen Überblick über alles, was zur Zeit von der eigenen Scholle kommt.
21.05.2008

Sie möchten mehr für sich und Ihre Familie tun? Möchten sich gesünder ernähren, möchten Obst und Gemüse das wirklich frisch ist und noch dazu bestens schmeckt?
Dann sind Sie bei uns genau richtig. Denn das alles liefern wir Ihnen direkt ins Haus, an die Arbeitsstelle oder wohin auch immer Sie möchten, sofern es in unserem Liefergebiet ist.
Bereits über 600 Kunden schätzen unseren Service und lassen sich Woche für Woche von uns beliefern.
Steigen auch Sie jetzt bei “6 plus 1
02.02.2008
Ab dem 11.2.2008 ändern sich die Bestellzeiten für alle Kunden. Nähere Infos dazu finden Sie hier
01.02.2008

Nach einigen Investitionen, etwas Ausprobieren und vielen Stunden Planung wächst in unserem neuen Anzuchthaus seit Mitte Dezember der Grundstock für all das frische Gemüse, das auf unserem eigenen Acker wächst.
Einen ausführlichen Bericht darüber finden Sie hier
(PDF Dokument, Dateigröße 7,86MB, DSL empfehlenswert.)
Wer nur einen langsamen Anschluß hat, dem legen wir die Info auf Anfrage auch gerne bei. 02563 - 97 327.
26.01.2008
Vielleicht ist es Ihnen schon aufgefallen: Seit ein paar Tagen ist eine neue Funktion in unserem Shop eingerichtet: Die Merkliste.
Sie hilft Ihnen, Produkte, die Sie häufiger bestellen möchten, einfacher zu finden. Haben Sie das gesuchte Produkt gefunden, klicken Sie einfach auf die Detailansicht und dann auf Merkliste. Hier steht Ihnen der Artikel solange zur Verfügung, bis Sie ihn wieder löschen.
Für die Übernahme in den Warenkorb tragen Sie bei allen Produkten, die Sie der Bestellung hinzufügen möchten, die gewünschte Menge ein. Einmal auf "nehm-ich" klicken und schon sind alle gewählten Artikel im Warenkorb.
Bevor Sie die Merkliste nutzen, sollten Sie sich einloggen. Haben Sie Fragen zur Merkliste rufen Sie uns einfach an. Viel Spaß bei dieser neuen Funktion.
10.01.2007
40 Bio-Lebensmittel des täglichen Bedarfs besonders günstig + monatlich wechselnde Aktionsangebote
Besonders Familien und Geringverdiener stoßen an Ihre Grenzen, wenn sie sich rundum gesund ernähren möchten. Mit der Aktion "gut-bio-günstig" wollen wir allen Kunden den Kauf von Grundnahrungsmitteln in gehobener Bio-Qualität ermöglichen.
Möglich wurde die Aktion durch die Zusammenarbeit mit Herstellern und unserem Großhändler. Durch die Treue unserer Kunden können wir diesen konstante Abnahmemengen garantieren, die wir besonders vergütet bekommen. Die günstigen Einkaufsbedingungen geben wir an unsere Kunden weiter.
Alle "gut-bio-günstig" Produkte finden Sie im Shop in der Kategorie "gut-bio-günstig" oder auf unserer Website zum Download.
Zu den günstigen Produkten im Shop
Zum Download der "gut-bio-günstig" Preisliste
06.09.2007

Freuen Sie sich in diesem Jahr zwei bis drei Wochen früher über die ersten deutschen Äpfel. Der warme April und auch der feuchte Sommer haben für reichen Ansatz gesorgt, der jetzt eine gute Ernte verspricht. Was früher noch eine Rarität war, ist heute ganzjährig sogar in Bio-Qualität zu genießen.
Aber Achtung: Nur jetzt und für wenige Wochen, kommen die Äpfel frisch vom Baum aus der Region. Bereits ab Oktober wird der Großteil der Äpfel in Großkisten in speziellen Kühlhäusern gelagert und nur nach Bedarf für den Verkauf vorbereitet und verpackt.
Ein Frischevorteil den Sie nutzen sollten! Der langjährige Partner unseres Naturkostgroßhändlers Weiling aus Coesfeld Dierk Augustin wartet aktuell mit köstlichen Jonagold, Delbar Ambassy, Gerlinde und Alkmene Äpfeln auf.
Dierk Augustin arbeitet nach den strengen Demeter Richtlinien und ist damit Garant für Regionalität und umweltverträglichsten Anbau. Qualität die man nicht nur schmecken kann, sondern die auch Sicherheit gibt. Denn in Zeiten aufgeweichter EU-Bio-Richtlinien und lascher Auslegungspraxis in manch anderem EU-Mitgliedsland wird immer wichtiger, zu wissen wo genau die Lebensmittel, die uns gesund halten und uns Freude am Essen bereiten sollen, herkommen.


Tipps rund um die Gemüse Lagerung finden Sie hier
